BLKÖ:Widmann, Christian

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
korrigiert
Band: 55 (1887), ab Seite: 250. (Quelle)
[[| bei Wikisource]]
in der Wikipedia
GND-Eintrag: 1047267233, SeeAlso
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für Wikipedia 
* {{BLKÖ|Widmann, Christian|55|250|}}

Widmann, Christian (Organist und Tonsetzer, geb. zu St. Pölten 1727, gest. im Stifte Seitenstetten am 21. Mai 1788). Er kam, da er eine gute Stimme besaß, zunächst als Sängerknabe in das Stift seines Geburtsortes. Um 1760 erhielt er die Organisten- und Schullehrerstelle im Stifte Seitenstetten, wo er bis zu seinem Tode blieb. Gründlich musicalisch gebildet, verstand er den Generalbaß und componirte Mehreres für die Kirche, an der er diente. Nach einem Verzeichniß seiner Compositionen, welches P. Karl Stadler, Musikdirector im Stifte Seitenstetten, 1828 angefertigt, reichen seine Compositionen bis 1748, also bis zu seinem 21. Jahre, zurück, und gehen bis 1786, also zwei Jahre vor seinem Tode. Sie bestehen aus 12 Messen, 5 Offertorien, 3 Gradualen, 6 Alma mater, 2 Ave Regina, 1 Salve, 1 Libera, 1 Laudate, 2 Regina coeli, 4 Vespern, 1 Magnificat, 2 Te Deum, 2 Veni S. Spiritus, 1 Tenebrae, sämmtlich auf 4 Stimmen, theils mit nur 2 Violinen, theils mit 2 Violinen und Begleitung einiger Blasinstrumente; 1 Sequenz für 2 Chöre mit 2 Violinen und 2 Blasinstrumenten; und 1 Oratorium: „Der sterbende Fromme“, zur Secundizfeier eines Priesters. Widmann’s Compositionen werden im Musikarchiv des Stiftes Seitenstetten aufbewahrt.

Nach einer im Archiv des Wiener Conservatoriums befindlichen handschriftlichen Aufzeichnung.