Beschreibung des Oberamts Mergentheim/Kapitel B 12

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12. Elpersheim,
Gemeinde II. Klasse. Evang. Pfarrdorf mit 825 Einw.


Der freundliche Ort liegt auf dem linken Tauberufer, reizend versteckt hinter Pappelgehölz, das auf und ab am Flusse sich hinzieht und von dem spitzigen Kirchthurm überragt wird.

Die im östlichen Theil des Dorfes gelegene Kirche stammt aus sehr alter Zeit, zeigt noch am Schiffe ganz kleine, zum Theil aus Einem Stein gearbeitete Rundbogenfenster; im Jahr 1588 wurde sie im gothischen Geschmack erhöht, diese Jahreszahl steht an einem Fenster der Südseite; den Giebelansatz der ursprünglichen niedrigeren Kirche sieht man auf dem Dachboden gegen Osten und Westen. Der im Osten stehende Thurm zeigt in seinen drei untersten Stockwerken entschieden den spätromanischen Stil, gegen Osten ein kleines hübsches mit Kugeln in der Leibung besetztes Spitzbogenfensterchen und ein schönes spitzbogiges, | ehemals von einer Säule getheiltes Doppelfenster im dritten Geschoß; das vierte Geschoß des Thurmes ist gothisch, und stammt aus dem Jahr 1506, welche Zahl in die Leibung eines der spitzbogigen Schallfenster eingemeißelt ist, und endigt in ein hohes achtseitiges Zeltdach. Das Schiff der Kirche ist an der flachen Decke mit den großen gut gemalten Wappen von Hohenlohe und Oettingen samt der Jahreszahl 1714 geschmückt, der Triumphbogen spitz und der Chor trägt ein Rippenkreuzgewölbe, mit Blätterrosette auf dem Schlußstein. Links in der Leibung des Triumphbogens sieht man ein steinernes Grabmal, worauf die Gestalt des Bestatteten (des gewesenen Stadtpfarrers Matthäus Lilienfein von Öhringen, welcher für seinen kranken Sohn in Elpersheim vikarirte) vor dem Gekreuzigten kniet, mit folgenden Inschriften:

Si locus est aliquis patrio praeclarus amore,
     Hunc et conspicuum nostra ruina facit.
Nam pater accessi natum, quem pestis acerba
     Vexabat, Lachesis stamina rupit atrox.
Tempora si quaeris, vicena luce peracta
     Quintilis laetans spiritus astra capit
(also am 21. Juli).


Als man zalt fünfzehn Hundert Jar
Vier und achzig die Kleinzal war,
Gen Elperßheim zu Sterbens Zeitt
Zum Trost kam Viler krancken Leutt
Mattheus Ilgenfein, sehr altt,
Entschlieff nach Gottes Willen baldt.
Dessen Seel jetzund ist in Rhuw,
Der treuw Gott helff uns auch darzu.
 Amen.

Von den drei Glocken auf dem Thurm sind die beiden größten verziert mit dem Lilienzackenfries, die erste geschmückt mit dem Relief des hl. Bartolomäus und der Umschrift: Vox ego sum vite, cristum laudare venite. anno domini 1507. Auf der zweiten, welche das Relief des hl. Johannes trägt, steht: Anno domini 1506. defunctos plango, vivos voco, fulgura frango. Die dritte Glocke ist bedeutend älter und hat in Majuskeln die Umschrift: Lucas . Marcus . Johannes . Matheus. J . N . R . J . Maria . hilf . mir. Die Unterhaltung der Kirche ruht auf der Stiftung und bei unzureichenden Mitteln auf der Gemeinde. Der Friedhof wurde im Jahr 1608 außerhalb des Ortes angelegt, 1877 erweitert und enthält an der Mauer einige ältere Grabsteine.

| Das vom Staat zu unterhaltende Pfarrhaus wurde 1687 erbaut, das Schul- und Rathhaus 1828; es enthält neben den Gelassen für den Gemeinderath zwei Lehrzimmer, sowie die Wohnungen für Schulmeister und Lehrgehilfen. Ein Armenhaus und ein 1875 erbautes Schafhaus bestehen.

