Beschreibung des Oberamts Ludwigsburg/Kapitel A 7

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VII. Geschichtlicher Überblick.


1. Politischer Zustand.

Im ersten Jahrhundert nach Christus römisch, zu Ende des dritten alemannisch geworden und am Schluß des fünften und im Anfang des sechsten unter fränkische Hoheit gekommen, bildeten diese Gegenden die Grenzen zwischen der späteren Provinz Franken und Alemannien. Eine alte, politische Statistik, worin die Abmarkung dieser Provinzen angegeben wäre, gibt es nicht. Da jedoch anzunehmen ist, daß die Abgrenzung des alemannischen Bisthums Constanz gegen das Speierer der Markscheide zwischen Alemannien und Franken folgte, so dürfte Markgröningen, Asperg und Bissingen zur Provinz Franken, die südlicher gelegenen Orte dagegen zu Alemannien gerechnet worden seyn.

Von der ältesten deutschen Zeit herab bis in die Periode der sächsischen Könige bestand eine Eintheilung der Landstriche nach Gauen. In dieser Beziehung gehörte der nordöstliche Theil des Bezirks zum Murrgau in welchen die Orte Beihingen, Eglosheim und Geisingen im Jahr 836 ausdrücklich gesetzt werden. Der Haupttheil des Bezirks war aber ein Bestandtheil des Glemsgaues; indeß sind keineswegs durch Urkunden nähere Anhaltspunkte für bestimmtere Zuordnung einer größeren Anzahl von Bezirksorten zu diesem| Gaue, welcher ganz im Allgemeinen dem Glemsgebiet entsprochen haben mochte, gegeben[1].

Als Gaugrafen kommen im Glemsgau vor im neunten und Anfang des zehnten Jahrhunderts ein Paar Gozberte; wenigstens urkundet ein Graf dieses Namens im Jahr 819 auf Asperg vor dem Volksgericht und werden im Jahr 902 mehrere Glemsgauorte als gelegen in der Grafschaft des Grafen Gozbert ausdrücklich bezeichnet (Cod. Laur. Nr. 56). Außerhalb des Bezirks in dessen Nähe war die Mahlstätte in Ingersheim, deren Vorsitzende Ahnen der nachher von Calw benannten Grafen waren; als Zubehörden der Grafschaft Ingersheim erscheinen im Jahr 978 Beihingen, Benningen und Heutingsheim (Wirt. Urkundenb. 1, 223).

Die am frühesten genannten Orte des Bezirkes sind, nach den Jahren ihres erstmaligen Vorkommens gereiht, bis zum Schluß des 13. Jahrhunderts die folgenden: Markgröningen (?) 779, Benningen 779, Neckargröningen (?) 806, Asperg 819, Beihingen, Eglosheim und Geisingen 836, Bissingen 9. Jahrhundert, Heutingsheim 978, Aldingen, Kornwestheim und Oßweil um 1100, Poppenweiler 1122, Pflugfelden um 1130, Brache (abgegangen) 1157, Stammheim 1181, Geisnang (abgegangen) und Nippenburg 12. Jahrhundert.

Die Grafschaft über den Haupttheil der Bezirksbewohner gehörte ursprünglich dem im 11. Jahrhundert von der Burg Calw sich nennenden Grafengeschlecht (Schmid Pfalzgr. v. Tüb. 508. 509.). Blos ein Zweig von diesen waren die Grafen von Vaihingen, von denen Schwieberdingen an das Haus Württemberg gelangte. Bereits im 12. Jahrhundert war eine bedeutende Gütermasse der im Hauptstamme erlöschenden Grafen von Calw durch die Heirath Welfs VI. († 1191) mit der Calwer Grafentochter Uta an diesen Welf gekommen, dessen Besitzungen bei seinem kinderlosen Absterben, beziehungsweise schon früher theils an die Hohenstaufen und dadurch mittelbar an das Reich übergingen, theils noch bei seinen Lebzeiten durch Belehnung an die Pfalzgrafen von Tübingen gelangten (Stälin Wirt. Gesch. 2, 434).

Erst in der Blüthezeit dieser Pfalzgrafen tritt der Bezirk dem| geschichtlichen Licht etwas näher. Was nicht wie Markgröningen Reichsort wurde, oder vom Reiche im Lauf der Zeit an Verschiedene als Lehen gelangte, kam größtentheils in deren Machtsprengel. Sie walteten in demselben beiläufig ein Jahrhundert, als sie auf den beherrschenden Punkt, den Asperg, und in hienach genannter Grafschaft eine Nebenlinie abtheilten, in welcher ein ausdrücklich von Asperg sich nennender Graf, Rudolf, unter dem Jahr 1251 erstmals beurkundet ist.

