Beschreibung des Oberamts Tettnang/Kapitel B 21

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21. Gemeinde Thaldorf,
bestehend aus 26 Parzellen mit 829 Einwohnern.
Der an der nordwestlichen Grenze des Oberamts gelegene Bezirk Thaldorf schließt die Großherzogl. Badische Enclave Adelsreute in sich (siehe Thaldorf). Die meisten der Gemeindeparzellen liegen auf den das Schussenthal westlich begrenzenden Anhöhen. Wein wächst nur in der Umgegend von Thaldorf selbst; die Viehzucht, besonders auch Schweinezucht ist nicht unbedeutend. Dagegen ist der Gewerbsbetrieb unerheblich. Die Straße von Ravensburg nach Markdorf durchschneidet den Bezirk. Bedeutend ist die Zahl unehelicher Geburten in dem Bezirk, sie verhielten sich von 1826/35 zu den ehelichen wie 1:4,1. Der Bezirk gehört zum Cameralamt Friedrichshafen; er ist unter 4 Pfarreien getheilt, welche alle innerhalb der Gemeinde ihren Sitz haben, nur die Parzelle Vogler gehört zur Pfarrei Weißenau. In jedem der Pfarrsitze ist auch eine Schule. Die ganze Gemeinde gehörte vormals zum Östreichischen Landvogteiamte Dürnast, die niedere Gerichtsbarkeit und das Steuerrecht über Thaldorf, Sederliz und Reute hatte Weißenau, über Bavendorf und Oberreute die Reichsstadt Ravensburg. Mit Ausnahme der beiden letzteren Orte, die erst 1810 mit Ravensburg von Bayern an Würtemberg kamen, fiel der ganze Distrikt 1805 und 1806 an Würtemberg. Die Zehntrechte sind| vielfach vertheilt, die meisten bezieht der Staat, theils von der Landvogtei, theils von Weissenau her, Theil haben die Pfarreien Thaldorf, Eggartskirch, Bavendorf und Theuringen, sodann die Spitäler Ravensburg und Constanz und die Badische Domänen-Verwaltung Meersburg. Die Grundgefälle bezieht ebenfalls zum größten Theil der Staat.
  • 1) Thaldorf, kath. Pfarrweiler, mit 85 Einw., 31/8 St. nordwestlich von Tettnang, in einem engen, aber angenehmen warmen Thälchen, einem Seitenthale des Roth-Achthals. Die Güter sind sämmtlich noch Fall- und Schupf-Lehen. Der Ort hat eine Schildwirthschaft. Die Pfarrkirche zu den h. Aposteln Peter und Paul liegt am nördlichen Ende des Orts auf dem Berg, sie wurde 1746 und das Jahr vorher auch das Pfarrhaus vom Kl. Weißenau neu erbaut und ist hell und freundlich. Die Baulast der Kirche liegt auf der Kirchenpflege, die des Pfarrhauses auf dem Staat. Eine Schule für den Pfarrsprengel ist im Orte. 1819 wurde ein neues Schulhaus von der Gemeinde gebaut. Die Pfarrei Thaldorf war dem Kloster Weißenau einverleibt (s. u.). Der Pfarrsprengel besteht gegenwärtig aus 6 Parzellen von Thaldorf mit 3 Filialkirchen und Kapellen, und aus 3 Parzellen von Ettenkirch, nebst dem Badischen Weiler Adelsreute.[1] Th. gehörte in ältern Zeiten den Grafen von Montfort; in der bei Schomburg angeführten Theilung erhält Graf Wilhelm von Montfort auch Thaldorf, die Burg und Vogtei. Von den Gr. v. Montfort kam Th. an Hans Wägelin zu Ravensburg. Die Erben desselben theilten 1430 die Besitzung in 5 Theile, den Kirchensatz und das Patronatrecht über die Pfarrkirche behielten sie gemeinschaftlich. Bernhard und Hans Wägelin verkauften 1434, die andern Theilhaber 1438 ihre Theile an das Kl. Weißenau. Das Patronatrecht schenkten sie dem Kloster 1435; 1473 wurde die Kirche dem Kloster incorporirt, und von da an durch Klostergeistliche versehen. Die Stadt Ravensburg hatte von Schmaleneck her Antheil an den niederen Gerichten, Steuern und Umgeld zu Th., und der Spital hatte einen Hof daselbst; durch einen Tauschvertrag vom Jahr 1674 überließ die Stadt ihre Rechte und den Spitalhof an Weißenau. Mit diesem| ging Th. 1803 an den Grafen von Sternberg über, und kam 1806 unter Würtembergische Hoheit.
