Beschreibung des Oberamts Eßlingen/Kapitel A 2

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II. Natürliche Beschaffenheit.


1. Gebirge, Berge und Aussichten.
Ein Gebirge im eigentlichen Sinn ist nicht vorhanden. Das Neckarthal, welches den Bezirk der Länge nach durchzieht, ist zu beiden Seiten von Höhenzügen begleitet, die 3–500 P. F. über die Mittelhöhe der Thalsohle (750’) emporsteigen. Die Höhe zur Linken des Thals ist das südöstlich sich absenkende Filderplateau (zwischen Ruith und Nellingen 1250’, bei Köngen 900’), dessen Abfall gegen das Thal, oberhalb bei Köngen niedrig und sanft, unterhalb Deizisau höher und steiler wird. Eßlingen gegenüber| heißt dieser Abhang die Blienshalde, und zwar theilt sich diese in den Eisberg (gegen Berkheim) und den Zollberg (gegen Nellingen). Mehr terrassenförmig und zu einer bedeutendern Erhebung steigt der Höhenzug rechts vom Fils- und Neckarthal hinan, dessen Fläche zum Schurwald gehört (s. vorhin), und dessen höchster Punkt im diesseitigen Bezirk beim Eßlinger Jägerhaus (1458’) zugleich für den höchsten im Oberamt überhaupt anzusehen ist. Besonders hervorragende Kuppen hat der ziemlich geradlinige Höhenzug des Schurwalds so wenig als die Filderfläche; dagegen werden durch zahlreiche und zum Theil tiefe Einschnitte in den Südabhang einzelne Vorsprünge und Bergparthien gebildet, deren Gehänge sanft gerundet oder gewellt sind und der Gegend einen höchst anmuthigen Charakter voller Abwechslung und Mannichfaltigkeit gewähren. Es sind der vortheilhaften Punkte sehr viele, von welchen sich der reizendste Rundblick über die ganze ungemein reiche Kultur der Umgebung und treffliche Aussichten in weitere Fernen darbieten, z. B. die Katharinenlinde an der Oberamtsgrenze gegen Uhlbach (s. Ortsbeschr. bei Rüdern), die Ebershalde und Höhe von St. Bernhard nördlich oberhalb Eßlingen, das Jägerhaus bei Liebersbronn. Einen ausgezeichnet schönen Punkt trifft man an der Straße von Plochingen nach Schorndorf beim Wernershof; an wenigen Stellen im Lande stellt sich ein so vollständiges Alppanorama von den Lochen und Hohenzollern bis Hohenstaufen dar, wo zugleich das Gebirge so in die Nähe träte. Den imposanten Mittelpunkt bildet der Teckberg; im Vordergrund hat man die merkwürdige Krümmung des Neckarthals, zur Linken das stillere, ernstere Filsthal. Auch auf der Filderseite öffnen sich sehr schöne Aussichten, namentlich auf dem Wege zwischen Nellingen und Berkheim, und ganz besonders auf dem Burgfeld bei Köngen, wo sich dem Auge das angenehme Lauterthal erschließt. Aber an malerischer Schönheit, wenn auch nicht an Ausdehnung, gebührt der Aussicht von der Warte auf dem Ölberg bei Rüdern (s. Ortsb.) vor allen| übrigen im Neckarthal der Vorzug. Sie erregt die freudige Bewunderung aller Fremden. – Die seltenen Reize der Gegend preist schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Eßlinger Meistersänger, bekannt unter dem Namen „der Schuolmaister von Eßlingen,“ dessen unten bei der Geschichte der Stadt gedacht werden wird.[1]


2. Thäler.
Das Neckarthal durchzieht den Oberamtsbezirk in einer Länge von 5 geom. Stunden, und zwar bis Plochingen in nordöstlicher, von da in west-nordwestlicher Richtung; in ersterer ist es durchschnittlich nicht über 1/8 Stunde breit und von ziemlich niedrigen Hängen begleitet; in letzterer wechselt seine Breite zwischen 2/8 und 3/8 St. und die Halden werden je weiter abwärts, desto höher und links desto steiler. Diese Thalstrecke von Plochingen an gehört zu den freundlichsten, schönsten und best kultivirten des Landes. Die Thalfläche ist trocken, nirgends moorig, und besteht größtentheils aus Wiesen, weiter abwärts auch aus Acker- und Gartenland. Die Hängen zur Rechten sind mit Reben und Obstbäumen bepflanzt, zur Linken wechseln Obstgärten| mit Waldungen, das Thal ist durch die sehr frequente Landstraße nach Ulm, und durch zahlreiche Ortschaften belebt, welche theils im Thal selbst liegen, theils sich an den Abhängen hinan ziehen; dahin gehören Köngen, Pfauhausen, Plochingen, Deizisau, Altbach, Zell, Sirnau, Ober-Eßlingen, Eßlingen, Weil und Mettingen.

Von den Seitenthälern sind zu nennen:

a. auf der rechten Seite:

Das Lauterthal. Es gehört dem Oberamt Kirchheim an, und tritt bei Bodelshofen in den diesseitigen Bezirk ein, verliert sich aber gleich unterhalb Wendlingen ins Neckarthal. Es ist ein angenehmes, wohlbewässertes Wiesenthal mit sanft ansteigendem Ackergelände zu beiden Seiten.

Das Steinbacher Thal kommt ebenfalls aus dem OA. Kirchheim von Stotzingen her, wo es den Namen Stubenthal führt; es hat eine sehr schmale Sohle und flache Wandungen, die kurz vor seiner Ausmündung bei Pfauhausen ganz zusammentreten und nur eine Rinne für den Bach übrig lassen. Steinbach liegt in diesem Thälchen.

Das Filsthal gehört unserem Bezirk nur auf eine Strecke von 3/4 St. an; es hat sehr guten Wiesengrund, ist aber häufigen Überschwemmungen ausgesetzt. In dieses Thal mündet, jedoch noch außerhalb des Bezirks, das enge, waldige Schachenthal, welches vom Schurwald herabkommt, und in welchem auf eine Strecke von einer Stunde die Oberamtsgrenze gegen Schorndorf und Göppingen fortläuft. Es ist vom Litzelbach bewässert. Der Katzenloh oder Schlierbach ist eine Waldschlucht, welche bei Altbach ausmündet. Die Thalzinken des Alt- und Zellerbachs sind unbedeutendere Einschnitte; ebenso das Thälchen des Zimmerbachs bei Ober-Eßlingen mit seinen verschiedenen Verzweigungen. Das Hainbach-Thal (gewöhnlich nur der Hainbach genannt) anfänglich eine tief eingerissene waldige Schlucht bei Uhlbach, senkt sich in einer dem Neckarthale gerade entgegengesetzten Richtung südostwärts, hat eine sehr schmale Thalsohle und hohe, steile| Hängen, die vom Oberthal an zur Linken mit Obstwaldungen, zur Rechten mit den schönsten Weinpflanzungen prangen. Mitten in dem abgeschiedenen romantischen Thälchen, welches bei Ober-Eßlingen ins Neckarthal heraustritt, liegt Wäldenbronn und die Wasserheilanstalt Kennenburg. Seine Länge beträgt nicht ganz zwei Stunden. Das Sulzgriesthälchen entsteht aus der Vereinigung einiger Zinken unterhalb der Katharinenlinde, und zieht sich enge und tief gefurcht nach Eßlingen herab, wo die Vorstadt Beutau in demselben liegt. Es ist die Rinne des Beutenbachs. Von dem Gucken- (oder Uhlbacher)Thal gehört nur das linke Gehänge auf eine ganz kurze Strecke hieher.
b. Auf der linken Seite:

Das Kerschthal. Es tritt bei der Wörnitzhauser Mühle aus dem Stuttgarter in den diesseitigen Bezirk ein, welchen es auf eine Strecke von 2 Stunden durchfurcht. Anfänglich enge und von ziemlich hohen Halden begleitet, erweitert es sich etwas unterhalb Denkendorf, nimmt eine dem oberen Lauf des Neckars parallele nordöstliche Richtung an, erhält flachere und niedrigere Hängen, die zu beiden Seiten bewaldet sind, während üppiger Wieswachs die Thalsohle bedeckt, und mündet zwischen Deizisau und Sirnau. Es ist ein ziemlich einsames und stilles Thal, da Denkendorf der einzige Ort ist, der in demselben liegt. Von der rechten Seite tritt bei Denkendorf das Sulzbachthal ein, das zwischen diesem Ort und Neuhausen eng und zur rechten bewaldet ist, auch guten Wiesengrund hat, oberhalb Neuhausen aber in mehrere flache Mulden ausläuft; ein kleines Seitenthälchen desselben ist das obere Thal aus dem Wald gegen Wolfschlugen. Auf der linken Seite streichen aus dem Kerschthal einige kleinere Einschnitte nach der Filderhöhe zwischen Ruith, Nellingen und Denkendorf hinauf.

Von Berkheim nach der Hammerschmiede zieht sich ein Thälchen oder vielmehr eine Klinge herab, von Regenbächen ausgewaschen. Ein Thalzinken bei Weil und das| bewaldete rechte Thalgehänge des Katzenbachs unterhalb Heumaden gehört nur zu einem kleinen Theil hieher.

Endlich nehmen hier die nach der Rems hinabziehenden Thäler des Schweizerbachs und Haldenbachs ersteres unter dem Namen Gunzenbach bei Aichschies mit einer Menge kleiner Seiten-Einschnitte, letzteres als eine waldige Schlucht, der Nordgrenze des Oberamts entlang, ihren Anfang.

