BLKÖ:Skop, Georg Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Skopalik, Franz
Band: 35 (1877), ab Seite: 76. (Quelle)
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Skop, Georg Karl (polnischer Bauer, lateinischer Poet, geb. zu Podhorce im Zloczower Kreise Galiziens im Jahre 1694, gest. ebd. im J. 1778). Der Ort, in welchem Skop geboren wurde, ist durch manche geschichtliche Erinnerungen [77] geeignet, die empfängliche Phantasie eines jungen Mannes zu erregen. Nicht nur, daß die Lage selbst eine reizende ist: das historisch denkwürdige Schloß mit dem Marmortische, auf welchem Johann Sobieski getauft worden, gewährt eine Fernsicht mit einem Ueberblick auf mehr als 200 Dörfer; auch eine nach der Art der Peterskirche in Rom erbaute Capelle und ein von Helene Großfürstin von Kiew im Jahre 1180 gegründetes, unweit im Walde gelegenes Basilianer-Kloster, alles dieses zusammen weckt den Geist und nährt die Phantasie. Skop, ein Bauernkind, verlebte die Jugend daselbst und kam dann durch zufällige Verhältnisse in noch jungen Jahren nach England, wo er eigentlich seine Studien beendete und sich eine höhere Bildung aneignete. Von England begab er sich nach Schweden, diente dort längere Zeit beim Kriegsvolk und wurde zuletzt Rottenmeister bei den Fußtruppen. Nach manchen abenteuerlichen Fahrten kehrte er in sein Vaterland zurück, wurde wieder Bauer, was er vor seiner Abfahrt gewesen, und beschäftigte sich in seinem Podhorce, welches damals eine Besitzung der fürstlichen Familie Jablonowski war, mit ländlichen Arbeiten und mit Dichtungen in lateinischer Sprache, welche seinen Namen in der ganzen Umgebung bekannt machten. Sie erschienen gesammelt unter, dem Titel: „Podhorecensia seu fragmenta varia“ (Lemberg 1754, 4°.) und sind von dem Dichter, seinem damaligen Gutsherrn, dem Fürsten Joseph Jablonowski, Truchseß von Lithauen, zugeeignet. Es sind meist epische Gedichte über die Könige von Polen, von Lech beginnend bis auf König August III., dann epigrammatische und Gelegenheits-Gedichte, letztere meist seinen Geburtsort Podhorce betreffend. Skop wurde 84 Jahre alt.

Juszyński[WS 1] (Hieronym. K. M.), Dykcyonarz[WS 2] poetów polskich, d. i. Lexikon polnischer Poeten (Krakau 1825, J. Matecki, 8°.) Bd. II, S. 184.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Jaszyński.
  2. Vorlage: Dykcyonar. Korrigiert nach Michał Hieronim Juszyński (Wikipedia, polnisch).