Beschreibung des Oberamts Riedlingen/Kapitel B 36

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36. Offingen mit Bussen, Buchay und Dentingen.

a. Offingen, ein kath. Pfarrdorf am südlichen Abhange des Bussen, 13/4 St. von Riedlingen, mit 434 Einw. (einschließlich der Bussenhäuser 491), C. A. Heiligkreuzthal, Fst. Fax. Amtsbezirk und R. A. Marchthal, F. V. Buchau. Standes- und Grundherr Fst. v. Th. und Taxis. Zehnten beziehen, den großen die Pfarrey von 318 Jch., die Pfarrey und der Staat gem. von 78 Jch., die Kirchenpflege von 122 Jch., den kleinen die Pfarrey, von dem Zehentbezirk der Kirchenpflege die Caplaney.

Gefälle beziehen: F. Taxis 225 fl. 491/2 kr., 322/8 Sch. D.,| 162/8 Sch. H.; Ortsheilige 54 fl. 34 kr., 281/8 Sch. D., 10 Sch. H., 5 Sch. 73/4 S. Gerste; Pfarrey 13 fl. 10 kr.; Kaplaney L. Enslingen 5 fl. 15 kr., 116/8 Sch. D., 95/8 Sch. H. dazu Landgarben des Fürsten im Betrag von 570 fl. 34 kr.

Offingen liegt unmittelbar unter dem Kopfe des Bussenbergs. Der Ort hat 2 Öhlmühlen, 1 Schildwirthsch. und Brauerey. Die Pfarrkirche liegt mit dem Gottesacker auf dem Bussen, die Pfarrey wurde deßwegen sonst immer auch Pfarrey Bussen genannt. Die Kirche wurde 1516 von den Trümmern der vordern Burg neu gebaut, und 1781 abermals erneuert. Sie ist der h. Jungfrau geweiht, deren Bild, als Mater dolorosa, sie zu einer stark besuchten Wahlfahrtskirche <!sic!-->gemacht hat. Das Pfarrhaus steht im Dorfe, und wurde, nachdem das alte 1804 abgebrannt ist, neu gebaut. In dem Orte steht auch eine geräumige Kapelle, worin alle Wochen-Gottesdienste und die kirchlichen Handlungen, auch die Früh-Gottesdienste an Sonn- und Feyertagen verrichtet werden. Neben dem Pfarrer steht auch noch ein Caplan, seit 1826 beständiger Vikar, an der Kirche. Eingepfarrt sind Aderzhofen, Bussen, Buchay, Dentingen und Möhringen, welche, mit Ausnahme von Möhringen, alle auch ihre Schule in Offingen und ihren gemeinschaftlichen Gottesacker auf dem Berge bey der Kirche haben. Dieser Gottesacker hat das Eigenthümliche, daß die Leichname darin sehr langsam verwesen, und die Todten desßwegen alle bis zum Jahre 1814 ohne Sarg eingesenkt wurden. Die Pfarrkirche ist sehr alt, schon im Jahre 805 wird die Basilica auf dem Bussen von den Grafen Chadaloch und Wago dem Kloster St. Gallen geschenkt. S. 7. Später findet man sie im Besitze des Klosters Reichenau und von Constanz und dann von Baden, von dem sie durch Vertrag 1807 an Würtemberg kam.