Ebenen finden sich im Bezirke nicht, indem auch auf der Filderfläche Erhebungen und Senkungen vielfältig abwechseln. – Höhlen und Erdfälle sind nicht bekannt.


3. Erhebung, einzelne hohe Punkte und Höhebestimmungen.

Der höchste Punkt des Bezirks ist die Schurwaldhöhe bei dem Eßlinger Jägerhaus (nach Schüblers barom. Messung 1458 P. F. s. Württ. Jahrb. 1832, S. 239); diesem sehr nahe kommen die Katharinenlinde mit 1443, und ein Punkt im Eßlinger Spitalwald zwischen Plochingen und Hohengehren mit 1449 P. F. über dem Mittelmeer (ebendas. S. 238). Beträchtlich niedriger ist die Filderfläche, deren höchste Punkte zwischen Ruith und Nellingen und zwischen Neuhausen und Wolfschlugen nicht über 1250’ ansteigen. Der niedrigste Punkt des Bezirks ist der Neckarspiegel auf der Oberamtsgrenze bei Ober-Türkheim mit 695’. So ergibt sich als Mittelhöhe des Oberamts 1076,5’, während die mittlere Höhe des ganzen Landes 399,5 mehr beträgt.

Trigonometrische Bestimmungen hat man von folgenden Punkten (Beschr. v. Württ., S. 833): Katharinenlinde s. o., Deizisau, Kirchth. Dachtraufe 870,5. Eßlingen, Frauenkirchth. Knopf 983,8. Erdfläche an der Fr. Kirche 772,6. Erdfläche an der Dionys. Kirche 743,0. Niveau des Neckars unter der Brücke 715,2. Köngen, Erdfl. am Kirchth. 856,4. Niveau des Neckars unter der Brücke 789,0. Mettingen, Erdfl. an der Kirche 717,0. Neuhausen, Erdfl. an der Kirche 1029,7. Nellingen, Kirchthurmknopf 1154,0. Erdfl.| an der Kirche 1067,6. Plochingen, Kirchthurmknopf 942,3. Erdfl. an der ehem. Post 765,5. Filseinfluß 758,0. Wendlingen, Erdfl. an der Kirche 859,0. Weil, Erdfl. am K. Pavillon 729,4. Zell, Kirchth. Dachtr. 862,5 P. F.

Weitere (barometrische) Bestimmungen s. Württ. Jahrb. a. a. O.


4. Gewässer.

Der Flächeninhalt sämmtlicher Gewässer, d. h. der Flüsse und Bäche, Seen und Weiher, beträgt (ohne die Kies- und Sandbänke) 6832/8 Morgen, davon nur 97/8 M. auf Seen und Weiher kommen.

a. Quellen.

Der Bezirk ist im Ganzen ziemlich quellenreich; es fehlt keinem der Wohnorte an gutem Brunnenwasser, einige haben daran Überfluß. Die reichsten Quellen sind die Wäldenbronner und die vereinigten Kennenburger Quellen. Die letzteren (Eigenthum der Heilanstalt-Actionärs) übertreffen an Reinheit noch die ersteren, indem der zum Trinken bestimmte Kennenburger Brunnen in 16 Unzen nur 1–11/2 Gr. feste Bestandtheile enthält, während diese in dem Wäldenbrunnen auf 3 Gr. steigen. Die Bestandtheile sind hauptsächlich: kohlensaure Kalkerde, etwas Schwefel, saures Natrum, Alaunerde, kohlensaures Nitron mit Spuren von kohlensaurem Eisenoxydul, schwefelsaurer Kalkerde und phosphorsaurem Kalk, welche sämmtlich aus dem Ursprung in der Keuperformation sich erklären. – Besonders ist das rechte Neckarthalgehänge mit ergiebigen Brunnquellen versehen; erwähnenswerth sind namentlich die Quelle beim Altbacher Hof, der schöne Brunnen unterhalb Zell, der Wolfsbrunnen bei Hegensberg u. a.

Artesische Brunnen sind seit 1832 einige mit verschiedenem Erfolg erbohrt worden, worüber das Landw. Corr.-Bl. 1834. II. S. 46 ff. näheren Bericht giebt.

Mineralbrunnen finden sich nicht, indem der| Ottilien-Brunnen in Eßlingen fälschlich für einen solchen angesehen wurde. S. Ortsbeschr.
b. Flüsse und Bäche.
Der Neckar. Er tritt aus dem Nürtinger in das diesseitige Oberamt bei der Köngener Brücke ein, welche jedoch schon auf Unter-Boihinger Markung liegt, und verläßt es wieder bei Ober-Türkheim, nachdem er auf eine Strecke von 3/8 St. die Grenze zwischen den Oberämtern Eßlingen und Canstatt gebildet hat. Die Länge seines Laufes durch den Bezirk beträgt nach der Strombahn 78.000 württ. Fuß oder 6 Stunden. Seine Richtung ist, wie oben bemerkt worden, bis Plochingen, wo er die Fils aufnimmt, nordöstlich. Auf dieser Strecke von 1,5 St. Länge hat er einen raschen Lauf mit sehr wenigen Krümmungen und einen Fall von 31,0 P. F. oder 0,193 Proc. der Länge der Thalbahn. Nachdem er an dem Fuß des ihm entgegenstehenden Höhenzugs des Schurwaldes seine bisherige Richtung in eine westnordwestliche (die erst unterhalb Eßlingen in eine mehr nördliche übergeht) verwandelt hat, windet er sich in einigen sanften Bogen durch das breiter gewordene Thal. Sein Fall ist auf der 3,0 St. nach der Strombahn betragenden Strecke von Plochingen bis Eßlingen nur noch 43’, oder 0,144 Proc. dem Thal nach. Ungefähr dasselbe Verhältniß findet auch unterhalb Eßlingen bis zur Grenze bei Unter-Türkheim statt. Somit hat der Fluß von einer Bezirksgrenze zur andern auf einer Länge von 6 Stunden ein Gefäll von 95,5" oder im Durchschnitt auf 1 St. seines Laufs 15,9’ Fall. Die Breite des Stroms ist sehr verschieden, bisweilen, z. B. oberhalb Pfauhausen, engt er sich in ein Bette von 77–80’ ein; an andern Stellen, besonders bei Ober-Eßlingen, verflacht er sich zu einer Breite von 375’, bei der sog. Kiesmauer oberhalb Eßlingen (vor der neuesten Correction) sogar zu 500’. Als Durchschnitt kann die Breite von 200’ angenommen werden. Nicht minder verschieden ist die Tiefe;| doch beträgt sie bei niedrigem Wasserstand wohl nirgends über 12’. Die Wassermasse wird, ebenfalls bei niedrigem Stand, auf 500 Cubikfuß per Secunde geschätzt. Die geringste bis jetzt beobachtete Wassermasse ist 300 Cubikfuß per Secunde. Der Flußspiegel nimmt 580 Morgen Areal ein; auf Sand- und Kiesbänke kommen 1741/2 M. Der Grund des Bettes ist bisweilen steinig, besonders bei Köngen, wo der Fluß über Sandsteinplatten hinströmt, häufiger aber sandig und kiesig, aus Jurakalkgerölle der Alp bestehend. Schlammig ist der Boden nur an den ruhigeren Stellen. Die Ufer sind nirgends sehr hoch und steil, und gewöhnlich mit Weiden bewachsen; nicht selten werden, zum großen Nachtheil der anliegenden Güterbesitzer, die Uferränder von dem Strom eingerissen, was von Zeit zu Zeit kostspielige Bauten verursacht. Die Überschwemmung des Jahres 1817 hat besonders die Markung Pfauhausen empfindlich heimgesucht und einen Aufwand von 5153 fl. nöthig gemacht, wovon 1/3 von der Gemeinde, 2/3 (aus Rücksicht auf die damals im Besitz des Staates befindlich gewesenen Güter, auf die bedeutenden herrschaftlichen Gefälle und auf die ungünstigen Verhältnisse der Gemeinde) vom Staat bestritten wurden. In den Jahren 1816–21 wurde auf der Strecke seines rascheren Laufes zwischen Köngen und Plochingen dem Neckar mit einem Aufwand von 11.000 fl. ein anderes Bett angewiesen, und mittelst Anlegung von Krippen und Holzpflanzungen die Urbarmachung verkiester Plätze und des alten Neckarbettes bezweckt, woran das Cameralamt Eßlingen 7826 fl. 44 kr. bezahlte. Überdieß wurden von dem Cam.-Amt Nellingen in den Jahren 1816–19 für die Gemeinden Köngen, Wendlingen und Pfauhausen an Uferbaukosten bestritten 13.611 fl. 3 kr. Ein zweckmäßiger Uferbau wurde in den Jahren 1827–37 von der Stadt Eßlingen vorgenommen, worüber Bauverwalter Steudel in dem Landw. Corr.-Bl. 1840. II. S. 186 ff. ausführlichen Bericht erstattet. Über andere Anstalten gegen Überschwemmungen, so wie über| die Canäle und Wehren, welche den Bedürfnissen der Stadt Eßlingen zu dienen bestimmt sind, wird das Nähere unten in der Ortsbeschr. gesagt werden. Wichtig ist auf dem Neckar die Floßfahrt, mittelst welcher Eßlingen das tannene Bauholz aus dem Schwarzwald erhält. Ein von Württemberg im Jahr 1714 angeregtes Projekt der Schiffbarmachung des Flusses bis Plochingen fand bei der Reichsstadt Eßlingen keinen Anklang. Mahlwerk treibt der Neckar oberhalb Eßlingen nur ein einziges, bei Köngen; desto fleißiger dient er der lebhaften Gewerbsthätigkeit Eßlingens, worüber s. unten. Die Fischerei ist nirgends sehr ergiebig, vielmehr merklich in Abnahme, was besonders bei Eßlingen wegen der vielen Störungen durch Fabriken, Wasserbauten und dergl. der Fall ist. Die gewöhnlichen Fischarten sind Weißfische, Barben und Schuppfische, auch Karpfen, seltener Hechte und Aale. Nur sehr selten zeigen sich Fischotter. Eine nicht unbedeutende Nutzung gewährt der Fluß an Bausand und Kies, welcher letztere sehr häufig zum Straßen- und Wegebau verwendet wird, in neuern Zeiten aber immer mehr dem dauerhafteren Steinbeschläge Platz macht. – Unmittelbar am Neckar liegen die Orte Pfauhausen, Plochingen, Altbach, Eßlingen und Mettingen. Brücken führen über denselben zwei hölzerne bei Pfauhausen und Plochingen und eine steinerne bei Eßlingen (s. Ortsbesch.). Für Fußgänger besteht ein Steg bei Altbach und eine Fähre bei Mettingen.
Einflüsse in den Neckar.
a. Von der rechten Seite:
Die Lauter, ein ziemlich wasserreiches, rasches Flüßchen, das aus dem Oberamt Kirchheim bei Bodelshofen eintritt und unterhalb Wendlingen in den Neckar fällt; es hat flache Ufer, ein kiesiges Bett, und führt Forellen, wiewohl in bedeutend geringerer Menge, als weiter oben im O.A. Kirchheim. Die Weißfische des Neckars steigen nur zur Laichzeit herauf. Die Lauter dient zur Wiesenwässerung;| ein Arm derselben, der Mühlbach, fließt durch Wendlingen, wo er mehrere Mühlwerke treibt (s. Ortsbeschr.). Eine hölzerne Brücke führt über sie bei Wendlingen. Ihr Gefäll beträgt auf die Stunde ihres Laufes im diesseitigen Bezirk 80’ oder 0,615 Proc. nach der Flußbahn.