In dieser Nebenlinie, deren Stammvater Graf Wilhelm von Tübingen wir im Jahr 1244 auf Asperg urkundend finden, kennt man folgenden von diesem Grafen ausgehenden Mannsstamm:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Rudolf
bis 1271.
 
Ulrich
† 1283.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ulrich
† um 1341.
H. Anna, T. Albrechts,
Gr. v. Löwenstein.
 
Johann.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ulrich
† um 1339.
 
Wilhelm
† um 1358.
 
Johannes.
 


Die Dauer dieser Nebenlinie begreift ein volles Jahrh.; der im J. 1283 gestorbene Ulrich besaß auch die von Vater und Großvater ererbte Grafschaft Gießen bis zu deren Verkauf um’s Jahr 1264. Dessen gleichnamigem Sohne glückte durch seine Heirath mit der Löwensteiner Gräfin Anna noch die freilich nur vorübergehende Erwerbung Beilsteins. Der letzte Graf, Wilhelm, erscheint, schwäbischer Besitzungen baar, in den Jahren 1354 bis 1357 in Neapel und Sicilien in Diensten K. Ludwigs (von Tarent) und dessen Gemahlin Johanna. Der Nebenzweig hatte übrigens Bedeutung für den Bezirk nur ein halbes Jahrhundert, da solche im Jahr 1308 mit dem Verkauf der Grafschaft Asperg an Württemberg aufhörte.

Diesen Pfalzgrafen von Tübingen, Grafen von Asperg, waren in dieser Gegend durch Vasallen- und Lehendienste verbunden die Hacken von Hoheneck, die von Nippenburg, die von Oßweil, die von| Stammheim u. m. a., außerhalb des Bezirkes die Herren von Plieningen (Mone Zeitschrift 7, 199).

Neben den weltlichen Herren erscheint als erwerbend das Kloster Bebenhausen, wie es schon im Anfang des 13. Jahrhunderts zu Geisnang (wo jetzt Ludwigsburg) Besitzungen erhalten hatte.

Die Erwerbungen Württembergs, welche zum Theil schon dem 12. Jahrhundert angehören mögen, reihen sich in der bekannten Zeit, soweit man die Jahreszahlen kennt, folgender Maßen nach der Zeitfolge: 1303 Febr. 3. Kornwestheim, 1308 März 24. die Burg und Stadt Asperg, die Burg Richtenberg und das Glemsgau mit Leuten und Gütern, sammt der Grafschaft und was dazu gehöret etc. (Sattler Graf. 1. Beil. Nr. 41), und zwar in der Eigenschaft eines Reichslehens, als welches die Grafschaft Asperg wenigstens noch im Jahr 1420 erscheint (Stälin Wirt. Gesch. 3, 418), 1336 Markgröningen, 1339. 1418. 1419. 1733 Schwieberdingen, gegen 1351 Herrschaft Hoheneck, 1481. 1561 Bissingen, 1536 Harteneck, mit 1/2 Eglosheim und 1/3 Oßweil, 1737 Stammheim, 1748 und 1751 Theile von Oßweil, 1750 Aldingen, 1782 Geisingen mit 1/2 Beihingen, 1805 die Staatshoheit über die weitere Hälfte von Beihingen.

Aus den meisten der zuerst erworbenen Orte wurde das Amt Gröningen gebildet, als dessen Bestandtheile im 17. Jahrhundert aufgeführt werden: Gröningen, Bissingen, Eglosheim, Möglingen, Münchingen, Oßweil, Pflugfelden, Schwieberdingen, Thamm, drei Höfe Nippenburg, zwei Höfe Mauer, Hof Erlach und Fuchshof. Auch Sachsenheim, Metterzimmern und Sersheim hatten hinzugehört; Herzog Eberhard III. nahm sie diesem Amte ab und incorporirte sie dem Amte Großsachsenheim, wofür jedoch wegen entgehenden Amtschadens die Amtspflege Gröningen noch 10 fl. erhält. Getrennt davon aber war das Amt Asperg, bestehend aus der namengebenden Stadt und der Festung. Aus der Herrschaft Hoheneck wurde das Amt Hoheneck mit der Stadt Hoheneck und dem Dorfe Neckarweihingen gebildet.

Nachdem Ludwigsburg erbaut und zur zweiten Residenz- und dritten Hauptstadt erhoben worden war, befahl Herzog Eberhard Ludwig den 3. September 1718 die zwei ebengenannten Ämter Gröningen und Hoheneck in ein Oberamt zu vereinigen, zu welchem noch der Marktflecken Asperg und die Dörfer Kornwestheim und Zuffenhausen nebst den Lehensorten 1/2 Stammheim und Zazenhausen vom Amt Canstatt, die Lehensorte Geisingen, Heutingsheim und 1/2 Beihingen vom Amt Marbach geschlagen wurden. In Ludwigsburg sollte ein Ober- und Stadtvogt, in Markgröningen ein Amtsvogt| wohnen. Auf die dringende Bitte Markgröningens jedoch wurde den 13. Aug. 1722 decretirt, daß das Amt Markgröningen selbstständig fortbestehen, jedoch die Orte Eglosheim, Oßweil und Pflugfelden an das Oberamt Ludwigsburg abtreten sollte. Nach dem Tode des Herzogs Eberhard Ludwig erlangte übrigens Markgröningen am 16. Jan. 1736 auch diese abgetretenen Orte wieder und 1739 wurde auch Asperg wieder ein eigenes Amt.

