BLKÖ:Farkas Ritter von Királyhegy, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Farlati, Daniel
Band: 4 (1858), ab Seite: 147. (Quelle)
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Farkas Ritter von Királyhegy, Franz (Großpropst, geb. zu Stuhlweißenburg 12. Sept. 1786). Sohn armer Eltern, besuchte die Schulen in seinem Geburtsorte, wurde ebenda zu den Seminaristen aufgenommen und 1809 zum Priester geweiht. An der Seite der Stuhlweißenburger Bischöfe Milassin, Vurum, Kopácsy und Szuszics war er als Inspector der Seminaristen, Notar des heil. Stuhles, Professor der Religion und als bischöflicher Secretär und Archivar mit Eifer beschäftigt. 1828 wurde er Domherr des Stuhlweißenburger Domcapitels und 1838 Großprobst desselben. Außer mehreren ungar. Gelegenheits-Gedichten gab er zahlreiche Predigten heraus. Im J. 1850 schrieb er das Werk: „A világ egyháza“, d. i. Die Kirche der Welt, und jüngst erst, 1857, erschien von ihm: „Szellemi és anyagi világ“, d. i. Geistige und materielle Welt. Auch als Humanist nimmt F. eine hervorragende Stelle ein. Im J. 1851 legte er als Fond für die Stuhlweißenburger Domkirche, das Seminarium und die Militärspitäler 18,000 fl. C. M. nieder; ferner rief er in Stuhlweißenburg eine Erziehungsanstalt für ungarische Mädchen in’s Leben, wofür er sein eigenes Haus sammt Garten im Werthe von 20,000 fl. C. M. und die baare Geldsumme von 30,000 fl. C. M. darbrachte. 1850 verlieh ihm der Kaiser das Ritterkreuz des Leopoldordens und erhob ihn 1851 mit dem Prädicate von Királyhegy in den Ritterstand.

Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészítő kötet, d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreib. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 1858, Joseph Gyurian, 8°.) S. 75.