Ein nur zeitweise bewässertes Bächlein aus den Wendlinger Seewiesen:

Der Bodenbach, der bei Notzingen OA. Kirchheim entspringt, durch Steinbach fließt, daher auch den Namen Steinbach führt und bei Pfauhausen in den Neckar tritt. Er treibt in Steinbach eine Mühle, ist übrigens sehr wasserarm.

Die Fils kommt von Geislingen und Göppingen und fließt im diesseitigen Oberamt und an dessen Grenze hin nur noch 6/8 Stunden, zwischen flachen Ufern, die sie häufig überschreitet. Bei Plochingen, wo sie einmündet, treibt ein Kanal derselben bedeutende Mühlwerke. Von der rechten Seite fällt in sie der vom Schurwald herabkommende Litzelbach (weiter oben auch Schachenbach genannt), der auf eine Stunde die Oberamtsgrenze bildet. Zwei kleine Bäche auf Steinbacher Markung, darunter das Grenzbächlein Kehlbach, kommen von der linken Seite.

Der Schlierbach aus dem Katzenloh-Tobel mündet bei Altbach. Von dem Abhange des Schurwaldes kommen ferner der Altbach und der Zellerbach, beide aus mehreren Quellen zusammenrinnend und rasch dem Thale zueilend. Letzterer fließt, ehe er den Neckar erreicht, eine Strecke als Canal neben der Landstraße hin und mündet unter der Heusteig. Beide Bäche werden bisweilen reißend und verderblich.

Der Hainbach entspringt im Oberamt Canstatt, in einer waldigen Schlucht zwischen dem Götzenberg und Kernenberg, nordöstlich von Uhlbach. Verstärkt durch mehrere Quellbäche, von der rechten Seite durch den Kaltenklingen-Brunnen, den reichen Wäldenbrunnen u. a., von der Linken durch die Bächlein der Nonnen-, Ramminger- und| Remser-Klinge und den Pelzbach, fließt der Hainbach mit sehr rascher Bewegung durch das nach ihm genannte anmuthige Thal (s. oben), berührt die Weiler Oberthal, Wäldenbronn, Sankt Bernhard und Kennenburg, durchschneidet Ober-Eßlingen, und fällt unterhalb dieses Orts nach einem Lauf von 2 Stunden (seine kleinen Krümmungen ungerechnet) in den Neckar. In früheren Zeiten waren mehrere Forellenteiche an demselben angelegt. Ungefähr 150 Schritte vor seiner Mündung nimmt er noch den Zimmerbach in sich auf, der aus einigen Brunnen und Klingenbächlein bei Liebersbronn, Hegensberg und Kimmichsweiler sich bildet und südlich an Ober-Eßlingen vorüber ins Neckarthal tritt. Sein Hauptzufluß ist der Krebsbach, der unterhalb des Jägerhauses aus dem Steckenberg entspringt. An seinem Quell siedelten sich 1206 die Franziskaner an, welche 31 Jahre später ihr Kloster in der Stadt bezogen. Eine gereimte Klosterchronik von 1567 (Keller Beschr. S. 18) sagt von diesem Bach:

Darin sah man Metall und Gold,
Welcher dann das waschen wollt.
Der mocht seiner genießen,
Wie oft Gold thut im Wasser fließen.

Der Beutenbach kommt aus einer gefaßten Quelle in Rüdern, bereichert sich durch mehrere kleinere Zuflüsse, namentlich den Bregelbach aus der Bregelklinge bei Krummenacker und ein Bächlein von Seerach, berührt Sulzgries und Hohenacker, durchfließt die Eßlinger Vorstadt Beutau, wo er den Namen Geiselnbach erhält, wird darauf in einen überwölbten Kanal gefaßt und fällt in den Neckarkanal oder sog. Roß-Neckar. Die meisten der kleinen Bäche und Brunnen des Beuten- oder Sulzgrieser Thälchens haben incrustirende Eigenschaft.

Der Guckenthal- oder Uhlbach, von letzterem Dorfe so genannt, der Grenzbach gegen das Oberamt Canstatt von seiner Mündung bei Ober-Türkheim an bis 3/8 Stunden aufwärts; nach starken Regengüssen ein gefährlicher Bach.

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b. Von der linken Seite:

Der Seebach aus dem Raisenbrunnen an der Südgrenze der Markung Köngen und der Bubenbach am Burgfeld sind häufig trocken liegende Bachrinnen, die ihre Mündung außerhalb des Oberamtsbezirks haben. Ein ganz unbedeutendes Bächlein kommt von Deizisau und fällt 1/4 Stunde unterhalb des Orts in den Neckar.

Die Kersch (Kerse, Eßl. Urk. v. J. 1262) sammelt fast alle Wasser der Filder in ihrem siebenstündigen Lauf von Vaihingen an, wo sie unter dem Namen des Sindelbachs entspringt, bis zu ihrer Einmündung 1/2 St. unterhalb Deizisau, Zell gegenüber. Den Namen Kersch (Körsch) erhält sie erst unterhalb Möhringen. Bei der Wörnitzhäuser Mühle unterhalb Scharnhausen tritt sie in den Bezirk ein, dem sie auf eine Strecke von 21/4 St. (die kleineren Krümmungen ungerechnet) angehört. Ihr Lauf in einem tiefen, steinigen Bette mit stark bewachsenen Ufern ist ruhig und beschreibt sehr häufige Krümmungen, von welchen mehrere der beträchtlichsten seit 20 Jahren durchstochen worden sind. Man findet Forellen und Steinkrebse, bisweilen Hechte, Aale und Fischotter; die Grundeln, die früher in Menge gefangen wurden, haben sich seit mehreren Jahren, da Hanf in dem Bach gewässert wird, fast ganz verloren. Die Kersch treibt die oben genannte Mühle und eine zweite bei Denkendorf. Bei eben diesem Ort führt die Kirchheimer Straße mittelst einer steinernen Brücke über dieselbe. Sie nimmt im diesseitigen Bezirk auf, von der rechten Seite: den Sulzbach. Dieser bildet sich aus vier Bächen, die von Bernhausen und Unter-Sielmingen herkommen, dem Steppach oder Steidach, Benzach oder Neuhauserbach, Autenbrunnenbach (von Echterdingen) und Rohr- oder Rothbach, welche sich sämmtlich bei und in Neuhausen zu dem sog. Sulzbach vereinigen, der bei der vorhin genannten Brücke in die Kersch fällt. Der Bach ist nicht selten sehr wasserarm, wird aber doch bisweilen ungestüm und den vortrefflichen Wiesen an seinen Ufern verderblich. Er führt| Weißfische, Steinkrebse, hie und da Aale, und treibt in Neuhausen drei Mühlen. In demselben Ort führt auch eine steinerne Brücke über diesen Bach. Unterhalb Neuhausen vereinigt sich mit ihm noch ein kleines Waldwasser aus dem „obern Thal.“ In die Kersch kommt unterhalb Denkendorf ein kleiner Tobelbach aus der Klinge, an welcher die Römerstraße nach Köngen hinaufzog. Von der linken Seite fallen in die Kersch: der Krähenbach, ein schwaches Bächlein aus der Richtung von Ruith her, häufig wasserlos; der Nellinger Bach; und der Österbach, ein auch nur zeitweise bewässerter Bach zwischen Denkendorf und Nellingen.