Offingen ist eine alte Zugehör der Burg Bussen. Wie aber jene schon in frühen Zeiten sich in 2 Burgen theilte, so war auch Offingen getheilt, und der eine Theil gehörte dem Kloster Reichenau und kam nachher als Lehen in verschiedene Hände, während der andere Theil mit der Herrschaft| Bussen verbunden blieb. Nach S. 11 wurden Bussen und Offingen, d. h. vermuthlich die eine der Burgen mit dem Antheil an dem Dorfe, schon vor 802 von Gr. Berthold an die Reichenau vergabt. Nach andern Nachrichten und nach der S. 8 angeführten Urkunde Karls d. Gr. v. J. 811, war Offingen eine Besitzung seines lieben Verwandten (und ohne Zweifel auch Bertholds Verwandten) Egino, der aus dem Geschlechte der Kaiserinn Hildegard, Karls des Gr. Gemahlin, war. Egino besaß neben Graf Gerold, Güter um den Bussen, und nachdem er wenige Jahre das Bisthum Verona verwaltet hatte, zog er sich in die Einsamkeit der Reichenau zurück, wo er i. J. 799 die Pfarrkirche Niederzell stiftete und an dieselbe Offingen vergabte[1]. Der andere Theil von Offingen kam 1291 an das Östreichische Haus (s. Bussen), und auf unbekannte Weise, gelangte Östreich später zu dem Besitze der Lehensherrlichkeit von beiden Theilen. Den erstgenannten, anfänglich Reichenauischen, Theil trugen Joh. Wanner, Bürger zu Riedlingen und die von Klocken zu Biberach zu Lehen. Wanner verkaufte seinen Theil 1431 an das Kloster Zwiefalten für 1670 Pf. und der Hz. Friedrich von Östreich löste dabey den Lehensverband auf; die von Klocken verkauften den ihrigen (2 Höfe) 1508 an Graf Andreas von Sonnenberg, Truchsessen von Waldburg, nachdem Hz. Sigmund schon 1472 die Lehenschaft ebenfalls aufgehoben hatte[2]. So ward die Grundherrschaft zwischen Zwiefalten und den Inhabern der Herrschaft Bussen getheilt und der letztere Antheil hieß Bussisch Offingen. Die landesherrlichen Rechte aber über den ganzen Ort waren mit der Herrschaft Bussen verbunden. Mit dieser kam der Besitz 1786 an das Fürstl. Thurn und Taxissche Haus, und dieses kaufte 1788 auch den Zwiefaltischen Antheil, wozu 17 Häuser gehörten. |
b. Bussen.

Der obere Theil des Dorfes Offingen, bestehend in etlichen Wohnhäusern, Sitz eines F. Revierförsters, wird gemeiniglich Bussen, auch Bussenhäuser genannt. Der Grund dieser Unterscheidung liegt in der besondern Entstehung. Damit es nämlich den Inhabern des Bussischen Hofguts Buchay nicht an Taglöhnern fehle, wurden vor etwa 70 Jahren 6 Wohnhäuser für solche Familien an dem Berge erbaut. Diese Häuser liegen unmittelbar unter der Krone des Bussenberges und es führen von denselben vollends steinerne Staffeln auf den Berg hinauf. Auf dem Berge steht, wie schon bemerkt worden, die Pfarrkirche Bussen, bei derselben ein Häuschen, das sich ein Bürger von Offingen aus einer Eremitenklause zur Wohnung mit seiner Familie zugerichtet hat. Auf dem hintern, durch einen Graben geschiedenen, Theile des Berges liegen die Ruinen der Burg Bussen, nur noch wenige Mauerreste, worunter sich der Rumpf eines Thurmes durch seine eigene Bauart und durch seine gewaltigen, wiewohl großentheils geplünderten, Steinmassen auszeichnet und als ein Werk Römischer Abkunft ankündigt. S. 28. Die Beschaffenheit des merkwürdigen Berges, die unübertreffliche Aussicht, die man darauf hat, ist schon oben S. 27 beschrieben. Es bleibt somit nur noch übrig, einen Blick auf seine Geschichte zu werfen.