Es bestand sonach das Amt Ludwigsburg neben der Stadt aus den Orten: Hoheneck, Kornwestheim, Neckarweihingen und Zuffenhausen. Dazu kamen dann in den nächsten Jahren vom Amte Marbach: Benningen und Poppenweiler; vom Amt Waiblingen: Neckargröningen und Neckarrems (beide 1771 wieder beim Amt Waiblingen). Dagegen mußte Markgröningen an das Oberamt Ludwigsburg die drei früher genannten Orte wieder herausgeben, wofür es vom Amt Vaihingen Unterriexingen bekam (1739).

Zum Oberamt Ludwigsburg kam im J. 1747 das neu erworbene Aldingen, im J. 1755 abermals der Marktflecken Asperg, 1762 vom Oberamt Canstatt Zuffenhausen abermals und vom Oberamt Markgröningen Möglingen und – vorübergehend – Thamm. Letzteres Oberamt erhielt hiefür Ditzingen, Oberamts Leonberg, und Oberriexingen, Oberamts Vaihingen, mußte jedoch letzteres im J. 1769, das erstere im J. 1770 wieder heimgeben, wogegen es 1771 den Ort Thamm zurückerhielt.

Ende der 1770er und Anfangs der 1780er Jahre gehörten zum Oberamt Ludwigsburg neben der Stadt: Aldingen, Asperg das Dorf (die Festung hatte eine eigene Verwaltung), Beihingen (soweit dieses damals württembergisch war), Benningen, Eglosheim, Hoheneck, Kornwestheim, Möglingen, Neckarweihingen, Harteneck, Oßweil Pflugfelden, Poppenweiler und Zuffenhausen; zum Oberamt Markgröningen: die Stadt Markgröningen, Bissingen, Münchingen, Schwieberdingen, Thamm und der Kammerort Unterriexingen; zum Stabsamt Stammheim: dieser Ort und Zazenhausen (Zazenhausen seit 1807 bei’m Oberamt Canstatt). Im Jahr 1782 bei Erwerbung Geisingens wurde aus diesem Orte und den württembergischen Antheilen an Beihingen und Heutingsheim das Stabsamt Geisingen gebildet.

Diese Ämter alle kamen im J. 1806 zum Kreis Ludwigsburg. Mit dem alten Amte Ludwigsburg wurden vereint im J. 1807 das Amt Markgröningen, im J. 1808 die zwei genannten Stabsämter. Was übrigens einzelne Ortschaften betrifft, so kam Unterriexingen im J. 1807 an’s Oberamt Vaihingen zurück, Benningen wieder an’s Oberamt Marbach. Der letztere Ort aber kam 1813 wieder an das| Oberamt, das dafür an Marbach die 1810 ihm von diesem zugetheilten Orte Murr und Pleidelsheim wieder abtrat. Neckargröningen erhielt es 1808 vom Oberamt Waiblingen, Münchingen trat es 1810 an’s Oberamt Leonberg ab. Seit 1813 blieb der Bestand des Oberamts unverändert.

Bei der Eintheilung des Königreichs in Landvogteien im Jahre 1810 kam es zur Landvogtei an der Enz, bei der neuen Kreiseintheilung im J. 1817 zum Neckarkreis.

2. Kirchliche Verhältnisse.

In der Zeit vor der Reformation lief durch diese Gegend die Grenzscheide zwischen dem Bisthum Speier und dem Bisthum Constanz.

Die zum ersten Bisthum gehörigen Orte waren zwei Archidiaconaten untergeordnet; dem zur hl. Dreifaltigkeit das Landcapitel Markgröningen mit Markgröningen, Thamm, vermuthlich auch Schwieberdingen, und das Landcapitel Vaihingen, wozu Asperg, Bissingen und Eglosheim gehörten; unter dem Archidiaconate St. Guido stunden die Orte des Landcapitels Marbach: Beihingen, Benningen, Heutingsheim und Neckarweihingen (Würdtwein, Subsid. dipl. 10, 341. 342. 332.).

Zum Bisthum Constanz und zwar zu dessen Archidiaconat vor dem Wald gehörten Aldingen, Geisnang, Kornwestheim, Möglingen, Neckargröningen, Oßweil, Pflugfelden, Poppenweiler, Stammheim und Zuffenhausen (Manlius bei Pistorius Scriptt. 3, 791).