Noch nimmt der Neckar den Bach der Hammerschmiede bei Berkheim und an der westlichen Grenze des Oberamtes den Weilerbach auf, der aus dem bewaldeten Thälchen bei Weil hervorkommt. Der Katzenbach, der bei Hedelfingen in den Dürrenbach mündet, berührt nur an einigen Punkten die Grenze.

Mittelbar dem Neckar und zunächst der Rems fallen zu: der Gunzenbach, er entspringt bei Aichschies und bildet mit dem Schlierbach den Beutel- oder Schweizerbach, der unterhalb Beutelspach in die Rems geht. Mit ihm vereinigt sich ein Bach zwischen Aichschies und Krummhardt und mehrere Quellwasser der Waldklingen.

Der Haldenbach, auch Grundelnbach genannt, entspringt in der waldigen Fuchsklinge, 1/2 Stunde westlich von Aichschies, bildet auf eine kleine Stunde die Grenze gegen das Oberamt Canstatt, und nimmt seine Richtung über Stetten und Endersbach nach der Rems.

c. Seen.
Seen von einigem Belang giebt es nicht, und die wenigen, die in früheren Zeiten vorhanden waren, mußten der Kultur weichen. Auf Denkendorfer Markung am Weg nach Neuhausen liegt der Erlach-See, der übrigens mehr Sumpf als See ist und kaum 41/2 M. im Wasserspiegel| hat. (Im Jahre 1571 hielt der Erlach 9 M., darunter 5 M. Egarten; jetzt im Ganzen 51/8 M.) Am Kloster selbst ist ein kleiner Weiher von 1/8 M. Ein Teich im Hainbach oberhalb Ober-Eßlingen mißt 11/2 M., und ein solcher in Steinbach 2/8. Ein künstlicher, kleiner Weiher ist bei der Hammerschmiede unterhalb Berkheim angelegt. Abgegangene Seen sind der ehemalige herrschaftliche Fischweiher zwischen Wendlingen und Steinbach, nach dem Landbuch von 1624 mit 51/2 M. Wasserfläche, jetzt Wiesengrund. Ansehnlicher war der Fischweiher des Klosters Denkendorf, der Österbacher See genannt, gegen Nellingen gelegen; 1571 hatte er eine Fläche von 21 Morgen. Der See, welcher das Schloß in Köngen umgab, ist erst in den neuesten Zeiten trocken gelegt worden. Ein anderer See am südwestlichen Ende der Markung von Köngen ist seit längerer Zeit Wiesengrund.


5. Boden.
Man hat hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit hauptsächlich die Fläche der Filder, das Neckarthal und die Schurwaldfläche mit ihrem südlichen Gehänge zu unterscheiden. Die erstere Fläche ist größtentheils von gelben, theils thonigen, theils mehr sandigen Mergeln mit Liassandsteinen, bedeckt, auf welchen die ziemlich tief gehende Krume lagert; es ist diese bald ein leichter, feinsandiger, bald ein strengerer und schwererer Lehmboden von größerem oder geringerem Kalkgehalt, im Ganzen sehr günstig für den Anbau von Getreide, Futterkräutern etc. Die reiche, meistens tiefgründige Dammerde des Neckarthales lagert auf kiesigem Untergrund; sie ist für Wieswachs trefflich geeignet. An den Thalgehängen der rechten Neckarseite kündigt schon die rothe und graue Farbe die Keupermergel an (Thonmergel, weniger sandige Mergel), auf welchen die Rebenpflanzungen dieser Abhänge gedeihen. Auf der bewaldeten Höhe herrscht eine ziemliche Strecke| weit der magere Sandboden der obersten Keuperschichten vor, bis weiterhin die auf den untersten Lagen des Lias aufliegende Krume sandigen Lehmbodens den Feldbau wieder begünstigt. Nur leiden die Felder auf der Höhe bei Aichschieß leicht von der Nässe, da sich Lager von zähem Thon unter der Dammerde hinziehen. Schweren Boden hat der östliche Abhang dieses Rückens bei Plochingen. Geringen Boden hat theilweise der Rücken zwischen der Fils und Lauter, wo ein schwerer Lehmboden auf steinigem Untergrund aufliegt; leichter und tiefgründiger wird dieser Boden gegen Wendlingen hin. Wie der Fleiß des Anbaues den im Ganzen für alle Kulturpflanzen unseres Landes geeigneten Boden dieses Bezirks zu hoher Ergiebigkeit steigert, wird weiterhin gezeigt werden.


6. Luft und Witterung.

Herr Oberamtsarzt Dr. Steudel in Eßlingen theilte uns unterm 15. Mai 1844 über Luftdruck, Temperatur, Winde und Witterung folgende Beobachtungen mit:

Der Barometer bewegte sich innerhalb 17 Jahren zwischen 28″ 2,4‴ als dem höchsten (den 2. Juni 1836 beobachteten) Standpunkt, und 26″ 5,5‴ als dem niedrigsten (welcher zweimal, nämlich den 9. December 1830 und 28. Februar 1843 vorkam), und beträgt im Mittel der zwölf letzten Jahre 27″ 5,142‴. Schnelle und starke Veränderungen sind selten; es kamen solche, welche mehr als 5 Linien innerhalb 24–36 Stunden betrugen, nur 41 mal vor, und zwar 23 mal schnelleres Steigen, das im Maximum innerhalb des eben genannten Zeitraums 11,5‴ betrug, und 18 mal schnelles Sinken, das aber im Maximum nur 8‴ zeigte. – Der Thermometer bewegte sich zwischen + 29 und – 25 R., zeigt also die bedeutende Differenz von 54 Graden. Nach drei täglichen Beobachtungen innerhalb dieser 17 Jahre stellt sich die mittlere Temperatur auf + 7,830, was mit der, von| Hrn. Prof. Plieninger in Stuttgart als Ergebniß einer, durch 42 Jahre fortgeführten Beobachtung gefundenen Mittelwärme von + 7,920, sehr nahe übereinstimmt. Die in Beziehung auf die Vegetation wichtigere mittlere Temperatur der Jahreszeiten ist: Frühling + 8,664, Sommer + 14,425, Herbst + 7,822, Winter 0,072. Rechnet man die der mittleren Temperatur sehr nahe stehenden Jahre zu den mittleren; so sind von den letzten 17 Jahren 3 von mittlerer, 7 von warmer und 7 von kühler Temperatur gewesen.

Die Richtung der Winde kommt hauptsächlich aus Norden. Rechnet man die vorwaltenden Richtungen zu den entsprechenden, also z. B. NNO. zu N. und theilt man die gleichgemischten zwischen den entsprechenden, also NO. zwischen N. und O., so waren bei 18.568 Beobachtungen N. 6297, W. 5585, O. 4428 S. 2268, was ziemlich mit den Richtungen des Windes in Stuttgart übereinstimmt. Stürme sind nicht sehr häufig; es kamen in 17 Jahren nur 190 vor; fast alle aus West, oft gemischt mit Nord und Süd.

Gewitter sind in Eßlingen nicht sehr häufig; es kamen deren in 17 Jahren 239 vor; selten sind sie bedeutend und noch seltener mit Hagel begleitet.[2] Das letzte sehr verderbliche Gewitter erlebte man vor ungefähr 36 Jahren. Diese in Beziehung auf Gewitter günstige Lage gilt aber nur von der Gegend oberhalb Mettingen bis etwas unter Ober-Eßlingen, und ist aus der Richtung der Gebirge vollkommen erklärlich. Das| Thal, welches von Canstatt her den W. und NW.-Winden, welche die häufigsten Gewitter bringen, geöffnet ist, macht bei Mettingen eine Biegung nach O., wo zugleich das Thal am engsten ist; daher theilen sich hier die Gewitterwolken und nehmen ihre Richtung theils nach den Fildern, theils gegen die Berge des Remsthales, während das Neckarthal frei bleibt; gegen Plochingen hin nähern sich beide Gebirgszüge wieder, daher von Zell an die Gewitter wieder viel schädlicher zu seyn pflegen.[3] Die Witterung bietet viele schöne Tage; das Verhältniß war in 17 Jahren bei 6207 Tagen folgendes: Ganz schön 1302, schön mit Wolken 1574, schön und trüb 541, schön und Regen 1237, trüb 569, trüb und Regen 880, ganz Regen 104.

Meteorisches Wasser fiel demnach an 2221 Tagen, wovon 355 mal in der Form von Schnee. Dabei wurde das Erdreich 684 mal vom Nebel mehr oder weniger befeuchtet.


7. Geognostische Verhältnisse und Versteinerungen.[4]

Auf der 2,509 Q.-Meilen großen Fläche des Oberamtsbezirks finden sich 4 Gebirgsformationen, nämlich: 1. Keuper, 2. Lias, 3. Diluvium, 4. Alluvium.

I. Der Keuper.
Die Keuperformation bildet eigentlich die sichtbare Grundfläche des ganzen Oberamts, auf welcher die andern Formationen abgesetzt| wurden. Sie bildet die Thalabhänge des linken und rechten Neckarufers durch das ganze Oberamt und die nordöstlichen Höhen von Wäldenbronn, Oberthal, Rüdern u. s. w. über die Katharinenlinde und die Berge gegen Fellbach hin, und zwar sind es die mittleren und oberen Schichten dieser Formation, namentlich die oberen grobkörnigen Sandsteine, welche zu Tag liegen. Von den untern Schichten des Keupers, sowie vom untern Keupergyps, der gleich unterhalb Eßlingen bei Unter-Türkheim noch in mächtigen Bänken zu Tag ansteht, findet sich hier nichts mehr entblößt, so wenig als von dem am Fuße des Rothenbergs noch anstehenden Muschelkalk.

