BLKÖ:Schofka, Franz Octavius

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schohai, Franz
Band: 31 (1876), ab Seite: 200. (Quelle)
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Schofka, Franz Octavius (Naturforscher, geb. 5. April 1811). Er trat in jungen Jahren in den Orden der frommen Schulen, in welchem er seine eigenen Studien beendete und dann viele Jahre hindurch an verschiedenen Gymnasien, Real- und Hauptschulen seines Ordens, zuletzt als Professor der Mathematik und Physik am Obergymnasium zu Nikolsburg thätig war. Wegen fortdauernder Kränklichkeit hatte sich S. im Herbste 1864 zurückgezogen und hegte anfänglich die Absicht, seine Tage in einem Kloster in Wien zu verleben, um durch die Benützung der Sternwarte seine auf astronomische Studien gegründeten Witterungs-Prophezeiungen, durch welch letztere eben sein Name so populär und in den letzten Jahren oft genannt wurde, zu vervollkommnen. Bald darauf meldeten aber die öffentlichen Blätter, Schofka habe in Folge seiner Versetzung in den Ruhestand seinen Aufenthalt in Brünn genommen und sich in den Convent der barmherzigen Brüder daselbst zurückgezogen. Wie schon bemerkt, kam Schofka’s Name durch seine Wetter-Prophezeiungen in aller Leute Mund und erhielt sich in demselben, da seine Vorausbestimmungen mit dem Wetter in vielen Fällen zusammentrafen. Auch sonst noch bekundete S. seine wissenschaftliche Thätigkeit durch mannigfache Arbeiten, deren größerer Theil in der „Encyklopädischen Zeitschrift des Gewerbewesens“, welche er in den Jahren 1841–1848 mitredigirte, enthalten ist. Sonst veröffentlichte er nur noch folgende Aufsätze, in Holger’s „Zeitschrift für Physik“, im I. Bande des Jahrganges 1840: „Ueber die Zusammenziehung des Wasser- und Gasstrahls“, und in den Sitzungsberichten der mathem.-naturw. Classe der (Wiener) kaiserlichen Akademie der Wissenschaften: „Ueber einige Lichtmeteore“.

Poggendorff (J. C.), Biographisch-literarisches Handwörterbuch zur Geschichte der exacten Wissenschaften (Leipzig 1859, J. Ambr. Barth, Lex. 8°.) Bd. II, Sp. 834. – Fremden-Blatt. Von Gustav Heine (Wien, 4°.) 1864, Nr. 281 u. 298: „Der Wetterprophet Schofka“.