BLKÖ:Teutsch, Traugott

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Teutsch, Andreas
Band: 44 (1882), ab Seite: 93. (Quelle)
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Teutsch, Traugott (Schriftsteller, geb. zu Kronstadt am 12. October 1829). Der Sohn des Pfarrers Samuel Teutsch (gest. 1862) zu Zeiden in Siebenbürgen, besuchte er das Gymnasium dieses Ortes. Nachdem er an den Hochschulen zu Berlin (1851), Tübingen (1851–1853) und Jena (1853 und [94] 1854) studirt hatte, wirkte er in seiner Heimat zunächst als Lehrer in Wolkendorf, dann als solcher an der Obervorstädter Armenschute zu Kronstadt, wo er als Director der Mädchenschule im Juli 1870 aus Gesundheitsrücksichten seinem Berufe von freien Stücken entsagend, sich ganz ins Privatleben zurückzog. Als sich einige Lehrer seiner Vaterstadt zur Abhaltung populärer Vorträge im großen Auditorium des Gymnasiums daselbst vereinigten, deren Eintrittspreis zur Begründung eines Fondes für die eines Neubaues bedürfenden evangelischen Mädchenschulen dienen sollte, betheiligte sich auch Teutsch mit einem Vortrag, dem unten erwähnten „Zwiegespräch….“, welcher die Bildung eines Comités zur Folge hatte, das sich zu obengedachtem Zwecke mit einem Aufrufe zu freiwilligen Beiträgen an die Kronstädter evangelische Gemeinde wendete. Die schriftstellerische Thätigkeit des in Rede Stehenden beschränkt sich auf folgende Arbeiten: „Siebenbürgische Erzählungen. Die Bürger von Kronstadt. Historisches Gemälde aus dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts. Erster (und einziger) Band“ (Kronstadt 1865, Jos. Gött, 8°.), eine Recension dieses Romans hatte geschichtliche Aufklärungen nicht unwichtigen Inhalts von Seite des Literarhistorikers Trausch zur Folge, welche in dessen „Druckblättern“ S. 393 und 394 nachzulesen sind; – „Ein sächsischer Pfarrhof vor hundert Jahren. Roman von T. T.“, abgedruckt im Feuilleton der „Siebenbürgischen Blätter“ vom 18. October 1867, Nr. 158, bis 7. Februar 1868, Nr. 31; – „Ein Zwiegespräch zwischen Zinne und Kathedralkirche“ (Kronstadt 1869, Joh. Gött und Sohn, 8°.), ein Vortrag, der zum Besten des oben erwähnten humanitären Zweckes gehalten wurde; auch gab Teutsch mehrere Jahre lang den bei Rainer und und Kamner erschienenen Kalender: „Der Burzenländer Gevattersmann“, später aber den bei Joh. Gött und Sohn erscheinenden sogenannten „Kleinen Kalender“ heraus.