BLKÖ:Thieß, Karl

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 44 (1882), ab Seite: 232. (Quelle)
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Thieß, Karl (Geschichtsschreiber, geb. in Kronstadt am 21. Jänner 1813). In seinem Vaterlande wissenschaftlich vorgebildet, begab er sich 1837 nach Berlin, wo er an der Hochschule bis 1839 den Studien oblag. Nach seiner Heimkehr wurde er im August 1843 öffentlicher Lehrer am Untergymnasium in Kronstadt, nach sechzehnjähriger Thätigkeit in dieser Stellung im Jahre 1859 Prediger an der Stadtkirche daselbst und im November 1862 Prediger bei der Blumenauer evangelisch-sächsischen Kirche. Ueber die Begebenheiten der Bewegungsjahre 1848 und 1849 in seiner Heimat hat er als Augenzeuge Buch geführt und das Resultat seiner Aufzeichnungen in folgendem Werke herausgegeben: „Geschichtliche Bemerkungen in den Revolutionsjahren 1848 und 1849 mit vorzüglicher Berücksichtigung der Stadt Kronstadt und theilweise von Siebenbürgen. In chronologischer Reihenfolge aufgezeichnet“ (Kronstadt 1851, Joh. Gött, 8°., II und 148 S.). Die Hälfte des Reinertrags dieser Schrift widmete der Verfasser dem Radetzky-, Welden-, Jelačić-, Haynau- und Latour-Invalidenfonde, die andere Hälfte gleichfalls einem wohlthätigen Zwecke.

Trausch (Joseph). Schriftsteller-Lexikon oder biographisch-literarische Blätter der Siebenbürger Deutschen (Kronstadt 1871, Joh. Gött und Sohn, gr. 8°.) Bd. III, S. 397.