Die Reformation wurde, wie in Altwürttemberg überhaupt, um 1535 in den damals württembergischen Orten eingeführt. Im edelmännischen Orte Beihingen Schertlin’schen Antheils geschah dieß jedenfalls nicht viel später; wenigstens kennt man dort schon in den 1550er Jahren den evangelischen Pfarrer Philipp Degen, während der damalige Mitbesitzer Ludwig von Freiberg († 1569) noch einige katholische Geistliche annahm. Die Reihe der evangelischen Pfarrer in Stammheim kennt man seit 1572, so daß jedenfalls noch die Herren von Stammheim, die frühesten Besitzer des Ortes, allda die Reformation einführten. Zu Aldingen ließen in der Mitte des 16. Jahrh. zwei Edle von Kaltenthal, der eine lutherischen, der andere päbstlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche halten (Crusius Annal. Suev. 3, 811).

In der Synodalordnung Herzog Ulrichs von 1547 wurde aus den Ämtern Markgröningen, Asperg, Bietigheim und Vaihingen ein Decanat gebildet (Sattler, Herz. 3 Beil. Nr. 80. S. 277). Bald| nach 1555 bei Errichtung der Specialsuperintendenzen wurde auch Markgröningen eine solche, ohne daß jedoch der Specialsuperintendent nothwendig seinen Sitz in der Stadt selbst hatte.

Im J. 1719 wurde der Dekanatssitz nach Ludwigsburg verlegt (vorher waren die Höfe, auf deren Stelle Ludwigsburg erbaut wurde, Filiale von Oßweil), im J. 1736 aber wieder ein eigenes Dekanat in Markgröningen errichtet. Das Dekanat Ludwigsburg begriff die Orte dieses Bezirks, welche in politischer Beziehung dem Oberamt Ludwigsburg zugetheilt waren (dazu noch Hochberg und Hochdorf, Oberamts Waiblingen), das Dekanat Markgröningen die Orte des Oberamts Markgröningen nebst Beihingen, Heutingsheim und Stammheim (dazu noch Unterriexingen, Oberamts Vaihingen). Eine Verordnung von 1810 bestimmte die Aufhebung des letzteren, welche jedoch erst 1812 wirklich erfolgte. Heut zu Tage begreift das evangelische Dekanat Ludwigsburg sämmtliche evangelische Gemeinden des Bezirkes und außerhalb desselben noch Untermberg (Oberamts Vaihingen).

Die Specialsuperintendenz zu Markgröningen, sowie die spätere zu Ludwigsburg wurden nach der Reformation der Generalsuperintendenz Maulbronn zugetheilt; beide kamen im J. 1810 an die neue Generalsuperintendenz Heilbronn. Bei der abermaligen Veränderung der Sprengel wurde im J. 1823 ein eigenes Generalat Ludwigsburg gegründet.

3) Besondere Schicksale.

Die meisten Schicksale des Bezirkes gruppiren sich um die Veste Asperg, die Städte Markgröningen und Ludwigsburg, weshalb in dieser Beziehung auf den topographischen Theil verwiesen wird. Bei seiner Lage war der Bezirk besonders viel den Kriegszügen ausgesetzt und kaum war die Stadt Ludwigsburg zu gründen angefangen, so erlitt sie im Juli 1707 durch die Franzosen Plünderung.

4. Alterthümer.
A. Römische.
Die Römer, welche sich in den Neckar- und unteren Enzgegenden so vielfältig angesiedelt hatten, haben auch im diesseitigen Bezirk eine Menge Spuren von ihrem ehemaligen Aufenthalt hinterlassen, von denen man übrigens erst in neuester Zeit nähere Kenntniß erhielt[2]; früher waren Spuren römischer Niederlassungen nur| bei Benningen, Beihingen und Aldingen bekannt, obgleich die Nähe der bedeutenden Niederlassungen bei Canstatt und Marbach auf vielfältige Ansiedlungen der Römer in unserem Bezirk schließen ließ.