Die oberste Schichte des Keupers, so wie solche auf der Eßlinger Markung aufgedeckt ist, findet sich in dem Steinbruch vor dem Landolinsthor bei Eßlingen, in der sogenannten Ebershalde nicht. Diese Lage, welche mit einer ähnlichen an der Weißenburg bei Stuttgart identisch ist, hat dort zum Dach das Ausgehende der Keuperformation, das aus einem ziemlich grobkörnigen gelblichgrauen Keupersandstein besteht, und zur Sohle den weißlichgrauen feinkörnigen Keupersandstein, sogenannten Stubensandstein.

In der Ebershalde ist das Dachgebirge nicht aufgeschlossen, und es findet sich hier: 1. ein gelblichgrauer etwas grobkörniger Keupersandstein, mit thonigem Bindungsmittel, und häufig eingemengten, theils gelblichgrauen, theils bläulichgrauen Thongallen von Haselnußgröße, meist platt gedrückt; 2. ein feinkörniger, ziemlich fester gelblichweißer dolomitischer Steinmergel; 3. ein etwas grobkörniger röthlichgrauer Kieselsandstein, mit kleinen gelblichweißen Thongallen.

Die Schichtenreihe ist folgende:

1. Dammerde 2 Fuß – Zoll.
2. Rother Keupermergel –     „ 4     „
3. Grauer Keupermergel –     „ 2     „
4. Rother Keupermergel –     „ 4     „
5. Gelblichgrauer Keupersandstein mit Thongallen 6     „ –     „
6. Gelblichweißer dolomitischer Mergel 1     „ –     „
7. Rother Keupermergel, wie Nro. 2 1     „ –     „
8. Gelblichweißer dolomitischer Mergel, wie Nro. 6 1     „ –     „
9. Rother Keupermergel, wie Nro. 2 2     „ –     „
10. Grauer Keupermergel, wie Nro. 3 –     „ 4     „
11. Rother Keupermergel, wie Nro. 2 –     „ 4     „
12. Grauer Keupermergel, wie Nro. 3 –     „ 4     „
13. Rother Keupermergel, wie Nro. 2 1     „ –     „
14. Grauer Keupermergel, wie Nro. 3 11/2 „ –     „
15. Rother Keupermergel, wie Nro. 2 2     „ –     „
16. Fester röthlichgrauer Kieselsandstein m. Thongallen      300/0 –     „

| Der zuletzt angeführte Sandstein wird unter dem Namen Fleinsstein in Eßlingen mit Vortheil zum Straßenpflaster verwendet; die Quarzkörner sind darin durch Kalk aufs innigste verbunden, so daß das Gestein eine bedeutende Festigkeit besitzt. Wie weit sich dieser noch in die Tiefe erstreckt, ist nicht zu bestimmen, da er auf der Sohle des Steinbruchs noch ansteht.

Auf diese Schichte folgt an andern Stellen nach unten ein ziemlich feinkörniger weißlichgrauer Keupersandstein mit thonigem Bindungsmittel, die einzelnen Quarzkörner desselben sind weiß, von Hanfsamengröße und kleiner, das Bindungsmittel auf der Lagerstätte ist nicht sehr fest, aber an der Luft mehr erhärtend.

Hin und wieder am Zollberg und bei Ober-Eßlingen werden die Körner kleiner, und der Keupersandstein wird durch beigemengte kleine Glimmerblättchen mehr schiefrig. Vor einigen Jahren glaubte man in einem solchen Sandsteinschiefer Silber gefunden zu haben, wozu wahrscheinlich der silberweiße Glimmer Veranlassung gab.

Die Schichten dieses Keupersandsteins sind häufig von einem leberbraunen und grünlichgrauen Keupermergel durchsetzt, der auch mit dem Sandstein wechsellagert; dieser Mergel, der in 4 Zoll bis zu 2 Fuß mächtigen, meist horizontal streichenden Bänken zwischen dem Keupersandstein vorkommt, hat einen schiefrigen, flachmuschligen Bruch, ist weich und zerfällt an der Luft bald in eine mehr oder weniger fruchtbare Erde.

Vor einigen Jahren traf man beim Graben eines Kellers in Ober-Eßlingen auf eine schmale Schichte eines feinkörnigen ockerbraunen Thonsandstein, mit dem zugleich ein dunkelockerbrauner ziemlich fester Bolus vorkam, der auf dem frischen feinerdigen, flachmuschligen Bruch mattglänzend war.

In den oberen Schichten dieses Keupersandsteins finden sich namentlich am Eisberg 3–4 Zoll mächtige Bänke eines ziemlich festen, theils grünlichgrauen, theils leberbraunen Keuperdolomits, welcher hin und wieder auch in dem vorerwähnten Keupermergel als faustgroße nierenförmige Kugeln vorkommt, die mit dünnen Lagen von gelblichweißen perlmutterartig glänzenden schwefelsaurem Baryt nach allen Richtungen durchsetzt sind; überdieß findet sich blättriger Schwerspath nicht selten in größeren Parthien ausgeschieden in dem grobkörnigen Sandstein selbst.

Häufig finden sich in diesem Keupersandstein auch Schnüre und kleine Nester einer Braunkohle, so namentlich am Zollberg und Eisberg, und am letztern gaben dieselben Veranlassung zu einigen bergmännischen Versuchen, von denen der interessanteste in geognostischer Beziehung von dem Ciseleur Streeb im Jahr 1837 unternommen wurde.

| Der Stollen wurde in einer kleinen Entfernung oberhalb der Brücke von Eßlingen ungefähr 8 Fuß über dem 719 Fuß über dem Meere liegenden Neckarspiegel an dem nördlichen Abhang des mehrere 100 Fuß hohen Eisberges, dessen Schichten durch den Neckar durchrissen und entblößt sind, angelegt, und zwar auf einem von NO. bis SW. 2 Zoll mächtigen, ziemlich horizontal streichenden Trumm einer zu Tag liegenden Braunkohle.

Der beinahe horizontal getriebene, bis auf 150 Fuß fortgesetzte Stollen wurde auf einem feinkörnigen schwärzlichgrauen Kohlensandstein angelegt; die graulichweißen meist feinkörnigen Quarzkörner desselben haben ein schwärzlichgraues thoniges Bindungsmittel, welches durch das aus den weiter oben liegenden Trümmern der Braunkohle ausgeschwitzte Erdharz gefärbt zu seyn scheint. Das Gestein, das die Sohle des Stollen bildet und dort noch auf 3–4 Zoll mächtig ansteht, ist schon in der Grube ziemlich fest, erhärtet aber an der Luft noch mehr; seine Mächtigkeit unterhalb der Stollensohle kann nicht genau angegeben werden, doch scheint es in der Teufe noch weiter fortzusetzen, indem man vor einem Jahr beim Schlagen von Pfählen an der Brücke in 30 Fuß Tiefe noch immer auf Braunkohlentrümmer stieß.

Auf diesem Kohlensandstein liegt ein noch etwas dunkler graulichschwarzer, schiefriger Sandstein, hin und wieder durch Eisenocker schmutzig ockergelb gefärbt, sehr weich und ganz mit kleinen Trümmern einer pechschwarzen Braunkohle durchsetzt; in ihm finden sich zollmächtige Lagen eines fetten leberbraunen Mergels. Dieser schiefrige Sandstein steht im Stollen noch 2 Fuß mächtig an, bildet das Dach und erstreckt sich wahrscheinlich noch mehrere Fuß nach oben.

Sowohl der untere Kohlensandstein als der obere Sandsteinschiefer werden von mehreren 3–4 Zoll übereinanderliegenden 1–11/2 Zoll mächtigen, 5–8 Zoll breiten, theils horizontal streichenden, theils unter schiefen Winkeln zusammenstoßenden Trümmern einer pechschwarzen Braunkohle durchzogen, welche auf der Grenze des obern und untern Sandsteines bis auf 2 Zoll Mächtigkeit steigt und vom Mundloch des Stollen bis vor Ort in einer nur wenig fallenden Richtung fortsetzt; auf einer Länge von 70 Fuß haben diese Trümmer 4 Nester von einer Länge von 21/2–3 Fuß und einer Dicke und Breite von 1 Fuß gebildet.

Diese Nester bestehen theils aus Braun- und Pechkohle, theils aus einem schwärzlichbraunen sehr harten Holzstein mit viel Kieselgehalt. In den Klüften der Kohle findet sich bleigrauer Bleiglanz in dünnen Blättchen und schwefelsaurer Baryt in kleinen 1/4 Zoll mächtigen Parthien, theils fasrig, theils in ganz kleinen linsenförmigen Krystallen. Zwischen dem untern Kohlensandstein und dem| Sandsteinschiefer liegen hin und wieder Nieren eines sehr harten feinkörnigen lichten speißgelben Schwefelkieses von Ei- bis Faustgröße.

Die als Trumm vorkommende Pechkohle ist pechschwarz, im Längebruch eben, im Querbruch flachmuschlig und besteht aus plattgedrückten Baumstämmen, an denen man die Holztextur (Jahrringe) noch deutlich erkennen kann, nach welcher dieselben zu Dicotyledonen und zwar wahrscheinlich einem Laubholz angehören mögen. Diese Holztextur läßt sich an den großen, nicht plattgedrückten Bruchstücken von Stämmen, aus denen die Nester bestehen, noch deutlich erkennen, wo man die abgebrochenen Äste noch sehen kann.