  • 2) Albersfeld, Weiler mit 36 kath. Einw., Filial von Oberzell, vormals Kloster Weißenauisch.
  • 3) Alberskirch, Weiler mit 64 kath. Einw., Filial von Thaldorf, mit einer Kirche zur schmerzhaften Mutter Maria, die ehemals Pfarrkirche war und auch ihren eigenen Gottesacker hat. Jetzt wird nur noch wochentlich eine Messe darin gelesen und bei Beerdigungen dieselbe benützt. Der Weiler gehörte dem Kloster Weißenau, mit Ausnahme einiger Lehenshöfe, die nach Ravensburg und zur Pfarrei Thaldorf gehörten. 1452 kaufte der Abt Johannes von Weißenau die Kirchenvogtei und einen Hof in Alb. von Caspar Sälzlin in Ravensburg um 400 fl.; der Verkäufer überließ dem Kloster auch das Patronatrecht. Bischof Hartmann von Constanz incorporirte die Kirche dem Kloster im Jahr 1473, welches sie der geringen Einkünfte wegen mit Th. verband. Durch den Epaven-Vertrag von 1804 waren die Weißenauischen Lehen an Oranien-Nassau gekommen.
  • 4) Bavendorf, Pfarrweiler mit 166 kath. Einw. und einer Schildwirthschaft an der Straße von Ravensburg nach Markdorf, 31/2 St. nordwestlich von Tettnang und 11/2 St. südwestlich von Ravensburg, hoch gelegen, mit schöner Aussicht in einer an Obst und Getreide fruchtbaren Gegend. B. gehörte früher mit Nieder-Gerichtsbarkeit und Steuerrecht der Reichsstadt Ravensburg. Die Pfarrkirche zum h. Columban wurde 1833 verbessert. Sie wird von der Kirchenpflege, und bei deren Unzulänglichkeit von den Pfarrgenossen mit Ausnahme der Ravensburgischen Parzellen erhalten. Das Pfarrhaus wurde 1831–32 aus den Intercalar-Gefällen erbaut, die Unterhaltung haben die Pfarrgenossen mit obiger Ausnahme zu tragen. Die Pfarrei B. wurde erst am 26. März 1834 gegründet, mit ihr wurde die Pfarrei Eschau, Oberamts Ravensburg vereinigt, wohin B. seit 1821 eingepfarrt war, (s. Ravensb. S. 225.) Vor 1821 gehörte B. mit den ihm nunmehr zugetheilten Parzellen im Gemeindebezirk Thaldorf zur Pfarrei Obertheuringen, doch wurde alle 14 Tage Gottesdienst im Ort gehalten. Der Pfarrsprengel umfaßt 12 Parzellen der Gemeinde Thaldorf und 4 der Gemeinde Schmaleck, Oberamts Ravensburg. Die Schule ist noch ohne Schulhaus.

    Es gab eine adeliche Familie, die sich von Bavendorf schrieb, aber schon früher nicht mehr in dem Besitz des Orts gewesen zu seyn scheint; 1172 kommt ein Heinrich von Bafindorf, 1210 ein Conradus miles liber de B. vor, der noch 1241 eine Weißenauer Kaufsurkunde unterzeichnet, dann wieder ein Ritter Conrad 1270,| der dem Kl. Weiß. 1 Gut in Weresreuti stiftete. Später findet man die von Humpiß im Besitze: 1513 kaufte der Spital Ravensburg von Jos. Humpis von Ratzenried das Dorf Bavendorf sammt dessen niederen Gerichten, Klein- und Groß-Zehnten, Weihern und Fischgruben etc. etc. für 3900 Pf. Pfenning. Mit Ravensburg kam B. unter Bayerische Herrschaft, und von da 1810 an Würtemberg. Da die Landvogtei die hohe Gerichtsbarkeit über B. ausgeübt hatte, sprach die Krone Würtemberg als Nachfolgerin derselben schon 1806 die Oberhoheit an, weßhalb B. auch im K. Würt. Staatshandbuch von 1807 und den folgenden als unter der Hoheit und Jurisdiction des Oberamts Altdorf stehend, aufgeführt wird.
  • 5) Bergle, Weiler mit 23 kath. Einw., Filial von Oberzell, am Gillenbach, früher Weißenauisch.