Schon die Römer hatten, wie so eben angeführt worden, auf dem Bussen einen festen Wachtthurm. An diesen Thurm wurde nachher eine Burg angebaut. Suevia wird diese Burg in alten Schriften und der Berg Mons Suevus geheißen. Schon frühe aber findet man 2 Burgen auf dem Berge, wovon die eine vorn bei der Kirche stand und die Vorderburg genannt wurde, während die andere die Hinterburg hieß. Nach allen Umständen war Bussen der Stammsitz des weit verbreiteten Geschlechts der Gaugrafen von der Folkoltsbar und Bertholdsbar, von dem später auch die Grafen von Veringen, Nellenburg und andere Geschlechter ausgegangen sind. Als der älteste bekannte Besitzer wird von vielen| Graf Gerold, der Schwager und Waffengenosse Kaisers Karl des Großen, gefallen gegen die Hunnen 799, genannt. Er wird auch von spätern Geschichtsschreibern Comes Pussenius, Graf von Bussen geheißen[3]. Er hatte einen Sohn, Namens Berthold, der in der S. 8 angeführten Urkunde Karls des Gr. v. J. 811 ebenfalls als Graf vom Bussen erscheint. Dieser Berthold, welcher in Öheims Chronik als Herzog von Schwaben vorkommt, scheint der Vater der oft genannten Grafen Chadaloch und Wago gewesen zu seyn, welche 805 die Kirche auf dem Bussen an St. Gallen verschenkt haben, S. 7, und war der Urgrosvater des jüngern Chadalochs, der 889 die Urkundenin loco, qui dicitur Pusso (S. 10) ausstellte[4]. In dem Güterbesitze dieser Familie findet man später die Grafen von Veringen und Nellenburg, ohne Zweifel Abkömmlinge des Geschlechts, von welchen Wolfrad I., gest. 1010, zuerst mit der Zubenennung von Veringen erscheint, und zu welchen wohl auch jener illustris vir, Peregrinus, der zweite Stifter des Klosters Bussen-Beuron gehört hat, der nach einer ihm in dem Kloster gesetzten Grabschrift 1092 auf seinem Stammschlosse Bussen gestorben ist[5]. Kaiser| Rudolph von Habsburg kaufte von den Grafen von Veringen 1291 die Grafschaft Veringen, und wie das lat. Östr. Habsburgische Rodel (v. J. 1292) beweist, zu gleicher Zeit auch den Bussen und die dazu gehörigen Güter mit der Vorderburg und der Vogtey über die Kirche. Die Hinterburg wurde, nach Dir. von Raisers Auszügen, von Graf Eberhard von Landau gekauft. Die Vorderburg war Reichenauisches Lehen, und wird auch in dem Östr. Urbar von 1303 als Lehen von Owe bezeichnet; später aber ging die Lehenschaft auch an Östreich über, und von Östreich her ist jetzt der ganze Besitz mit Zugehör Würt. Lehen. K. Rudolph, der nach der allgemeinen Meinung die Absicht hatte, für einen seiner Söhne wieder ein Herzogthum Schwaben herzustellen, wollte, wie es scheint, dasselbe auf den Bussen begründen, vielleicht weil sich an diesen Erinnerungen eines alten Herzogssitzes knüpften. Sein Vogt Schiltung suchte deßwegen so Vieles als möglich, und wie die Marchthaler Annalen beweisen, selbst das Kloster Marchthal, unter die Vogtey Bussen zu ziehen. Der Plan mißlang, und die Vogtey Bussen blieb in der Folge auf den unten bezeichneten Umfang beschränkt. Auch die Herrschaft Bussen hatte das Schicksal, wie andere Östr. Besitzungen in Schwaben, mehrmals verpfändet zu werden. So kam sie 1325 an die Grafen von Hohenberg, nachher an Burkh. von Ellerbach, und endlich an die Truchsessen von Waldburg, und zwar war, nach einer Scheerer Urkunde, Hans der Truchseß schon 1398 im Besitze. Neben den Truchsessen erscheinen jedoch noch die von Stein als Vögte, Praefecti, von Bussen, vermuthlich weil Östreich immer die Landeshoheit über die Herrschaft behalten hatte[6].| Bekanntlich suchte Östreich seine Pfandschaften, und unter diesem Titel auch die Herrschaft Bussen wieder an sich zu ziehen, obgleich Erzh. Sigmund 1452 an die Truchsessen Eberhard „die Grafschaft Friedberg samt dem Schloß und Stadt zu der Scheer, dazu die Vogtey auf dem Schloß und Dorf Bussen und Dirmentingen, die vorher schon dem Eberhard eigen waren, um 32.000 fl. auf ein ewiges und beständiges verkauft hatte[7].“ Durch den Vertrag von 1680 aber blieb den Truchsessen unter Anderm auch die Pfandschaft Bussen mit Dürmentingen als ewige Mannsinhabung. Diese Inhabung begriff die zerstörte Burg Bussen, die Orte Bussisch Offingen, Hailtingen, Unlingen, Dentingen und Altheim[8]. Mit der Herrschaft war, wie schon zu Graf Gerolds Zeiten, die Schirmsvogtey über die Reichenauischen Besitzungen in der Umgegend verbunden, welche dem Truchsessen Hans 1399 von dem Abte der Reichenau besonders übertragen worden war. 1786 | verkauften die Truchsessen die Herrschaft Bussen mit Friedberg-Scheer und Dürmentingen an den Fürsten Karl Anselm von Thurn und Taxis (S. 16) und 1806 kam sie unter Würt. Oberherrschaft.