Hin und wieder geht diese Pechkohle in eine der Braunkohle ähnliche, wie sie sich in der Molasse Oberschwabens findet, über, bei welcher der Längebruch fasrig, der Querbruch uneben ist, und zwischen der sich hie und da Faserkohle in kleinen Parthien findet. Die Braun- und Faserkohlen sind schwärzlichbraun, und erstere auf den Klüften bisweilen ockerbraun, öfters auch bunt angelaufen. Daß diese Steinkohlen in ihrer Form durch einen starken Druck bei einer wahrscheinlich erhöhten Temperatur verändert wurden, beweist das Plattgedrückte der einzelnen Stämme, welche bei einer Breite von 5–6 Zoll nur 1/2–1 Zoll Dicke haben.

In wie fern außerdem die Einwirkung von Schwefelsäure nach der Meinung und den Versuchen einiger Engländer zur Bildung dieser Kohlen beigetragen haben mögen, läßt sich, da die Akten hierüber noch nicht geschlossen sind, nicht wohl genau bestimmen, wiewohl die Anwesenheit der Schwefelsäure bei Bildung des Baryts und Schwefelkieses nicht geläugnet werden kann.

Der in den Kohlen vorkommende Bleiglanz scheint eine sekundäre Bildung aus dem oberhalb liegenden Keupersandstein selbst zu seyn, denn nicht selten finden sich in diesem gelblich- oder graulichweißen feinkörnigen Keupersandstein, so namentlich zu Welzheim bei der Klingenmühle, kleine Blättchen von Bleiglanz.

Ebenso scheint das Vorkommen des schwefelsauren Baryts in dieser Steinkohle sekundär zu seyn, da auch die obern Schichten des nämlichen Keupersandsteins, namentlich am Hasenberg bei Stuttgart, theils mit derbem, theils mit krystallisirtem Baryt durchzogen sind.

Ähnliche Kohlentrümmer, wie die eben beschriebenen, theils aus Braun-, theils aus Pechkohle bestehend, mit kleinen Nestern, aber ohne die beibrechenden Fossilien und in weit kürzerer Erstreckung, oft nur einige Fuß lang, finden sich auch am Zollberg, doch nie mit dem Kohlensandstein und Sandsteinschiefer, sondern nur in den weißen Keupersandstein eingewachsen.

| Ein dunkelbrauner, gefleckter, sehr eisenschüssiger, feinkörniger Keupersandstein findet sich in der Nähe von Ober-Eßlingen, am rechten Neckarufer, er kommt auch in den Kienlen bei Stuttgart, an dem Weg nach Rohracker, rechts, vor, und steht bei Ober-Eßlingen in 2–3 Fuß mächtigen Bänken in einem Steinbruch zu Tag an, ist aber zu wenig aufgedeckt, als daß man über seine Mächtigkeit und Erstreckung genau urtheilen könnte; doch liegt er, wie der in den Kienlen bei Stuttgart, unter dem obenbeschriebenen weißen Keupersandstein.

Diese kohlenführenden Schichten des Keupers enthalten an einigen Stellen Calamites arenaceus und Equisetum columnare; überdieß beweisen die Kohlentrümmer selbst hinlänglich das Vorhandenseyn der gewöhnlichen spärlichen Vegetation der Trias. In dem angeführten Sandstein der Ebershalde wurde in anderer Zeit auch ein Rippenstück (vermuthlich von einem Saurier herrührend) gefunden.


II. Lias.

Von den drei Gliedern der Liasformation, dem Liasschiefer, Liaskalk und Liassandstein, findet sich das erstere nicht zu Tag ausgehend auf der Eßlinger Markung; dagegen sind die zwei andern in ihren Schichtungsverhältnissen durch offene Grubenbaue um so deutlicher aufgeschlossen.

1. Liasschiefer.

Das erste oberste Glied der Liasformation, der Liasschiefer, welcher an einigen Orten auf den Fildern, so z. B. zu Bernhausen und Weidach abgebaut wird, findet sich auf der Eßlinger Markung, so viel uns bekannt ist, nicht zu Tag ausgehend, sondern wurde unlängst in Nellingen beim Graben eines Kellers auf einige Lachter durchsunken, wovon sich noch an der Straße gegen den Kerschbach hinab Bruchstücke finden. Es sind hiebei die untern festern Schichten eines schwärzlichgrauen dünnschiefrigen Liasschiefers durchsunken worden, der wenigstens auf der Halde keine Petrefakte enthält.

2. Liaskalk.
Das zweite Glied des Lias, der Liaskalk, der auf allen höher gelegenen Punkten des linken Neckarufers zu Tag ausgeht, und zum Behuf des Straßenmaterials durch Tagbaue abgebaut wird, findet sich namentlich auf den Anhöhen bei Nellingen, Denkendorf, Berkheim, Wendlingen, Köngen u. s. w., auf dem rechten Neckarufer bei Krummenacker, Rüdern, Liebersbronn, Hegensberg, Oberhof, Altbach, Zell, in den Eßlinger Weinbergen u. a. a. O. Er ist meist von schwärzlichgrauer Farbe, der Bruch uneben, im Großen flachmuschlig, die Bruchstücke etwas stumpfkantig; er ist ziemlich| fest und hat einen mehr oder weniger bedeutenden Thongehalt, der sich aber bei den untern festern Schichten, unmittelbar unter dem Liassandstein, vermindert, und statt dessen mehr Kieselerde beigemengt enthält, weßwegen auch diese Schichte gewöhnlich als Bruchstein des Straßenpflasters ausgeschieden wird.

Die Schichten desselben, welche meist nahezu horizontal liegen, sind von 1 Fuß bis über 2 Fuß mächtig, und wechsellagern entweder mit einem bläulich- oder röthlichgrauen schiefrigen Liasmergel, der von 6 Zoll bis 2 Fuß Mächtigkeit vorkommt, wobei die unterste Schichte des Liaskalks manchmal bis gegen 3 Fuß mächtig, aber bisweilen zerklüftet ist, oder er wechsellagert mit dem untern Liassandstein, so namentlich bei Denkendorf, wo unter einem festen, feinkörnigen lichtockergelben Liassandstein eine mehrere Fuß mächtige Schichte eines gelblichgrauen, aus lauter Muschelfragmenten, größtentheils aus Pecten glaber u. a. bestehenden nicht sehr festen Liaskalkes, vorkommt.

Das Dach dieser Kalkflöze bildet gewöhnlich unter der Dammerde ein röthlichgrauer, bis zu 4 Fuß mächtiger Diluviallehm, und die Sohle das nachfolgende Glied, der untere Liassandstein. Seine Auflagerung erscheint nach diesen Beobachtungen häufig kuppenförmig, indem er meist auf den höher gelegenen Punkten sich findet. Doch steigt er bei Zell und Altbach ziemlich tief in die Niederungen herab und bildet daselbst Übergänge in den unter ihm liegenden Liassandstein, welcher hier nicht selten Gryphiten einschließt.

Außer dem häufig als rindenartiger Überzug auf ihm vorkommenden, mehrere Linien dicken Eisenocker und daneben Kalkspath, der ihn in dünnen Schnüren hin und wieder durchzieht, finden sich bisweilen auch kleine Parthien eines sehr feinkörnigen lichtspeißgelben Schwefelkieses in ihm eingewachsen.

Die in ihm vorkommenden Petrefakten, welche sich am reichlichsten bei Neuhausen finden, sind folgende: Gryphaea Cymbium und ovalis, Ammonites Bucklandi, Am. Conybeari, Am. colubratus, Am. Kridion, Am. rotiformis u. a., Lima gigantea, Lima punctata, Pholadomya ambigua, Modiola laevis, Unio liasina, Pinna diluviana, Pecten glaber.

3. Liassandstein.
Der Liassandstein, der sich meist auf den nämlichen Punkten mit dem Liaskalk findet, soweit diese abgebaut sind, kommt noch außerdem auf dem rechten Neckarufer bei dem Freitagshof, Pfauhausen, Plochingen, im Eßlinger Spitalwald, in der Fraschenklinge und am Eßlinger Jägerhaus vor, wo er über den Rücken des Schurwaldes gegen Aichschieß und Plochingen hin sich fortsetzt. Er ist gewöhnlich von lichtockergelber, gelblichgrauer oder gelblichweißer Farbe, von feinerdigem ebenem Bruch, der theilweise ins Splittrige| übergeht, mehr oder weniger fest, je nachdem die Thon- oder Kalkerde als Bindungsmittel überwiegend ist; doch findet sich die erstere häufiger in seiner Mischung; die Bruchstücke sind etwas stumpfkantig. Die Schichten desselben, welche wie die des Liaskalks ebenfalls meist horizontal liegen, sind mehrere Fuß mächtig und wechsellagern entweder mit dünnen Schichten eines gelblichgrauen Thonmergels, oder mit Liaskalk, wie namentlich bei Denkendorf. Häufig geht er an den oben angegebenen Punkten zu Tag aus, wo er wie der Liaskalk unter der Dammerde, durch einen röthlichgrauen mehrere Fuß mächtigen Diluviallehm bedeckt ist.

Die Auflagerung, welche zum Theil, wie beim Liaskalk, kuppenförmig ist, konnte auf den obern Schichten des Keupers, da er größtentheils nicht so tief abgebaut ist, nur allein in der Fraschenklinge genau beobachtet werden.

Außer dichtem Brauneisenstein von leberbrauner Farbe, feinerdigem Bruch und ziemlicher Härte, der ihn in Schnüren hin und wieder, so namentlich bei Denkendorf, durchsetzt und der oft auch kleine nußgroße Nieren bildet, findet sich auch stenglicher gelblichweißer Kalkspath in 3-4 Zoll mächtigen Lagen, und blaulichweißer Kalkspath als rindenartiger Überzug des dichten Brauneisensteins in demselben und erdige Kupferlasur mit etwas Kupfergrün an der Eichensteige bei Denkendorf.

