Benutzer:Konrad Stein/CPEB

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es sich von selbsten, daß man wegen der Folge die Finger so eintheilt, daß man just damit auskömmt, ohne allezeit verbunden zu seyn, denselben Finger eben auf die Taste zu setzen und keinen andern.

 §. 30.  Bey Tab. I. Fig. I.[WS 1] ist uns die Scala C dur im Aufsteigen vorgemahlt. Wir sehen hierbey drey Arten von Finger-Setzung für jede Hand. Keine davon ist verwerflich, ohngeachtet die mit dem Ueberschlagen des dritten Fingers über den vierten in der rechten Hand und in der lincken des zweyten Fingers über den Daumen, und die, allwo der Daumen in F wieder eingesetzet wird, vielleicht gewöhnlicher seyn mögen als die dritte Art. In wie fern jede gut zu brauchen ist, sehen wir aus den Exempeln bey Fig. II.[WS 2]

 §. 31.  Fig. III. Bach Versuch test.pdf[WS 3] zeigt uns C dur im Absteigen. Es finden sich hier abermals drey Arten von Applicatur, welche alle drey gut seyn können in gewissen Absichten, wie wir aus den unter Fig. IV. angeführten Exempeln sehen, ob schon ausser diesen Fällen, wobey sie so und nicht anders seyn müssen, eine mehr üblich seyn kan wie die andere.

 §. 32.  Wir lernen hierbey aus den unter Fig. II. und IV. befindlichen Exempeln, daß ausser der Nothwendigkeit beständig auf die Folge zu sehen, der kleine Finger allezeit gleichsam zum Hinterhalt in gehenden Passagien bleibt und hierbey nicht eher gebraucht wird, als entweder im Anfange, oder wenn derselben Umfang just mit ihm zu Ende gehet; dieses verstehet sich gleichfalls bey den Scalen, wo er manchmahl drüber steht. Ausser diesem Falle nimmt man dafür den Daumen. Um wegen dieses kleinen Fingers keine Verwirrung anzurichten, habe ich die Scalen bis über die Octave verlängert, damit man die Folge desto deutlicher sehen könne.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Fig. III.: Bach Versuch test.pdf
  2. Fig. III.: Bach Versuch test.pdf
  3. Fig. III.]]: Bach Versuch test.pdfBach Versuch test.pdf