Außerdem ist noch bemerkenswerth die ehemalige Deutschorden’sche Kellerei, jetzt Wirthshaus zum Hirsch, ein hübsches steinernes Gebäude aus der Renaissancezeit, unten eine große Halle mit Holzsäulen. Auch zeigen einige Häuser noch Reste von aufgemalter Architektur. Ein zum Theil noch erhaltener Graben mit Wall umgab früher das Dorf, das zwei Thore, das obere und das untere Thor (Stegthor), beide vor mehr als 50 Jahren abgebrochen, besaß. Ein Theil des Wallgrabens heißt „Ringmauer“. Gutes Trinkwasser liefern stets reichlich 20 Pumpbrunnen und ein Schöpfbrunnen, doch sind nicht alle Brunnen gegen die Verunreinigung mit Jauche völlig geschützt. Die Markung ist quellenarm, und nur eine Quelle fließt das ganze Jahr über, der etwa eine halbe Stunde vom Ort entfernte im Dörrbachthal quellende „Gützbrunnen“. Die Tauber fließt hart (nördlich) am Ort vorbei und durch die ganze Markung der Länge nach, tritt nicht selten aus und setzt einen Theil des Orts, die sog. Mühlgasse, unter Wasser, richtet namentlich auch in den Wiesen nicht unbedeutenden Schaden an. Ferner fließt durch den westlichen Theil der Markung von Süden nach Norden der Dörrbach, der den Sommer über gewöhnlich eintrocknet. Hungerbrunnen sind einige vorhanden. Die Vizinalstraße von Weikersheim nach Mergentheim führt durch die Markung, die von Niederstetten über Pfitzingen nach Mergentheim durch den Ort; die Eisenbahn von Weikersheim nach Markelsheim geht unweit des Orts, auf dem rechten Tauberufer, aber ohne Haltstelle, vorbei. Eine hölzerne Brücke führt unmittelbar am Ort über die Tauber und eine steinerne oberhalb auf eine Insel im Flusse; beide Brücken sind von der Gemeinde zu unterhalten.

Die Vermögensverhältnisse gehören zu den günstigeren des Bezirks. Der vermöglichste Bauer besitzt 50 Morgen Feld und 12 Morgen Wald, der Mittelmann 22 Morgen Feld und gegen 5 Morgen Wald, die ärmere Klasse 10 Morgen Feld und 2 Morgen Wald. Viele Ortsbürger besitzen kleinere Güterstücke auf den angrenzenden Markungen.

| Die Erwerbsmittel der Bevölkerung bestehen in Feld- und Weinbau, Viehzucht und den gewöhnlichen Gewerben.

Im Ort befinden sich 3 Schildwirthschaften und 1 Schenkwirthschaft, 1 Kauf- und 1 Kramladen. Von den Handwerkern sind am stärksten vertreten Weber, Schuhmacher, Schneider und Maurer, die sämmtlich auch nach außen arbeiten. Eine Ziegelei wird mit gutem Erfolg betrieben. Die 2 Mühlen haben je 3 Mahlgänge und 1 Gerbgang, die untere Mühle auch 1 Gipsstampfe.

Die mittelgroße Markung hat einen ziemlich fruchtbaren meist leichten und theilweise hitzigen Boden, der Untergrund ist meistens Lehm. Nasse Wiesen kommen keine vor; 2 Kalksteinbrüche, sowie Lehm- und Kiesgruben sind vorhanden.

Das Klima ist im Allgemeinen mild, doch kommen schädliche Frühlings- und Herbstfröste, auch kalte Nebel nicht selten vor, weil das Tauberthal dem Nordostwind sehr ausgesetzt ist. Hagelschlag ist selten, Gewitter gibt es dagegen häufig.

Der Stand der Landwirthschaft hat sich seit der Zehnt- und Gefäll-Ablösung sehr gehoben und kann die Vergleichung mit dem der andern Orte des Bezirks wohl aushalten. Die Parzellirung ist ziemlich groß; als Dünger werden neben dem Stalldünger Gips, Kompost und Asche verwendet, die Düngerstätten könnten noch immer besser und zweckmäßiger angelegt werden, doch wird die Jauche meist sorgfältig gesammelt.