Außerdem finden sich bei Plochingen nicht nur Reste von holzbrauner Braunkohle, sondern auch kleine, 1 Zoll breite und einige Zoll lange, meist etwas plattgedrückte, in Sandstein verwandelte Äste und kleine Baumstämme von Dicotyledonen eingewachsen.

Die in ihm bis jetzt aufgefundenen Petrefakten sind nachfolgende.

Bei Plochingen: Ammonites anguliferus Phill., Gryphaea arcuata Lam., Cirrus depressus, Lima gigantea, Modiolae Sp. Unio concinna, Astarte scalaris Koch, Pinna Hartmanni Zieht. Fucoiden mehrere Spezies. Bei Denkendorf: Cirrus depressus, Säulenglieder von Pentacrinites briareus.

Von ganz besonderem Interesse ist aber die Einlagerung einer 1-3 Zoll mächtigen Schichte jener Fischknochen- und Zahnbreccie, welche, den Vorkommnissen bei Kemnath, Degerloch, Weidach, Steinenbronn etc. analog, in den untern Schichten des Liassandsteins von Nellingen sich findet, und fast ganz aus Zähnen und Schuppen von Fischen, Knochen und Zahnüberresten nebst Coprolithen von Sauriern besteht.[5]

|
III. Diluvium.

Das Diluvialgebilde besteht theils aus Gerölle und Sand, theils aus Lehm. Von dem erstern finden sich besonders bei Köngen an den Thalabhängen des linken Neckarufers machtige, 50–60 Fuß hohe Ablagerungen, welche wahrscheinlich an die mittlern Schichten des Keupers angelagert, aber noch nicht durchsunken sind. Die Gerölle bestehen größtentheils aus Geschieben des Jura der württembergischen Alp, dann aus Geschieben des Keupers und Lias, und kommen von Linsengröße bis Faustgröße vor: häufig sind sie plattgedrückt, abgeschliffen, und liegen in einem ockerbraunen Diluvialsand.

Der Diluviallehm ist meist gelblich oder röthlichgrau, und enthält mehr oder weniger sehr feinen Quarzsand in feiner Mischung; er findet sich häufig, doch meist auf den Anhöhen, wo er unter einer 2 Fuß mächtigen Dammerde, eine 3–4 Fuß mächtige Schichte bildet, die entweder auf Liaskalk oder Liassandstein aufruht.

In dem Diluviallehm am Fuß der Ebershalde wurde vor drei Jahren auch ein Stück vom Unterschenkelknochen des Mammuth gefunden.

IV. Alluvium.

Aus der Alluvialformation finden sich zwei Gebilde: Geschiebe mit Sand und jüngster Süßwasserkalk.

1. Geschiebe und Sand.

Die Alluvialgeschiebe und Sand bilden größtentheils die Sohle des Neckars, und somit das Flußbett desselben; sie sind 8 bis 12 Fuß mächtig aufgelagert und ihre Bildung dauert immer noch fort, da jährlich aus den in den Neckar einströmenden Alpflüßchen neue Bruchstücke abgerissener Felsarten herbeigeführt werden.

In dem neuangelegten Bierkeller bei Ober-Eßlingen sieht man eine sehr interessante Ausfüllung von diesen Geschieben in dem graulichweißen Keupersandstein.

Die Geschiebe selbst, von ähnlicher Form und Größe wie die Diluvialgeschiebe, bestehen größtentheils aus den Felsarten der württembergischen Alp, worunter die des weißen Jurakalks die häufigsten sind; weniger häufig kommen die des Coralrags und des Juradolomits vor. Außerdem finden sich auch Geschiebe von Muschelkalk, aus der Keuper- und Liasformation vor.

2. Süßwasser-Kalk.
In dem Kerschthale bei Nellingen findet sich an dem nordöstlichen Abhang dieses Bachs eine Anlagerung des jüngsten | Süßwasserkalks oder Kalktuffs, der ohne Zweifel durch den Kerschbach, welcher dort einen Kessel bildete, ehe er weiter unten die Gebirgsschichten durchbrach, abgesetzt wurde. Ein ähnliches Tuffsteinlager findet sich an einigen Stellen des Eisberges, sowie bei der Berkheimer Hammerschmiede.

Die Bänke dieses Kalktuffs, welche wahrscheinlich ihr Material aus dem Liaskalk erhalten haben, indem weiter oben in Nellingen der Liasschiefer ersunken wurde, bestehen aus abwechselnden Schichten von Kalktuff und Süßwassersand.

Der Süßwasserkalk findet sich von gelblichgrauer Farbe, mehr oder weniger blasig und porös, ist weich und besteht zum Theil aus Lagen von Blätterabdrücken, welche der Betula Alnus anzugehören scheinen, und theilweise recht gut erhalten sind.

Der Süßwassersand ist ebenfalls von gelblichgrauer Farbe, mit Thon gemischt, und bildet abwechselnde Schichten mit diesem Kalktuff.[6] Die Schichtenfolge dieses kleinen Flözes ist bei Nellingen von Tag nieder folgende:

1. Röthlichgrauer Lehm mit Süßwasserkonchylien und Knochenresten 04 Fuß.
2. Gelblichgrauer Süßwassersand mit einzelnen durchziehenden schmalen Bänken
von Kalktuff, mit runden horizontallaufenden, 2 Zoll weiten Röhren,
wahrscheinlich von ausgewitterten Baumstämmen
04     „
3. Poröser Kalktuff mit Blätterabdrücken 03     „
4. Gelblichgrauer Süßwassersand wie Nro. 2 02     „
5. Nichtdurchsunkene Sohle von Kalktuff ohne Blätterabdrücke 05     „
Höhe der abgebauten Bank 18     „
Einige Höhenbestimmungen der vorgekommenen Formationsglieder.
Vom Keuper.
01. Niveau des Neckars beim Stollen am Eisberg 0719 Par. Fuß.
02. Sirnauer Hof, weißer Keupersandstein 0772     „     „
03. Hainbach, weißer Keupersandstein 0911     „     „
04. Ebershalde bei Eßlingen, quarziger Keuper 1104     „     „
05. Krummenacker-Heide, oberste Schicht. d. Keupers   1385     „     „
Liasschiefer.
06. Helminsberg, Grenze zwischen Liaskalk und Liasschiefer   1035     „     „
07. Nellingen, ersunkener Liasschiefer circa 1070     „     „
08. Zollberg bei Eßlingen 1101     „     „
Liassandstein.
09. Plochingen, Steinbruch 0929     „     „
10. Pfauhausen, Steinbruch 0890     „     „
11. Eßlinger Spitalwald 1449     „     „
12. Denkendorf, Steinbruch 0888     „     „
13. Köngen, Neckargerölle mit Sand (auf Liassandst.) 0927     „     „
Alluvium.
14. Plochingen, Niveau des Neckars unter d. Brücke 0772     „     „


8. Pflanzen- und Thierreich.
A. Pflanzen.[7]

Von selteneren Gewächsen führen wir an: Astrantia major. Aster Amellus. Adoxa moschatellina. Centaurea Calcitrapa. Campanula Cervicaria. Euphrasia lutea. Hypericum pulchrum. Helonias borealis. Lactuca saligna et scariola. Neottia aestivalis. Ophrys Arachnites, fuciflora. Scorzonera humilis var. macrorhiza. Rinanthus angustifolius. Euphorbia sylvatica.

Von officinellen Pflanzen: Daphne Mezereum. Solanum Dulcamara. Artemisia Absynthium, vulgaris. Matricaria Chamomilla. Erythraea Centaurium. Polygala amara var. austriaca. Sinapis nigra.

Die häufigsten Wiesenpflanzen sind:

a. Gräser, welche den Hauptbestand der bessern Wiesen ausmachen:

Festuca pratensis L.

Poa pratensis L.

0- trivialis L. an feuchten Plätzen der Wiesen.

Dactylis glomerata L.

Bromus mollis L.

Arrhenatherum elatius Beauv. (= Avena elatior L.)

Avena flavescens L.

 -  pubescens L.vornämlich auf Bergwiesen.

Lolium perenne L.

Anthoxanthum odoratum L. auf Bergwiesen.

| Koeleria cristata Pers. auf Bergwiesen.

Cynosurus cristatus L. besonders auf trocknen Bergwiesen.

Briza media L. auf Bergwiesen

Festuca montana Sav. auf Bergwiesen.

Phleum pratense L. doch nicht häufig.

Alopecurus pratensis L. auf feuchten Wiesen, aber nicht häufig.

b. Kräuter, welche auf diesen Wiesen am häufigsten vorkommen:

Salvia pratensis L.

Veronica Teucrium L.

000–     Chamaedrys L.

Scabiosa arvensis L.

     –     Columbaria L. auf Bergwiesen

Galium Mollugo L.

     –     verum L. vornämlich auf trocknen Bergwiesen.

Plantago lanceolata L.

     –     media L.

     –     major L. an kiesigten Stellen der Thalwiesen.

Campanula patula L.

     –     rotundifolia L.

     –     congesta R. et S. hin und wieder auf Bergwiesen, besonders bei Aichschieß.

Heracleum Sphondylium L.

Chaerophyllum sylvestre L. auf manchen Wiesen so häufig, daß sie im Mai von der blühenden Pflanze ganz weiß erscheinen.

