BLKÖ:Ulanowski, Leon

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 48 (1883), ab Seite: 286. (Quelle)
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Ulanowski, Leon (Dominicanermönch, geb. zu Dubieck 1799, gest. 30. Juni 1857). Er trat zu Lemberg in den Dominicanerorden, in welchem er die theologischen Studien beendete und 1828 die Priesterweihe erlangte. Schon zwei Jahre später zum Prior von Potok ernannt, wurde er 1834 als solcher in das Kloster zu Lemberg berufen, wo er nach einiger Zeit den Titel eines Generalkirchenredners erhielt. Am 22. Juli 1845 wurde er auf dem Capitel in Lemberg zum Provincial gewählt, und da er sich [287] in dieser Stellung das Vertrauen seiner Klosterbrüder zu erwerben verstand, so fiel die Wahl zu dieser Würde auch 1852 und 1855 auf ihn. Ulanowski hat folgende Schriften herausgegeben: „Wiadomość historyczna w krótkości skreślona o cudownym obrazie matki bozkiej przez św. Łukasza ewangelistę malowanym w kościele Bożego ciała ww. XX. Dominikanów we Lwowie“, d. i. Historische und kurzgefaßte Nachricht von dem wunderthätigen, von dem Evangelisten Lucas gemalten Muttergottesbilde in der Kirche zum heiligen Leichnam Christi der PP. Dominicaner in Lemberg (Lemberg 1850, Poręba, kl. 8°.; zweite Aufl. ebd. im nämlichen Jahre); erschien anläßlich der hundertjährigen Gedächtnißfeier der Krönung dieses Bildes; – „Obraz Najświętszey Maryi Panny Matki Boskiej przez św. Łukasza ewangelistę malowany w kościele Bożego Ciała ww. XX. Dominikanów we Lwowie łaskamy i cudami słynacy“, d. i. Bildniß der allerheiligsten Maria Mutter Gottes, gemalt von dem Evangelisten Lucas in der Kirche zum Leichnam Christi bei den PP. Dominicanern in Lemberg, berühmt seiner Gnaden und Wunder wegen (ebd. 1853, Ossoliński’sche Druckerei, 8°.); – „Kolęda dla pobożnych i ufnych w Bogu chreścian“, d. i. Kolende für fromme und auf Gott vertrauende Christen (Lemberg 1854, Ossoliński’sche Druckerei, 8°.); – „Compendium evangeliorum in publicis solennissimis processionibus etc. etc. observari solitorum cum indulgentiis concessis a s. Sede apostolica etc.“ (Leopoli 1855, F. Poremba, 4°.). Gelegentlich der dritten Wahl Ulanowski’s zum Provincial beschloß das Ordenscapitel, daß eine Geschichte des Dominicanerordens in Polen seit seinem Beginne bis auf unsere Tage niedergeschrieben werde.

Barącz (Sadok[WS 1]). Rys dziejów zakonu kaznodziejskiego w Polsce, d. i. Geschichte des Dominicanerordens in Polen (Lemberg 1861, Maniecki, 8°.) Bd. I, S. 362, Nr. 62 und S. 363, Nr. 64; Bd. II, S. 270.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Sakok.