Als Pflug ist hauptsächlich der Hohenheimer eingeführt; eiserne Eggen, ferner Walzen, mehrere Dreschmaschinen und sehr viele Futterschneidmaschinen sind im Gebrauch. Man pflanzt vorherrschend Roggen, Dinkel und Gerste, weniger Weizen und Haber, ferner Kartoffeln, die besonders gut gedeihen, und Futterkräuter, Flachs und Hanf nur für den eigenen Bedarf.

Nach außen können verkauft werden 300 Scheffel Dinkel, 200 Scheffel Roggen und 1000 Scheffel Gerste. Der Wiesenbau ist im Verhältnis zur Markung nicht ausgedehnt, das Futter aber sehr gut; von den sämmtlich zweimähdigen Wiesen können nur 7 Morgen bewässert werden. Futter wird in manchen Jahren noch zugekauft.

Der Weinbau ist ausgedehnt und liefert in guten Jahrgängen ein vorzügliches Gewächs, das sich den besten übrigen Tauberweinen, wie dem Markelsheimer, Karlsberger u. s. w. würdig an die Seite stellt. Die geschätztesten Lagen sind die Steckenhalde und die mittlern Lagen des Tauberbergs. Man | pflanzt 2200 Stöcke, meist Gutedel, Sylvaner und fränkisches Süßroth auf den Morgen und bezieht als höchsten Ertrag daraus 4–5 Eimer. Der Eimer wird von 66 M. bis zu 180 M. bezahlt. Das sämmtliche Weinerzeugnis wird nach außen und zwar nach ganz Württemberg und in die Nachbarstaaten verkauft.

Die Obstzucht ist im Zunehmen, das Obst geräth aber wegen der Frühlingsfröste und kalten Nebel nicht gerne. Man pflanzt auch feinere Sorten, von Steinobst hauptsächlich Zwetschgen und Pfirsiche. Von der Gemeinde ist ein besonderer Baumwart aufgestellt. Die Jungstämme werden meist, wie auch in den andern Orten des Bezirks, vom Oberamtsbaumwart Roll in Amlishagen bezogen.

Die Gemeinde besitzt nur 32 Morgen Wald, die einzelnen Bürger aber 488 Morgen, meist Laubwald.

An Weiden besitzt die Gemeinde 335 Morgen, welche sammt der Brach- und Stoppelweide der Gemeindekasse jährlich 1970 M. einbringen; die Pferchnutzung trägt der Gemeinde 1200 M. und außerdem bezieht sie aus 250 Morgen Allmanden ein jährliches Pachtgeld von 1800 M. Weitere ziemlich umfangreiche Allmanden sind an die einzelnen Bürger vertheilt.

An Pferden sind 30 Stück im Ort; die Rindviehzucht (Hällische Race) ist in gutem Stand; man hält 2 Farren von der genannten Race. Viehhandel wird ziemlich lebhaft betrieben, namentlich auf den Viehmärkten von Mergentheim und Niederstetten. Viehmastung findet nicht statt. Ein Ortsschäfer als Pächter läßt Sommer und Winter 500 Stück Schafe veredelter Landrace auf der Markung laufen. Schweinezucht (Schweinfurter Race) ist unbedeutend, Schweinemastung findet nur für den eigenen Bedarf statt. Die Geflügelzucht von Gänsen, Enten, Hühnern, Tauben ist nicht unbeträchtlich und produzirt auch für den Absatz nach außen.

Das Fischrecht in der Tauber hat der Fürst von Hohenlohe-Langenburg, der es für 25 M. jährlich verpachtet.

