BLKÖ:Krauß, die Freiherren von, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 13 (1865), ab Seite: 149. (Quelle)
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Zur Genealogie der Freiherren von Krauß und gegenwärtiger Familienstand. Die Familie ist im 18. Jahrhunderte aus Bayern nach Oesterreich eingewandert, und zwar in der Person des Philipp Krauß, welcher in Lemberg die Stelle eines k. k. Staatsbuchhalters versah. Seine [150] Söhne sind: Karl, Philipp und Franz, und die beiden ältesten Karl und Philipp brachten zuerst die ritterliche, dann die Freiherrnwürde in die Familie, welche durch die Gnade Sr. Majestät auch auf die Kinder des dritten längst verstorbenen Bruders Franz übertragen wurde. I. Freiherr Karl war (seit 1829) mit Amalie Freiin von Oechsner (gest. 1. März 1837) vermält. Aus dieser Ehe stammen zwei Söhne: Karl (geb. 12. December 1834), Concipist im Staatsministerium, vermält (seit 16. Juni 1859) mit Anna geb. Freiin von Mayr (geb. 28. Mai 1841). Eine Tochter Marie (geb. 15. Juli 1861) ist eine Frucht dieser Ehe. Der zweite Sohn des Freiherrn Karl ist Heinrich (geb. 19. Februar 1837), auch in k. k. Staatsdiensten. – II. Freiherr Philipp [s. den Folg.] wurde am 25. Juli 1847 in den Freiherrnstand erhoben. Er war seit 1826 mit Constanze von Skarbek-Borowska (geb. 1803) vermält und stammt aus dieser Ehe nur ein Sohn Philipp (geb. 1830), gestorben in der Blüthe seiner Jahre am 12. März 1856. – III. Franz (geb. 30. October 1796, gest. 9. August 1842), gewesener Hofrath und galizischer Gefällen-Administrator. Franz hinterließ die Witwe Johanna Victoria geb. von Ostermann (geb. 8. März 1814), und stammen aus dieser Ehe drei Kinder: Franz[WS 1] (geb. 14. December 1842), Maria (geb. 28. März 1839) und Anna (geb. 25. Juli 1841). Vorgenannte Witwe mit ihren drei Kindern wurde von Sr. Majestät dem Kaiser Franz Joseph I. in Anerkennung der vorzüglichen Dienste weiland des gewesenen Hofrathes und galizischen Gefällen-Administrators Franz K., sowie in Rücksicht der dem Kaiserhause und dem Staate geleisteten ausgezeichneten treuen Dienste seiner beiden Brüder, des damaligen Justizministers Dr. Karl Freiherrn von Krauß und des Reichsrathes Philipp Freiherrn von Krauß, mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome August 1855 in den Freiherrnstand des österreichischen Kaiserstaates erhoben. – Wappen. Gevierteter Schild mit Herzschild. Herzschild: in Gold drei (zwei über einem) blondgelockte Engelsköpfe von natürlicher Farbe mit silbernen Flügeln. 1 und 4: in Blau auf grünem Dreihügel ein einwärtsgekehrter, golden gekrönter, bewehrter silberner Greif [bildet mit dem Herzschilde das Stammwappen]; 2 und 3: in Roth ein in Gestalt eines W eckig gezogener silberner Querbalken. Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf welcher sich drei gekrönte Turnierhelme erheben. Aus der Krone des rechten einwärts gestellten Helms wächst der silberne Greif von 1 und 4; aus dem mittleren in’s Visir gestellten Helme erhebt sich ein einwärtsgekehrter silbern geharnischter Mann mit goldenen Flügeln und erhobener rechter Hand, die Linke in die Seite gestemmt. Der Helm des Ritters ist golden gekrönt und das Visir herabgelassen; die Krone des linken, nach innen gestellten Helms trägt drei wallende Straußenfedern; eine silberne zwischen zwei rothen. Die Helmdecken sind rechts blau mit Silber, in der Mitte blau mit Gold, links roth mit Silber belegt. Die Schildhalter: Zwei wilde Männer von natürlicher Farbe, Haupt und Lenden mit Eichenlaub umgeben, beide auswärts sehend, der rechte das Schild mit der Linken, der linke es mit der Rechten fassend, und jeder mit der freien Hand eine gestürzte Keule haltend.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Franz von Krauß (Jurist) (Wikipedia).