Die Burgen auf dem Bussen gingen im Sturme der Zeiten unter, und jetzt erinnern nur noch die oben erwähnten geringen Überreste an ihr ehemaliges Daseyn, und an die großen Geschlechter, welche darin ihren Sitz hatten. Indeß hatte noch der Truchseß Eberhard, der 1483 starb, seinen Sitz auf dem Bussen. Aber schon damals scheint die Vorderburg im Zerfall gewesen zu seyn; denn 1516 wurden, wie schon bemerkt worden, ihre Ruinen zum Bau der Kirche verwendet. Die Hinterburg wurde am 14. und 15. Dec. 1633 von den Schweden und Würtembergern genommen, und bis auf die leeren Mauerstöcke ausgebrannt. Schon 1358 war, nach Sulger, der Bussen von Graf Eberhard von Würtemberg eingenommen worden. Über die neuere Kriegsereignisse, s. S. 88.

c. Buchay,

ein Fürstl. Tax. Cameralgut, das aus 2 Höfen besteht, mit 17 (im Ganzen 23) Einw. am nördlichen Abhange des Bussen, 3/8 St. von Offingen, wovon es Filial ist. Die Höfe sind verpachtet. Sie zeichnen sich durch schöne fruchtbare Obstpflanzungen, so wie durch die vorzügliche Viehzucht und eine Sennerey aus, welche gute Käse liefert.

Der Name wird bald Buchay, bald Buckhay, Buchikay, Buchenkay geschrieben gefunden, und gemeiniglich Bockay gesprochen. Die von Klocken zu Biberach besassen Buchay nebst 2 Höfen zu Offingen als Östr. Lehen. Herz. Sigmund eignet ihnen mit jenen 1472 auch den Hof „Buchikai, unter den Buchenhalden gelegen,“ und 1308[9] verkaufen sie denselben mit den Offinger Höfen für 1180 fl. an das F. Haus Taxis.

d. Dentingen,
ein kath. Weiler am Bussen, 1/4 St. von Offingen, wovon es Filial ist, mit 72 Einw. Standesherr, Fürst v. Th.| und Taxis, Amtsverhältnisse, wie bey Offingen, die Zehnten bezieht die Pfarrey Offingen, mit Ausnahme von 48 J., wo der Staat den großen Zehnten zur Hälfte hat, und von 23 Mg., wo die Kirchenpflege den großen, und die vormalige Caplaney den kleinen bezieht.

Gefälle beziehen: F. Taxis 76 fl. 18 kr., Pfarrey Bussen 1 fl. 1 kr., Heiligenpflege Reichenstein 8 fl., 61/8 Sch., 21/3 V. D., 67/8 Sch. H. Dazu kommen Landgarben des Fürsten im Betrag von 362 fl. 27 kr.