An Stiftungen sind vorhanden: 1) die allgemeine Stiftung und mit derselben verbunden die karolinische. Stifter derselben sind hiesige Bürger und Witwen von der Mitte des vorigen Jahrhunderts an mit einem Betrag von 2307 M., dann Graf Karl Ludwig von Hohenlohe-Weikersheim mit einem Betrag von jetzt 885 M.; und weiter die Kellermann’sche Familie mit jetzt 520 M. Die Zinsen werden für Ortsarme und Kranke, die | der Kellermann’schen Stiftung besonders für Konfirmanden der Familie verwendet.

2) Die Pistorius’sche Stiftung, gestiftet von Eva Dorothea Pistorius, Regierungsraths Witwe in Weikersheim, mit 5886 M., deren Erträgnis zu Lehrgeldsbeiträgen und zur Erziehung hiesiger bedürftiger Bürgerssöhne verwendet wird.

3) Außerdem hat die Gemeinde einen ihrer Seelenzahl entsprechenden Antheil an der fürstlich Friedrich Ludwig Karl-Bücherstiftung und am Hohenlohe-Neuenstein-Weikersheimer Spital.

Abgegangene Wohnorte sind nordwestlich vom Ort der Weiler „Tauberberg“, südöstlich „Mutzenhorn“. Bei Tauberberg befindet sich ein guter schön gefaßter überwölbter Brunnen, der noch benützt wird. – Im Jahre 1877 fand ein Weingärtner beim Umwerfen eines der im Tauberthal allgemein in den Weinbergen aufgehäuften Steinwälle Bruchstücke einer Kapsel aus Eisenblech, und unter derselben 400–500 goldene Münzen, gegen 200 Silberthaler, eine Masse kleiner Silbermünzen, namentlich Heller, und einen silbernen Becher, was Alles im dreißigjährigen Krieg dort verborgen worden war. Die gefundenen Münzen gehörten dem fünfzehnten und sechzehnten und den ersten zwei Jahrzehnten des siebenzehnten Jahrhunderts an. Die Goldstücke und das Silbergeld bis zu den Halbbatzen herunter gingen von Portugal an fast durch alle europäischen Staaten hindurch bis zur Türkei; nur die Heller gehörten sämmtlich der Stadt Straßburg allein an (s. auch Württemb. Vierteljahrshefte für Landesgeschichte. Jahrg. 1878. S. 44).

„Teufelsweg“ wird ein Fuhrweg genannt, der ganz nahe vor dem Ort an einer Schlucht, „Teufelsthal“ genannt, entlang führt. „Heerweg“ heißt die den Ort mit der Vizinalstraße von Weikersheim nach Mergentheim verbindende kurze Wegstrecke. – „Osterberg“ kommt als Markungsname noch in alten Akten vor.


Elpersheim – das Heim eines Elper – hatte im 13. und 14. Jahrhundert eigenen, übrigens den Hohenlohe lehenspflichtigen Adel, der sich von Elpersheim oder, wie es scheint, Schad (= Schädiger, schadender Feind, vgl. Landschad) von Elpersheim nannte. Die Hohenlohe, welche 1219 eine Mühle daselbst den Deutschherren in Mergentheim überließen, blieben im Besitz eines Theils des Zehntens, während den andern das Stift Neumünster in Würzburg besaß, und gewisser Güter. | Vielleicht heiratete eine Hohenlohe oder eine Angehörige der Familie v. Elpersheim einen Herrn v. Warberg (bayr. BA. Herrieden); denn Ulrich v. Warberg verpfändet 1250 die Nutznießung von seinem Dorf Elpersheim an einen Juden und verkauft dasselbe noch in dem gleichen Jahr an Jutta v. Schillingsfürst, die auch v. Röttingen heißt. Man erfährt nichts weiter von dieser Frau; wahrscheinlich verheiratete sie sich in die ortsansäßige Adelsfamilie, unter deren Töchtern 1325 eine Jutta erscheint. Von da ab treten als in Elpersheim begütert außer den Hohenlohe, Deutschorden und Stift Neumünster, sowie dem Gemahl einer Hohenlohe-Brauneckschen Erbtochter, Konrad von Weinsberg, folgende auf: v. Hove (1325), die Frauenklöster Markelsheim und Neunkirchen (1350) die Lesch und Goltstein (c. 1350) v. Finsterlohe (1388) die Mertin, v. Crailsheim und Sützel (1414) v. Gattenhofen-Ehenheim (1416) Pfalz (1423) Zobel v. Giebelstatt (durch Heirat mit einer Finsterlohe 1559) Lochinger (1590.)