Von den bis jetzt entdeckten Überresten römischer Niederlassungen sind die bei Benningen aufgefundenen die bedeutendsten; auf der sogenannten Bürg südlich des Orts entdeckte man schon im 16. Jahrhundert ausgedehnte Reste einer römischen Niederlassung und mehrere jetzt im K. Museum der bildenden Künste aufbewahrte Denksteine mit folgenden Inschriften:

1) auf einem vierseitigen Altar:

CAMPESTRIBVS
CASACRVM
P. QVINTIVS. L. FIL.
QVIR. T. ERMINIVS
DOMO. SICCA
VENERIA TRIB
COH. XXIIII. VOL. C. R.[3]

2) Auf einem ebenfalls vierseitigen Altar:

IN H. D. D.
VOLKANO
SACRVM
VICANI
MVRREN
SES. V. S. L. M.[4]

Außer diesen Denksteinen wurde noch ein achtseitiger Altar aufgefunden dessen acht Nischen darstellen: die erste Merkur, die zweite Mars (?), die dritte eine unbekannte Göttin, die vierte Hercules, die fünfte einen Genius mit dem Füllhorn; die übrigen Figuren sind nicht mehr erkennbar. Unter diesen Bildern sind noch 8 kleine| Abtheilungen angebracht, in deren jeder ein oder 2 Kinder oder Genien dargestellt sind.

In neuerer Zeit wurden auf der Stelle der ehemaligen Niederlassung Nachgrabungen veranstaltet, welche Grundmauern Reste von Hypocausten etc. zu Tage förderten und noch jetzt stößt man allenthalben auf ausgedehnte Mauerreste, römische Ziegel etc.; auch werden immer noch römische Münzen aufgefunden. Die Niederlassung bei Benningen scheint mit der auf der andern Seite des Neckars bei Marbach gelegenen Niederlassung in Verbindung gestanden zu seyn und dürfte allen Spuren nach eine größere Ausdehnung als jene gehabt haben. Etwa 1/4 Stunde südwestlich von der Niederlassung auf der Bürg finden sich auf dem sog. Königsrain sparsame Reste eines nicht ausgedehnten römischen Wohnplatzes.

Weitere Niederlassungen bestanden:

1) südlich von dem Schloß zu Beihingen, wo man neben mehreren römischen Münzen Mauerreste, Estrichböden, Hypocaustenreste in ziemlicher Ausdehnung auffand. In dem alten Schloßgebäude war eingemauert das jetzt im K. Museum der bildenden Künste befindliche Flachbild der Göttin Epona, welche zwischen sieben Pferden sitzt; in einer untern Abtheilung desselben fährt ein Mann auf einem vierrädrigen Wagen mit drei Pferden und ist eine Opferscene.

2) Auf der sog. Burg etwa 1/4 Stunde nordöstlich von Beihingen gerade aus der Markungsgrenze zwischen Beihingen und Benningen, wo nach der Volkssage eine Stadt gestanden seyn soll, stößt man in namhafter Ausdehnung nicht selten auf Gebäudesubstructionen, die nach den vielen zerstreut herumliegenden Fragmenten von römischen Ziegeln, Gefässen, Heizröhren etc. einem hier abgegangenen römischen Wohnplatz angehören.

3) Etwa 1/2 Stunde nordwestlich von Aldingen, auf den sog. Stämmen, entdeckte man vor einigen Jahren die Grundreste einer ausgedehnten römischen Niederlassung.

4) Gegenüber von Aldingen auf der rechten Seite des Neckars bei dem sog. Klingelbrunnen, wo nach der Sage ein Schloß gestanden seyn soll, findet man über einer künstlich angelegten Terrasse neben unterirdischen Mauerresten römische Ziegel, Gefässefragmente etc., die einen hiesigen, jedoch nicht ausgedehnten römischen Wohnplatz bekunden.

5) Auf den sogenannten Kirchäckern nahe bei Geisingen finden sich Spuren eines römischen Wohnorts, von dem schon vor etwa 50 Jahren Grundmauren ausgegraben wurden.

6) Nur einige 100 Schritte nordwestlich von Heutingsheim, auf| der sog. Staig, stößt man (namentlich auf einem dem Jacob Vetter von Heutingsheim gehörigen Grundstück) auf Grundmauern und gräbt nicht selten römische Ziegel etc. aus, die einen hier bestandenen römischen Wohnplatz nachweisen.

7) Eine ziemlich ausgedehnte Niederlassung, die sich etwa über 10 Morgen erstreckte, stand 1/4 Stunde südwestlich von Hoheneck auf der sogen. Eglosheimer Burg; daselbst stößt man allenthalben auf Grundreste von Gebäuden, römische Ziegel, Fragmente von Gefässen, namentlich von großen Amphoren, Heizröhren etc.; auch römische Münzen werden zuweilen hier gefunden.

8) Etwa 1/4 Stunde östlich von Kornwestheim auf den sogen. Schelmenäckern befinden sich (insbesondere auf dem Acker des Schreinermeisters Alt Imanuel Gürr von Kornwestheim) Mauerreste, die sich durch die dort zerstreut vorkommenden römischen Ziegel, Gefässe, Fragmente etc. als römisch bekunden.

9) Auf dem Aldinger Berg, 1/2 Stunde östlich von Kornwestheim (auf den Grundstücken des Christian Reuter und Jakob Ergenzinger von Kornwestheim), wurden erst in neuester Zeit namhafte Gebäudereste ausgegraben und mit diesen eine Menge römische Ziegel, Heizröhren, Bruchstücke von Amphoren etc.

