BLKÖ:Habsburg, Elisabeth von Oesterreich (Königin von Polen)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 6 (1860), ab Seite: 167. (Quelle)
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67. Elisabeth von Oesterreich, Königin von Polen (geb. 1439, gest. 1. September 1505). Sie ist die Tochter Albrecht’s V. von Oesterreich (als Kaiser Albrecht II.) [s. Nr. 11] und Elisabethens von Ungarn [s. Nr. 66], Erbtochter des Kaisers Sigismund aus dem Hause Luxemburg. Sie wurde am 10. Februar 1454 an Kasimir IV. Jagiello, König von Polen, vermält und durch den berühmten Johann Capistran, getraut, den die Gesandtschaft, welche um Elisabeth in Wien warb, nach Krakau gebracht hatte. Elisabeth lebte mit Kasimir Jagiello 38 Jahre in glücklicher Ehe und gebar ihm 11 Kinder, nämlich 6 Söhne und 5 Töchter; unter ersteren 4 gekrönte Könige: Ladislaus, König von Böhmen und Ungarn (geb. 1456, gest. 13. März 1516); – Johann I. Albert (geb. 1459, gest. 1501), König von Polen; – Kasimir (geb. 1458, gest. 1482); – Alexander (geb. 1461, gest. 1506), König von Polen; – Sigismund I. (geb. 1467, gest. 1. April 1548), König von Polen, und Friedrich (geb. 1468, gest. 1503), Cardinal, Bischof zu Krakau und Erzbischof zu Gnesen. Die Töchter sind: Hedwig (geb. 1457, gest. 18. Februar 1502), vermält an Georg den Reichen, Herzog in Bayern; – Sophia (geb. 1464, gest. 1513), vermält an Friedrich den Aeltern, Markgrafen zu Brandenburg in Ansbach; – Elisabeth (geb. 1472, gest. 1517), vermält an Friedrich II., Herzog in Liegnitz; – Anna (geb. 1476, gest. 1503), vermält an Bogislaus X., Herzog in Pommern; und Barbara (geb. 1478, gest. 17. Jänner 1534), vermält an Georg, Herzog in Sachsen. Elisabeth ist sonach die Stammmutter der Könige in Polen, Ungarn, Böhmen, Schweden, der Herzoge in der Pfalz, Neuburg und der meisten übrigen Chur- und Fürstenhäuser Europas. Mit ihrem Gemale zugleich ist sie die Stifterin der vormals bestandenen heil. Kreuz-Capelle in der Krakauer Schloßkirche, wo sie auch mit ihm zugleich begraben liegt. Ihr Sinnbild war eine strahlende Sonne mit der Devise: „Candida Candidis“, welche Fugger mit dem deutschen Reimspruch[WS 1]:

Stets, doch allein
den Reinen, rein

übersetzt.

Hübner, Geneal. Tabellen (1719), Bd. I, Tab. 125 und 96. – Fugger, Spiegel der Ehren des Erzhauses Oesterreich (Nürnberg 1668[WS 2]) S. 509, 510, 511. – Wurzbach (Constantin), Die Kirchen der Stadt Krakau. Eine Monographie (Wien 1853, 8°.) S. 9, Marg. 30; S. 10, Marg. 31 und 35; S. 51, Marg. 135; S. 54, Marg. 146 und 147; S. 258, Marg. 788.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Reinspruch.
  2. Vorlage: 1660.