Ein Pfarrer wird erstmals 1341 erwähnt: Konrad Sepser. Weiterhin: Joh. Eschenbach 1414. Joh. Schmid 1499. Konr. Kestner 1556. Ge. Hartmann 1572. M. Arn. Lilienfein 1583. M. Bernh. Lilienfein 1596. Jak. Wildholz 1626. Joh. Ge. Schlözer 1667. Joh. Ge. Herrnbauer 1696. Ge. Lud. Muck 1697. Jos. Heyland 1703. Phil. Dav. Ilg 1713. Christof Ernst Meister 1723. Joh. Phil. Zorn 1735. Joh. Mich. Eibich 1736. Joh. Christi. Speier, v. Windsheim, später Dekan in Blaufelden, zuletzt in Crailsheim, 1808. (Bei diesem wuchs, als Neffe seiner Gattin, in den Jahren 1811–19 mit andern Söhnen fränkischer Edelleute heran: Rudolf Freiherr von Geuder-Heroldsberg, geboren zu Nürnberg 25. Febr. 1805. Später in der Kadettenschule in München gebildet, brachte er es in österreichischen Diensten bis zum Feldmarschall-Lieutenant und lebt jetzt in Wien. Alle zwei Jahre besuchte er Elpersheim wieder, wo „der Rudolf“ bei seinen Spielkameraden nicht vergessen ist.) Lud. Fried. Meister 1820. Heinr. Hartmann 1829. Ge. Hein. Biermann 1838. Karl Mart. Roser 1847. Theod. Speier (Sohn des Obigen) 1862.


1219. Heinrich und Friedrich v. Hohenlohe übergeben bei ihrem Eintritt in den DO. zu Mergentheim diesem unter anderen Besitzungen eine Mühle in Elpersheim. U.B. 3, 95.

1223. Gottfried v. Elpersheim Zeuge in einer Kloster Bronnbacher Urkunde. O.R. 2, 306.

| 1230. Heinricus Schade de E. Hohenlohischer Lehensmann und Schieder. U.B. 3, 272.

1250 Juni. Ulrich v. Warberg verpfändet dem Juden Jakob auf drei Jahre die Nutznießung von seinem Dorf Elpersheim. Wib. 2, 66.

1250. Oktober 1. Rothenburg. Ulrich v. Warberg (bayr. BA. Herrieden) verkauft sein Dorf Elpersheim mit Zugehör an die edle Frau Jutta v. Schillingsfürst. Künftig im Wirt. Urkundenbuch.

1251. März 21. Walther Schenk v. Limpurg genehmigt diesen Kaufvertrag zwischen seinen Verwandten, Jutta v. Röttingen u. Ulrich v. Warberg. Wib. 2, 67.

1269. Arnoldus de Elpersheim Zeuge in einer Hohenlohischen Urkunde. W. F. 1848, II, S. 5. Ein Arnoldus miles de Elpersheim im Nekrologium der Deutschhauskapelle zu Mergentheim. W.F. 6, 88.

1297. Theodericus de Elpersheim Zeuge in einer Hohenlohischen Urkunde. W. F. 1848, II. S. 10.

1299. 1300. 1301. 1316. 1318. Frater (DO.s) Arnoldus de Elpersheim. Ebend. S. 11. 12. 4, 121. 196. 6, 90.

1325. Dieterich v. Elpersheim, seine Ehefrau Gertrud, ihre Söhne Heinrich und Arnold, auch Tochter Gütte (Jutta, Judith) verkaufen eine Korngilt in Elpersheim an Friedrich v. Hove[ER 1]. Wib. 4, 93.

1345. Walter Clieber verkauft eine Hellergilt und ein Fastnachtshuhn von seinem Gut zu Elpersheim an Kloster Schäftersheim. Öhr. Arch.

