BLKÖ:Siemianowski, Franz Xaver Ritter von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
<<<Vorheriger
Siejkowski, Michael
Nächster>>>
Siemiński, Lucian
Band: 34 (1877), ab Seite: 256. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: [1], SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Siemianowski, Franz Xaver Ritter von|34|256|}}

Siemianowski, Franz Xaver Ritter von (Maler, geb. in Galizien im Jahre 1811, gest. zu Lemberg 8. Jänner 1853). Franz Xaver und sein Bruder Maximilian traten beide nach beendeten juridischen Studien in den kaiserlichen Staatsdienst und bekleidete Franz Xaver, zur Zeit als er starb, die Stelle eines k. k. Bezirkscommissärs. Die Brüder waren beide geschickte Aquarellmaler und haben in der Jahres-Ausstellung 1838 in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna eine Reihe von Aquarellen mit Ansichten aus Niederösterreich, dem Salzkammergut und Steiermark ausgestellt, als deren Maler beide Brüder gemeinschaftlich bezeichnet waren. Die ausgestellten Aquarelle stellten dar: eine „Ansicht des inneren Schlosshofes der Ruine Aggstein und des Donauthales“; – „Aussicht aus den Ruinen von Dürnstein“; – „Ansicht des Hallstädter-Sees“; – „Ansicht von Salzburg“; – „Ansicht eines Theiles von Krems nebst Stein und Mautern“; – „Aussicht von der Höhe von Scheibenhof über die Ruine Dürnstein, in der Ferne die österreichisch-steierischen Gebirge“; – „Parthie von Hallstadt“. Seit dieser Zeit haben die Brüder nicht ausgestellt. Im Jahre 1853 starb Franz Xaver zu Lemberg im Alter von 42 Jahren und sein Bruder Maximilian brachte die Nachricht von dem Ableben seines „innigstgeliebten Bruders“ selbst zur öffentlichen Kenntniß. Maximilian war damals k. k. Ministerialconcipist. Im Jahre 1860 befand er sich als Comitatsvorstand zu Leutschau in Ungarn und war zugleich Conservator für Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale für die Zips. Ob er noch lebt oder bereits seinem Bruder nachgefolgt, ist nicht bekannt; die Staatshandbücher weisen ihn nicht mehr als im Dienste stehend nach.

Kataloge der Jahres-Ausstellungen in der [257] k. k. Akademie der bildenden Künste zu St. Anna in Wien (8°.) 1838, S. 8 und 9, Nr. 132, 133, 137, 140, 141, 153 und 157.