BLKÖ:Lubomirski, Thaddäus Fürst

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 16 (1867), ab Seite: 117. (Quelle)
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19. Thaddäus Fürst L. (geb. 24. September 1826), ein Sohn des Fürsten Eugen (gest. 1834) aus dessen zweiter Ehe mit Clementine, einer gebornen Prinzessin Czetwertynska. Nach beendeten Studien machte er sich durch seine humanistischen Handlungen und seine schriftstellerischen Arbeiten, in welch’ letzteren er vornehmlich das Finanzwesen des alten Polens behandelte, bemerkbar. Besonders in den Jahren 1852 und 1855, als die Cholera im Lande wüthete, entwickelte er großen Eifer und Thätigkeit, um dem Weiterschreiten des Uebels, so weit es menschliche Kräfte vermögen, Einhalt zu thun. Er sorgte für gehörige Unterkunft der Erkrankten, für die nöthige Pflege und insbesondere der Armen die von ihr befallen wurden. Als Mitglied der allgemeinen Verwaltung der Wohlthätigkeitsanstalten bot sich ihm Gelegenheit dar, nach dieser Seite hin segensvoll zu wirken, so steuerte er ansehnliche Summen bei, sorgte für die Unterkunft und Pflege der Waisen, legte unentgeltliche Schulen an und veranlaßte die Herausgabe faßlicher Handwerksbücher, in welchen die Elemente der verschiedenen einzelnen Gewerbe in leicht faßlicher Weise dargestellt sind. Was seine schriftstellerische Thätigkeit anbelangt, so ist ein großer Theil seiner Arbeiten in der Biblioteka warszawska enthalten. Selbstständig gab er heraus: „Pawiętnik Teodora Jewłaszewskiego“, d. i. Tagebuch des Theodor Jewłaszewski (Warschau 1860); – „Opowiadania dla dzieci“, d. i. Erzählungen für Kinder (ebd. 1860), diese Kinderschrift ist eine Bearbeitung nach dem Französischen des Pater Carpentier; – „Juryzdykeyja patrimonijalna w Polsce“, d. i. Patrimonialgerichtsbarkeit in Polen (ebd. 1861); – „Rolnicza ludnosć w Polsce od XV. do XVI. wieku“, d. i. Die bäuerliche Bevölkerung in Polen im 15. u. 16. Jahrhunderte (ebd. 1862) und „Kodex diplomatyczny księstwa mazowieckigo“, d. i. Diplomatischer Codex des Fürstenthums Masovien (ebd. 1863, 4°.). –