BLKÖ:Trunk, Johann Jacob

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 47 (1883), ab Seite: 262. (Quelle)
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Trunk, Johann Jacob (Forstmann, Ort und Jahr seiner Geburt wie seines Todes unbekannt, lebte in der zweiten Hälfte des achtzehnten und zu Beginn des laufenden Jahrhunderts). Er war erst öffentlicher Lehrer der deutschen Literatur und Geschichte am fürstbischöflichen Gymnasium zu Worms, dann Stadtgerichts-Secretär zu Mainz und kurmainzischer Oberbeamter zu Amorbach im Odenwalde, nachher des kaiserlichen Reichskammergerichts wirklicher Advocat zu Wetzlar und seit 1787 k. k. Oberforstmeister (und nicht, wie in Meusel’s „gelehrtem Deutschland“ 4. Aufl., 3. Nachtrag S. 367 zu lesen steht: Oberhofmeister) im österreichischen Schwaben und Lehrer der Forstwissenschaft auf der vorderösterreichischen Universität zu Freyburg. Als Fachschriftsteller mannigfach thätig, gab er folgende Werke in Druck: „Triga exercitationum in jus ecclesiasticum, publicum et privatum“ (Wetzlar 1782, 4°.); – „Meditatio seu lectio cursoria de imperio principis in rebus ecclesiae disciplinaribus“ (ebd. 1782, 4°.); – „Jus Caesaris in dissensu trium collegiorum in comitiis…“ (ebd. 1785, Winkler, 4°.); – „Rechtliche Prüfung der kurkölnischen Appellationsprivilegien und der dabey erforderlichen Feyerlichkeiten in Rücksicht der bei dem kais. Reichs-Kammergerichte anhängigen Appellationsprocesse“ (ebd. 1785); – „Neues vollständiges Forstlehrbuch oder systematische Grundsätze des Forstrechts, der Forstpolizei und Forstökonomie, sowohl im Allgemeinen als insbesondere über jede teutsche merkwürdige Holzpflanze u. s. w.“ (Freyburg 1788, gr. 8°.); – „Praktische Forsttabellen, oder Muster von Waldungsregistern, [263] Forsteinsetzungsprotokollen, Waldabschätzungen, Zuwachsberechnungen, Eintheilungen in Schläge u. s. w.“ (Frankfurt a. M. 1789, Fol., 2. Aufl. Heidelberg 1808); – „Die vortheilhafteste Art, die Laubwaldungen zu behandeln“ (Frankfurt a. M. 1790, Simon, 8°.); – „Die vortheilhafteste Art, die Laubwaldungen zu behandeln oder forstwisscnschaftliches Gutachten über die Behandlung und Schlageintheilung der Reichsfr. von Freyberg’schen Waldungen zu Raunau an der Kammel bei Grumbach unweit Günzburg an der Donau in Schwaben“ (1790, 8°.); – „Systematisch praktischer Forstkatechismus oder die wesentlichsten Lehren und Anfangsgründe der Forstwissenschaft“ (Frankfurt a M. 1799, 8°.); – „Neuer Plan der allgemeinen Revolution in der bisherigen Forstökonomieverwaltung“ (ebd. 1812, gr. 8°.); – „Von den Vortheilen des Tabakbaues in Deutschland und Frankreich“ (ebd. 1803, Simon, 8°.). Trunk galt in Süddeutschland seinerzeit als Autorität in Forstsachen, daher auch der königliche geheime Regierungsrath und Professor an der königlich preußischen Forstlehranstalt Dr. J. T. C. Ratzeburg in seinem „Forstwissenschaftlichen Schriftsteller-Lexikon“ (Berlin 1872, gr. 4°.) von ihm weiter keine Notiz nimmt.