Schon i. J. 799 schenkt ein gewisser Adalmann dem Kloster St. Gallen Güter zu Dentingen, in villa Tantinga, wo auch die Urkunde ausgestellt ist[10]. Später aber kommt der Ort unter den Vergabungen K. Ludwigs des Frommen an das Kloster Reichenau vor, und noch später erscheint er im Besitze der Grafen von Veringen, von welchen er mit dem Bussen, an Östreich verkauft wurde. Nach dem Östr. Habsburgischen Urbar von 1292 hatte Conrad von Gundelfingen Gefälle zu D. für die lehnbare Burghut (pro feodo castrensi) auf dem Bussen. In H. Kreuzthaler Urkunden kommen auch Herren von Dentingen vor: Bertholdus de Tentingen ist Lehensmann Graf Hartmanns d. ä. von Grüningen, Friedrich und Berthold v. D. sind Zeugen in einer Urkunde von 1271, und 1306 treten Conrad v. D. und seine Brüder auf. Der Ort theilte in der Folge seine Schicksale mit der Pfandschaft Bussen.



  1. Annal. Aug. und Neugart Ep. Const. p. 87.
  2. Urk. von Scheer. Annalen von Biberach und Sulger Annal. Zwief. ad a 1431.
  3. So nennt ihn das Chron. Gottwic. (Gerold Pussinius, Signifer Caroli), so die Annal. Aug. und aus ihnen Raderus in Bavaria Sancta, p. 76; so auch das Urbar des Klosters Beuron, dessen Stifter er war. Vergl. auch Ussermann Prodr. Germ. sacr. T. I. p. 129. Es wird zwar von Vielen widersprochen, daß Gerold einen Sohn gehabt habe. Allein nicht blos in obiger Urkunde wird Berthold sein Sohn genannt, sondern Gerold selbst erwähnt auch in einer Urkunde v. J. 786 seines Kindes. Wahrscheinlich aber starb Berthold noch vor dem Vater. Der Ausdruck infans in Gerolds Urkunde darf freylich nicht so genau genommen werden.
  4. Bey obiger Schenkung tritt der oft vorkommende Fall ein, daß das, was an St. Gallen vergabt wird, fast zu gleicher Zeit im Besitze von Reichenau erscheint.
  5. Pizzenberger Commentatio inaug. qua libertatem antiquiss. collegii Beuronensis etc., Tubingae 1771.
  6. Auffallend ist, daß, nach einer Urkunde zu Scheer, noch im J. 1491 Martin von Friedingen seinen Burgstall auf dem Bussen an Bruno von Hertenstein für 20 Pf. H. ebenso, nach dem Kaufbriefe von Göffingen, 1471 Conrad von Stein nebst Schloß und Dorf Göffingen auch das Burgstall auf dem Bussen an eben denselben Bruno verkauft (s. Göffingen), und daß dieser darauf i. J. 1500 das Burgstall zum Bussen wieder den Truchsessen zu kaufen gibt. Die Sache erklärt sich jedoch aus der Geschichte. Nach dem Östr. Habsburgischen Urbar von 1292 saßen damals, als Burgvasallen und Burgbesatzung die von Friedingen, Hornstein, Stadion, und Gundelfingen auf dem Bussen, und bezogen als Soldlehen Gefälle zu Göffingen, Dietelhofen Dentingen, u. a. O. Diese hatten, wie es scheint, ihre besondere Wohnsitze auf dem Berge. In der Friedingischen Verkaufsurkunde heißt es: „Min Burgstall zum Bussen, so man in das Schloß daselbs will, zu der rechten Hand gelegen.“ Offenbar waren also diese Burgställe verschieden von dem Schlosse, und noch jetzt laufen sie unter dem Namen Burggesäß in dem Lehensverzeichnisse des K. Lehenshofes. Im Besitze dieser Burglehen waren verschiedene Familien.
  7. Pappenheims Chronik der Truchsessen I. 134.
  8. Nach einer Urkunde von 1407 worin die Grenzen der Vogtey Bussen beschrieben werden, gehörten dazu: Zell, Mehringen, Niedermehringen, Göffingen, Wolfratsmühle, so der Abt von Zwiefalten, die von Stein und Benz Flur inne haben, und inner Etter die Vogtey selbst üben; hohe Gewalt etc. aber gehören zur Grafschaft Friedberg.
  9. WS-Anmerkung: vermutlich richtig 1808
  10. Neugart Cod. Dipl. Nr. 138.