10) Etwa 1/4 Stunde westlich von Kornwestheim auf den sog. Hofstätten finden sich römische Mauerreste, die übrigens größtentheils schon früher ausgegraben wurden.

11) Bei der Anlage der Eisenbahn ist man in der Nähe des westlich von Kornwestheim gelegenen Ulrichsbrunnens auf Grundreste wahrscheinlich römischer Gebäude gestoßen.

12) Auf dem Zazenhauser Grund 1/4 Stunde südlich von Kornwestheim und etwa 1/8 Stunde von der Stelle, an der schon früher auf Zazenhauser Markung römische Gebäude ausgegraben wurden, finden sich ebenfalls Spuren eines abgegangenen römischen Wohnplatzes.

13) Auf dem sog. vorderen Weiher 1/4 Stunde nordöstlich von Kornwestheim sollen vor 40 Jahren behauene Steine und römische Ziegel ausgegraben worden seyn.

14) In der Nähe des Aichholzhofes auf dem sogenannten Burgstall wurden in neuester Zeit Grundmauern eines römischen Gebäudes ausgegraben, um die im Viereck eine Mauer lief, von der jede Seite 160 Schritte lang war. Nur einige 100 Schritte östlich von dieser Stelle, auf den sogenannten Burgäckern, fanden sich mehrere interessante römische Gefässe von Bronze (s. die Schriften des W. Alterthumsvereins Heft III.)

15) In dem sog. Ammerthale etwa 1/8 Stunde westlich von| Möglingen wurden (auf dem Acker des Friedrich Ditting von Möglingen) Grundmauern ausgegraben; auf dieser Stelle findet man noch Bruchstücke von römischen Ziegeln, Amphoren, Heizröhren etc., die hinlänglich bekunden, daß hier ein römischer Wohnplatz stand. In einer Waschküche (des Gemeinderaths Jak. Philipp Hirsch von Möglingen) ist ein mit Bildwerk versehener römischer Denkstein eingemauert, der vermuthlich auf der oben angeführten Stelle gefunden und hierher versetzt wurde.

16) Etwa 1/2 Stunde nordwestlich von Neckargröningen auf einer künstlich angelegten Terrasse, Steinbös genannt, finden sich entschiedene Spuren eines abgegangenen römischen Wohnplatzes. Nur einige 100 Schritte nördlich von Neckargröningen auf der sogenannten Au werden nicht selten römische Münzen gefunden.

17) Auf der Au östlich von Neckarweihingen und auf dem 1/2 Stunde nördlich gelegenen Schloßberg standen römische Niederlassungen.

18) Bei dem Riedbrunnen westlich von Pflugfelden (auf den Äckern des Johannes und Georg Dobler von Pflugfelden) stößt man zuweilen auf Mauerreste und findet daselbst zerstreut liegende Fragmente von römischen Ziegeln, Gefässen etc.

19) In den sog. Scheerwiesen 1/4 Stunde östlich von Schwieberdingen, wo sich ein uralt gefaßter Brunnen befindet, sind Grundmauern nebst römischen Ziegeln, Gefässefragmenten, worunter einzelne von terra sigillata etc., gefunden worden.

20) Nur 1/8 Stunde östlich von Stammheim auf den Bildäckern traf man auf ein Pflaster, das entweder von einer Straße oder von einem Hofraum herrührt; auch fand man daselbst Grundreste von einem Gebäude und steinerne Treppen, die zu dem Souterrain desselben führten. Einzeln herumliegende Fragmente von römischen Ziegeln bekunden, daß hier römische Gebäude standen.

21) Im Frühjahr 1855 bei dem Ausstocken eines Theils des auf der Markung Stammheim gelegenen Emerholzes stieß man auf Mauerreste, die sich etwa über 6 Morgen ausdehnten, und fand in großer Anzahl römische Ziegel, Bruchstücke von Heizröhren, Gefässe (worunter von Siegelerde), behauene Steine, 2 Handmühlesteine, Waffen, Geräthschaften, theils von Eisen, theils von Bronce. In der Nähe dieser Stelle zeigen sich im Walde Spuren einer Römerstraße und südlich von dieser Reste von alten Verschanzungen.

Außer den genannten mehr oder weniger ausgedehnt gewesenen römischen Wohnplätzen scheinen auch einzelne noch bestehende| Wohnorte, wie z. B. Eglosheim, Markgröningen, Oßweil etc. auf römische Niederlassungen gegründet zu seyn.