Pimpinella magna L.

     –     Saxifraga L. auf sehr trocknen Bergwiesen.

Carum Carvi L. hin und wieder häufig, anderwärts gar nicht.

Linum catharticum L.

Primula officinalis Jacq. auf trocknen Bergwiesen.

00–     elatior Jacq. auf feuchten Bergwiesen

Colchicum autumnale L.

Rumex acetosa L.

 -  crispus L.

Cucubalus Behen L. besonders auf manchen Neckarwiesen häufig.

Cerastium vulgatum L.

Lychnis flos cuculi L. auf feuchten Wiesen.

Ranunculis acris L. zur Blüthezeit erscheinen manche Wiesen ganz gelb davon.

     –     bulbosus L.

     –     nemorosus DC. auf Bergwiesen

Prunella vulgaris L.

Ajuga reptans L.

Betonica officinalis L. auf Bergwiesen.

| Rhinanthus major Ehrh. stellenweise häufig, besonders auf Bergwiesen

     –      minor Ehrh. stellenweise häufig, besonders auf Bergwiesen

Euphrasia officinalis L.

Cardamine pratensis L.

Trifolium repens L. auf feuchten Wiesen.

     –     procumbens L.

     –     filiforme L.

     –     montanum L. auf Bergwiesen.

     –     ochroleucum L. auf Bergwiesen

     –     pratense L.

Medicago lupulina L.

Lotus corniculatus L.

Vicia sepium L.

Lathyrus pratensis L.

Genista sagittalis L. nur auf trocknen Bergwiesen.

Leontodon Taraxacum L.

Crepis biennis L.

Tragopogon pratensis L.

Apargia hispida L.

Cirsium oleraceum All.

Chrysanthemum Leucanthemum L.

Bellis perennis L.

Centaurea Jacea L.

     –     Scabiosa

     Anm. des Herrn Prof. Hochstetter. Sanguisorba officinalis L. (eines der trefflichsten Wiesenkräuter), habe ich zwar auf den Wiesen im Oberamt noch nicht beobachtet, aber auf feuchten Wiesen zwischen Ruith und dem Königl. Park, wo er nach Scharnhausen sich hinabzieht, so daß kaum zu zweifeln ist, daß diese Pflanze auch auf den Nellinger Wiesen und andern feuchten Wiesen des Oberamts sich finden wird.

c. Gräser, welche in den hochgelegenen Waldungen und an den feuchten Seiten der hohen waldigen Berggipfel des Oberamts, welche zwischen dem Neckarthal und Remsthal liegen, oft große Strecken überziehen:

Molinia coerulea Moench.   Calamagrostis Epigejos Roth.

Triodia decumbens Beauv.

Unter diesen kommen zugleich manche unächte Gräser, besonders sogenannte Seggen oder Riedgräser vor, namentlich:

Carex glauca Scop.   Carex panicea L.  Carex flava L.

  tomentosa L.  pulicularis L.  stellulata L.


d. Kräuter, welche auf solchen grasigen, hochgelegenen und feuchten Waldplätzen sich besonders häufig finden:
| Scabiosa succisa L.  Gentiana Pneumonanthe L.

Silaus pratensis Bess. Centaurea nigra L.


e. Gräser, welche in trocknen Wäldern hauptsächlich das Waldgras bilden:

Agrostis vulgaris L.   Aira flexuosa L.  Festuca duriuscula L.  Festuca rubra L.


f. Seltene Gräser des Oberamts:

Avena pratensis L. auf sehr hochgelegenen sandigen Waldwiesen.

Holcus mollis L. in Gebüsch bei Wiflingshausen.

Andropogon Ischaemum L. an sonnigen Rainen bei Ober-Eßlingen.

Poa sudetica Hoenke. im Kerschwald bei Denkendorf.

Festuca gigantea Vill. in Waldgebüschen der Schurwaldkette.

Triticum caninum L. im Kerschwald bei Denkendorf.

Agrostis canina L. auf sandigen offnen Stellen der Schurwaldkette.


B. Das Thierreich.

Die Fauna des Oberamts hat nichts Eigenthümliches und stimmt mit der des württembergischen Unterlandes überhaupt überein.

Von Säugethieren ist das Wildschwein gänzlich, der Edelhirsch beinahe aus den Wäldern verschwunden; Rehe, Füchse, Haus- und Baum-Marder finden sich nur selten und namentlich im Bereich des Schurwaldes, Fischotter sparsam am Neckar.

Von Vögeln finden sich außer den gewöhnlichen kleineren Falken, Eulen und Singvögeln, Fischreiher ziemlich häufig am Neckar.

Von Fischen führt der Neckar den sog. Weißfisch (Cyprinus nasus L.) in ungewöhnlicher Häufigkeit, so daß zur Laichzeit derselbe zu Millionen gefangen werden kann; nach ihm ist der häufigste der sog. Schuppfisch (Cyprinus cephalus L.), dann die Barbe (C. barbus L.); seltener der Greßling (C. Gobio L.), der Blättling (C. latus Gmel.), der Hasel- oder Gangfisch (C. Dobula L.), die Blekke (C. Alburnus L. und bipunctatus Bloch), die Pfelle (C. Phoxinus L.) und die Schleihe (Salmo Tinca L.); der Barsch oder Börsching (Perca fluviatilis L.), der Aal (Muraena anguilla L.) und Hecht (Esox lucius L.) gehören zu den geschätztesten Fischen des Neckars. Karpfen (Cyprinus Carpio L.) und Forellen (Salmo Fario L.) sind sehr selten im Neckar; dagegen finden sich letztere in einigen kleinen Bächen des Oberamts; ebenso die Bartgrundel (Cobitis barbatula L.).



  1. Wir geben hier eine Probe seiner Poesie (v. der Hagen, Minnesänger II. S. 139) nach der von Herrn Professor Schott uns mitgetheilten Übersetzung:

    Reiche Kleidung haben angelegt
    Der Wald, der Anger und die weitgedehnte Haide.
    Ein Geschenk des Sommers sind diese Gewänder:
    Der April hat das Maaß genommen,

    5
    Der Mai hat zugeschnitten,

    Schöner Gewand ward nie bereitet.
    Weil nun der edle Sommer,
    In der herrlichen Freigebigkeit, die ihm eigen,
    So reichlich schenkt, ohn’ allen Geiz,

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    Singen Vögel wetteifernd

    Sein Lob in den Landen überall.
    Dazu läßt in süßen Tönen
    Manche Nachtigall erschallen ihr dar – dar!
    Desgleichen, wenn man ernstlich darauf achtet,

    15
    So plaudert durch einander alles Blumenvolk,

    Als ob es sich im Tanz bewegte.

  2. In der Periode von 1828/43, von welcher man sichere Angaben über die Hagelbeschädigungen besitzt, kamen nur zwei erheblichere Verheerungen über unseren Bezirk, und zwar im Jahr 1828 über die Markung der Stadt, die Filialien Ober-Eßlingen und Nellingen, und im Jahr 1832 über Köngen, Plochingen, Deizisau und Denkendorf. In diesen beiden Jahren belief sich der angerichtete Schaden auf den Totalertrag von 1201 und 618 Morgen; in den zwei weiteren Fällen, nämlich im Jahr 1840 auf 27 und 1841 auf 1611/4 Morgen. Während sich der Durchschnitt der jährlichen Beschädigungen in dem Neckarkreis auf 8258 Morgen berechnet, kamen auf unseren Bezirk nur 133,8 Morgen. Von sämmtlichen Bezirken des Kreises hat der Hagel nur drei, Backnang, Neckarsulm und Weinsberg weniger betroffen.
  3. Übrigens macht das Pfarramt Zell die Bemerkung: „Hagelschläge trafen früher, und namentlich zu Ende des vorigen und im Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts die Markung häufig und hart; seit dem zweiten Jahrzehnt aber selten, und es ist merkwürdig, daß diese günstige Veränderung so ziemlich mit der Zeit zusammenfällt, da die Kultur des Bodens überhaupt sich hob, und die oberen Terrassen des Bergabhanges, früher meist ödes Haideland, urbar gemacht und angepflanzt wurden.“ – Pfauhausen hatte seit 40 Jahren keinen Hagelschlag, ebenso Steinbach. Auch Wendlingen und die Filderorte leiden sehr selten von Hagelschlag; man nimmt eine Wetterscheide in der Gegend von Hohenheim an. Berkheim wurde von 1796 an 12 Jahre nacheinander heimgesucht; ist aber seit dieser Zeit beinahe ganz verschont geblieben. Anm. d. Red.
  4. Größtentheils Mittheilung des Herrn Bergrath Dr. Hehl.
  5. Namentlich finden sich:Hybodus minor, cuspidatus, sublaevis, attenuatus, orthoconus, aduncus, bimarginatus, Acrodus minimus, acutus, Psammodus porosus, orbicularis, Saurichthys apicalis, breviconus, longiconus, acuminatus, longidens, Gyrolepis Albertii, tenuistriatus, Sphaerodus minimus, Nothosaurus, Termatosaurus u. a.
  6. Die Konchylien dieser Bank sind: Helix arbustorum, hortensis, nemoralis, fucticum, hispida, fulva, lucida, nitens, crystallina, pygmaea, Vitrina elongata, Vertigo cylindrica, Carychium lineatum, Clansilia perversa, parvula, Succinea amphibia, Achatina lubrica, acicula, durchgängig Gattungen und Arten, welche jetzt noch in Württemberg lebend vorkommen.
  7. Nach Mittheilungen des Herrn Prof. Hochstetter in Eßlingen.


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