BLKÖ:Karacs, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 10 (1863), ab Seite: 454. (Quelle)
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Karacs, Franz (Schriftstecher und Chartograph, geb. in Ungarn im Jahre 1769, gest. zu Pesth 14. April 1838). Er erlernte die Kunst des Schriftstechens; der erste seines Faches in Ungarn, arbeitete er und dieß mit Opfern zu einer Zeit, als die geographische Literatur in Ungarn noch sehr dürftig bestellt war. Nicht nur fremde Bestellungen führte er aus, sondern von dem Drange beseelt, eine fühlbare Lücke in der vaterländischen Literatur auszufüllen, begann er aus eigenem Antriebe 1813 den Stich einer großen Karte Ungarns, und wurde in seiner Arbeit von Ladislaus Grafen Teleki wesentlich unterstützt. Diese Karte – in 4 Blättern – zählt noch heute in Betreff der Ausführung wie der Genauigkeit zu den besten über Ungarn vorhandenen. Auch vollendete K. der Erste einen Atlas Europa’s in 24 Blättern und in ungarischer Sprache. Aus der Leichenrede des Andreas Kunoß erfuhr man aber, daß auch K. das Loos so vieler Strebenden, denen nicht bereits in der Wiege das Glück zugelächelt, nämlich das, mit Mangel und Theilnahmslosigkeit zu kämpfen, zugefallen war. Karacs war mit Eva Takacs vermält, welche zu ihrer Zeit an dem Tudóm. Gyujtemény, d. i. Wissenschaftliche Nachrichten, mitarbeitete. Die Tochter aus dieser Ehe, Therese Karacs, leitet ein Erziehungsinstitut zu Miskolcz, war aber früher auch als [455] novellistische Schriftstellerin thätig, und gab zwei Bände Novellen unter dem Titel: „Összes munkai“ (Miskolcz 1847, 8°.) heraus.

Ujabb kori ismeretek tára, d. i. Neues ungarisches Conversations-Lexikon (Pesth 1852, Heckenast, 8°.) Bd. IV, S. 583. – Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. Második, az elsőt kiegészitő kötet, d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Zweiter, den ersten ergänzender Theil (Pesth 1858, 8°.) S. 130. – Ungarns Männer der Zeit. Biografien und Karakteristiken hervorragendster Persönlichkeiten. Aus der Feder eines Unabhängigen (Prag 1862, A. G. Steinhauser, kl. 8°.) S. 186. [Vergleiche über dieses Buch die Quellen zu Horváth-Petrichevich von Széplak, Lazar (Bd. IX, S. 328).]