Von römischen Straßen, welche den Bezirk nach allen Richtungen durchzogen haben und die angeführten Niederlassungen in Verbindung setzten, sind bis jetzt folgende aufgefunden worden[5]:

1) Die Landstraße von Stuttgart nach Vaihingen ist größtentheils auf eine römische Heerstraße gegründet worden, die in der Nähe des Pragwirthshauses von der von Canstatt nach Pforzheim führenden römischen Hauptheerstraße abging; sie trägt stellenweise die Namen Heerstraße, Elbenstraße, und von dem Harthof bis Enzweihingen, wo sie die gerade Richtung einhaltend von der gegenwärtigen Landstraße abweicht, wird sie die alte Straße, auch der alte Postweg genannt.

2) Von dieser Straße geht etwa 1/8 Stunde südwestlich von Zuffenhausen eine römische Straße ab, unter den Benennungen „Heerstraße, Salzweg, Asberger Weg, Asperger Sträßle, Schelmenweg, Steinstraße etc.“, durch Stammheim, 1/8 Stunde westlich an Pflugfelden vorüber nach Asperg und von da 1/8 Stunde östlich an Thamm vorüber nach Bissingen führend.

3) In die letztere Straße führte ein von Münchingen über den Kallenberg und das Emerholz herkommender Römerweg nördlich von Stammheim ein.

4) Von Canstatt über Zazenhausen herkommend führt über die Kornwestheimer Markung eine Römerstraße unter dem Namen „steinerner Weg“ östlich an Kornwestheim vorüber gegen die sog. „Wart“ bei dem Salon und von da unter der Benennung „alter Neckarweihinger Weg,“ nach Neckarweihingen.

5) Von Mühlhausen, Oberamts Canstatt, zieht eine Römerstraße unter dem Namen „Sträßle“ auf die Höhe der Markung Aldingen und von da über Oßweil nach Neckarweihingen.

6) Eine ebenfalls von Mühlhausen herkommende Römerstraße führt in gerader Richtung über Kornwestheim, Möglingen nach Markgröningen.

7) Von letzterer Straße geht bei Kornwestheim ein Römerweg ab und führt unter den Benennungen „grasiger Weg, alter Besigheimer Weg“ an der Belleremise vorüber nach Eglosheim und weiter 1/8 Stunde westlich an Geisingen vorbei nach Besigheim.

8) Die von Benningen nach Ludwigsburg führende Landstraße| ist bis auf die Anhöhe 1/4 Stunde südlich von Heutingsheim auf eine römische Heerstraße gegründet und wird noch die Hochstraße genannt; sie führt die Landstraße verlassend unter den Benennungen „Heuweg, alte Straße“ nördlich an Eglosheim und südlich an Asperg vorüber nach Markgröningen und von da unter dem Namen „alter Vaihinger Weg“ nach dem Aichholzhof, nördlich am Pulverdinger Hof vorbei in die oben genannte nach Vaihingen führende römische Heerstraße.

9) Von dieser Straße führt ein Römerweg (grasiger Weg) nach Beihingen.

10) Die von Schwieberdingen über Möglingen nach Pflugfelden führende Vicinalstraße ist auf eine Römerstraße gegründet und wird gegenwärtig noch stellenweise die alte Straße genannt; von Pflugfelden zieht sie als Feldweg unter Namen alte Landstraße an der Belleremise vorüber bis an die Stuttgart–Ludwigsburger Landstraße und von da an ist die Vicinalstraße nach Aldingen auf den alten Römerweg gegründet.

11) Ebenfalls von Schwieberdingen ausgehend zog eine Römerstraße (Laiblinger Weg, Sträßle) 1/8 Stunde östlich an Markgröningen vorüber nach Bissingen.

12) Von Oßweil läuft unter der Benennung „grasiger Weg“ nach Poppenweiler und von der etwa 1/4 Stunde südlich am Lemberg vorüber nach Bollenbodenhof etc.

B. Deutsche.

Altgermanische Grabhügel kommen vor: in der Nähe des kleinen Aspergles 3, und in dem Zuffenhauser Gemeindewald Schelmenwasen 2.

Gräber, welche nicht unter Grabhügeln, sondern in dem gewachsenen Boden, entweder frei oder mit Steinplatten umfriedigt reihenweise eingesetzt sind und einer spätern Periode als die Grabhügel angehören, wurden in dem Bezirke an folgenden Stellen aufgefunden: oben an der Halde und bei dem sog. Kocher auf der Markung Aldingen, nördlich von dem Dorf Asperg, auf dem Königsbühl auf der Markung Benningen, in der Lehmgrube bei Bissingen, auf dem Mäurach bei Eglosheim, nächst dem Ort Heutingsheim, an der Eisenbahn nahe bei Kornwestheim, bei Markgröningen, in dem sog. Regenthal etwa 1/4 Stunde westlich von Neckargröningen, in Oßweil, am Schelmenweg zunächst bei Schwieberdingen, und auf den Bildäckern 1/8 Stunde östlich von Stammheim.