1350. Die Frauenklause Markelsheim verkauft der Klause Neunkirchen ihr Gut in Elpersheim. St.A.

c. 1350. Rüdiger Lesche hat den Zehnten, Hans Goltstein 4 Güt gelegen zu Elpersheim als Hohenlohe-Weikersheimische Lehen. Hoh. Arch. 1, 343. 340,

1356. Heinrich v. Elpersheim Hohenlohischer Gerichts-Schöpff zu Weikersheim. Hanßelmann 1, 599.

1356. Ein Henricus de Elpersheim im Nekrologium der Dominikanerkirche zu Mergentheim. W. F. 5, 399.

1360. Kraft v. Hohenlohe und seine Gemahlin Anna stellen ihren Geistlichen, darunter dem Pfarrer von Elpersheim, einen Schutz- und Schirmbrief für Leib und Gut aus. Wib. 2, 302.

1388. Götz und Albrecht v. Finsterlohe kaufen einen Hof zu Elpersheim von Ulrich und Friedrich v. Hohenlohe. Reg. bo. 10, 217.

1403. Der von Konrad v. Weinsberg und seiner Gemahlin geborenen v. Hohenlohe-Brauneck gestifteten Bruderschaft (s. Weikersheim) gehört auch der Pfarrer von Elpersheim an. Wib. 1. 128.

1414. Heinz v. Crailsheim und seine Hausfrau Lutzei Mertnein verkaufen an Rüdiger Sützel ihre Gütlein zu Elpersheim etc. OR. 24, 65.

1416. Heinz v. Gattenhofen (bayr. BA. Rothenburg) von Ehenheim verkauft an DO. eigene Leute zu Elpersheim, Igersheim und Oberbalbach um 53 Pfd. (B.)

1423. Konrad v. Weinsberg verkauft sein Viertel der Vogtei in Elpersheim und andern Orten an den Pfalzgrafen Otto. O.R. 9, 434.

1428. Konrad v. Weinsberg gibt mit seiner Gemahlin Anna v. Hohenlohe den Leschen-Zehnten an Tauberberg bei Elpersheim an die Kapelle auf dem Kirchhof zu Weikersheim. Wib. 4, 121.

| 1481. Johannes Lutz von Elpersheim verspricht, ein Kanonikat im Stift zu Öhringen demjenigen zuzuwenden, den ihm seine Herren v. Hohenlohe benennen. Wib. 2, 370.

1559. Hans Zobel v. Giebelstadt verkauft sein Eigenthum in Elpersheim und a. O., wie er es von seiner Mutter Brigitte v. Finsterlohe ererbt hatte, an Hans v. Finsterlohe. Biedermann, Altmühl 250.

1561. Das Mönchshaus (vom Stift Neumünster?) wird an einen Bauer verkauft. W. F. 6, 493.

1582. Eine Feuersbrunst zerstört 21 Wohnhäuser, 26 Scheunen sammt Inhalt, darunter die herrschaftlichen Zehntgarben von Honsbronn und Mutzenhorn, 28 Keltern und Kelterhäuser; 35 Familien von etwa 60–70 Häuptern sind obdachlos. W.F. 7, 132.

1584. Großes Sterben, 297 Leichen von April bis Dezember. (Mitth. von Pfarrer Speier.)

1587. Die Kirche zu St. Jost wird reparirt. W.F. 6, 493.

1590. Ein Peter Lochinger v. Umersdorf läßt sich in Elpersheim nieder. W.F. 8, 476.

1626. Großes Sterben, 272 Leichen. (Mitth. v. Pf. Speier).

1620. 23. 25. 30. 34. 36. 37. Kriegsbeschwerden.

1673. Plünderung der Kirche etc. durch die Franzosen.

1714. Die Kirche wird reparirt. Wib. 4, 214.

1719. Der abgegangene Weiler Tauberberg soll wieder aufgebaut werden; es kommt aber nicht zu Stande. W.F. 7, 135.


Errata

  1. S. 532 Z. 20 lies Hove. Siehe Berichtigungen und Ergänzungen, Seite 836.
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