BLKÖ:Szabó, Emerich (Honvéd)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Szabó, Georg
Band: 41 (1880), ab Seite: 118. (Quelle)
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9. Emerich Szabó (geb. im Jahre 1820, gest. in London im Mai 1865). Aus der ungarischen Familie Szabó de Kis-Geresd. Emerich begann die militärische Laufbahn in der vormaligen ungarischen Leibgarde, in welcher er 1848 als Garde und Unterlieutenant zugleich mit Görgey und Klapka diente. Nach Ausbruch der Revolution trat er auch in die Reihen der Honvéd-Armee ein. Bald wurde er Oberst, dann Staatssecretär und Kriegsminister ad interim. Zur Zeit der Erhebung begab er sich mit einer Mission ins Ausland, wie man sagte, um Bundesgenossen für die Revolution zu gewinnen, befand sich aber im Jahre 1849 schon wieder in der Heimat und machte den Krieg mit bis zur Waffenstreckung von Világos. Als Görgey die Capitulation abschloß, ward es Szabó gestattet, diesen nach Großwardein zu geleiten, wo es ihm gelang – man erzählt sich, mit Hilfe der Russen – ins Ausland zu flüchten. Er sollte die Heimat nicht wiedersehen. Er lebte in London. Im Jahre 1856 unternahm er eine Badereise nach Deutschland. Als er sich unterwegs in Frankfurt am Main aufhielt, wurde er von einigen kaiserlichen Officieren im Theater erkannt, in Folge dessen verhaftet, aber auf Requisition des englischen Gesandten von den dortigen Behörden sofort wieder freigegeben. Bei Ausbruch des Krieges im Jahre 1859 begab er sich auf den italienischen Kriegsschauplatz, kehrte aber nach Beendigung des Feldzuges wieder nach England zurück. 1864 lebte er als Kohlenhändler in London, doch schon 1865 starb er, erst 45 Jahre alt. [Neue Freie Presse, 1865, Nr. 275, in den „Personal-Nachrichten“.] –