Dergleichen Gräber enthielten neben den Überresten der| menschlichen Skelette zuweilen alte Speerspitzen, Schwerter, namentlich kurze einschneidige, sog. Sachse, Perlen von Glas, Gagat, Thon etc.

Von abgegangenen Burgen und Schlössern, wovon sich noch mehr oder weniger Spuren finden, sind zu nennen:

Auf der Markung Aldingen, das alte Schloß in der Nähe der Kirche zu Aldingen.
Auf der Markung Asperg, die Burg Richtenberg am östlichen Ausläufer des Aspergs.
Auf der Markung Bissingen, auf der Bürg westlich vom Ort.
Auf der Markung Geisingen, die Holderburg zunächst am Ort; auf den Kapellenwiesen soll ein Schloß und eine Kapelle gestanden seyn.
Auf der Markung Heutingsheim, die Burg Kasteneck.
Auf der Markung Hoheneck, die Burg Hoheneck.
Auf der Markung Markgröningen, die Schlüsselburg.
Auf der Markung Oßweil, am Dorf ein mit Graben umgebener Hügel, der Vorhof genannt; eine zweite Burg stand bei der Wohnung des Schultheißen.
Auf der Markung Poppenweiler, die Burg auf der Burghalde.
Auf der Markung Schwieberdingen, bei der Kirche stand eine Burg.
Auf der Markung Thamm, der Burgstall bei dem abgegangenen Orte „Brache.“

Näheres über die genannten Burgen, sowie über die theils noch bewohnten, theils für andere Zwecke eingerichteten Schloßgebäude in Ludwigsburg, Aldingen, Hohenasperg, Beihingen, Seegut, Geisingen, Heutingsheim, Markgröningen, Oßweil, Poppenweiler, Schwieberdingen und Stammheim ist in den Ortsbeschreibungen zu finden.

Abgegangene Orte, Kapellen etc., von denen sich (s. die betreffenden Ortsbeschreibungen) einzelne Spuren oder die Namen noch erhalten haben, kommen vor:

Auf der Markung Ludwigsburg, Fuchshof, Schafhof und Erlachhof.
Auf der Markung Asperg, Weihenberg.
Auf der Markung Beihingen, zunächst am Ort eine Kapelle.
Auf der Markung Oßweil, Hausen und Geisenang.
Auf der Markung Schwieberdingen, Vehingen.
Auf der Markung Thamm, Brache.
Überdieß gibt es noch mehrere Flurbenennungen, welche auf ehemalige Befestigungen, Wachposten, Warten etc. hindeuten und zwar: nordwestlich von Benningen auf einer erhabenen Stelle „die Luge“ (von lugen, spähen), in der Nähe des Salons „auf der| Wart“, 1/4 Stunde nördlich von Möglingen „auf der Luge“ und südlich von diesem Ort „das Schänzle,“ südlich von Oßweil „Schanze,“ etwa 1/4 Stunde südöstlich von Pflugfelden „Schanze“, etwa 1/2 Stunde von Schwieberdingen „Wartbügel,“ nördlich von Thamm „Schanze“ u. s. w.
  1. Glemsgau noch in Bebenhauser Urk. v. 16. Oct. 1276 (bei Mone, Zeitschrift 3, 324): decimas in Westheim … nec non in omni Glemsgev. Auch noch 1492 Sattler Gr. 4. Beil. S. 51. Die Bezeichnung Neckargau, in welchen Neckargröningen (s. d.) gesetzt zu werden scheint, dürfte zumal bei ihrer ausgedehnten Anwendung blos eine allgemeine geographische seyn.
  2. Durch die an Ort und Stelle vorgenommenen Untersuchungen des Verfassers (Finanz-Assessor Paulus).
  3. D. i. Campestribus (Flurgöttinnen) sacrum. Publius Quintius, Lucii filius, Quirina tribu, Erminius (cognomine), domo (i. e. patria) Sicca Veneria (Africae urbe), tribunus cohortis XXIIII. voluntariorum civium Romanorum. Bekannt ist diese Inschrift durch die falsche Deutung, welche man ihr gab; man las: Quiritium terminus, so daß dieser Stein ein Grenzstein des Römerreiches gewesen wäre (!), und hielt Sicca Veneria für den Namen der dasigen römischen Niederlassung.
  4. In honorem divinae domus. Volkano sacro. Vicani Murrenses (also Murr, welcher Name sich in dem benachbarten Dorfe und in dem Flüßchen erhalten hat, schon zur Römerzeit ein Ortsname) votum solverunt libentes merito.
  5. Die in dem Bezirk bekannt gewordenen Römerstraßen sind sämmtlich von dem Verfasser (Finanz-Assessor Paulus) entdeckt und an Ort und Stelle genau untersucht worden.
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