  • 6) Bonhausen, Hof mit 7 k. Einw., Filial von Bavendorf, früher Spital Ravensburgisches Lehen, nun zinseigen. Daselbst ist eine starke, nie versiegende Brunnquelle.
  • 7) Dürnast, Weiler mit 35 kath. Einw., Filial von Thaldorf an der Landstraße von Ravensburg nach Meersburg mit 1 Schildwirthschaft und Brauerei und bedeutender Obstzucht. Von D. führte ein großes Östr. Landvogteiamt seinen Namen, „das Amt Dürnast auch Eggenweiler genannt;“ es umfaßte zum größeren Theil die nunmehrigen 3 Gemeinden Thaldorf, Obertheuringen und Ettenkirch. Die Landvogtei hatte im ganzen Amt neben vielen Lehen die hohe und forsteiliche Obrigkeit und die hohe und niedere Jagd.
  • 8) Eggartskirch, kath. Pfarrweiler, mit 29 Einw., 31/4 St. nordwestlich von Tettnang, eben und angenehm gelegen, an der Altshäuser Kornstraße. Das Patronat ist Königlich, früher war es Ravensburgisch. Die Pfarrkirche ist dem heil. Isidor geweiht. Der ganze Pfarrsprengel, der aus dem Pfarrort und zwei Parzellen, der Gemeinde Kappel, Oberamts Ravensburg, besteht, enthält kaum 50 Pfarrkinder. Die Pfarrstelle ist dermalen unbesetzt, und der Ort E. Thaldorf zugetheilt. Von 1787 an ward sie von einem Verweser versehen, von 1816 an fand die zeitweise Vertheilung des Pfarrsprengels an andere Pfarreien Statt. Alle Woche wird eine Messe in der Ortskirche gelesen, Schule ist keine in dem Pfarrsprengel. Der Ort hatte früher verschiedene Lehensherren, jetzt gibt es nur noch ein Lehengut der Heiligenpflege. Es scheint hier in alten Zeiten eine adeliche Familie gesessen zu seyn, die sich von dem Orte schrieb, um’s Jahr 1175 gab ein Arnoldus miles de Ekerskirch dem Kloster Weißenau aus Liebe zu Gott und zu seiner Tochter, welche daselbst Nonne war, einen Hof in Hasenhus (Haselhaus, Oberamts Ravensburg) mit aller Zugehörde.|
  • 9) Ettmannsschmid, Hof mit 5 kath. Einw., Filial von Bavendorf, ein früher Spital-Ravensburgisches Schupflehen, jetzt zinseigen. Eine Kapelle, die vor 40 Jahren hier stand, wurde aus Mangel an Steinen zum Anbau einer Sacristei an die Kirche in Bavendorf verwendet.
  • 10) Herrgottsfeld, Hof mit 6 kath. Einw., Filial von Bavendorf, vormals ein Spital-Ravensburgisches Schupflehen, nun ein zinseigener Hof.
  • 11) Hotterloch, Hof mit 8 kath. Einw., Filial von Bavendorf, an der Landstraße von Ravensburg nach Markdorf, reich an Obst und besonders Kirschen, vormals ein Ravensburgisches Beneficiatlehen, nun ein zinseigener Hof.
  • 12) Hütten, Hof mit 6 kath. Einw., Filial von Bavendorf, grundeigen.
  • 13) Klöcken, Weiler an der Schussen, mit 23 kath. Einw., Filial von Oberzell. Der Weiler theilt sich in Unter- und Ober-Klöcken, wovon jeder Theil zwei Wohnhäuser hat, und zwei dem Kloster Salem gehörten. Zu Ober-Klöcken stand vor 46 Jahren nur ein kleines Jägerhäuschen.
  • 14) Metzisweiler, Weiler mit 12 kath. Einw., Filial von Oberzell, in ebener Lage, aber mit wenig ergiebigem Feld, bestehend aus vier Höfen und einem Söldnerhaus, die vormals Weißenau lehenbar waren. 1309 kauft das Kl. Weißenau von dem Grafen von Werdenberg die Güter und Höfe zu Azzilisweyler oder Menzysweyhler mit den Dörfern Unter-Eschach und Zell (s. u. Oberzell). Die Steuer und Gerichtsbarkeit sprach die östreichische Landvogtei an.
  • 15) Oberweiler, Weiler mit 10 kath. Einw., Filial von Bavendorf, aus drei zinseigenen Höfen bestehend, wovon früher 1 dem Kl. Weißenau, 1 dem Spital Ravensburg gehörte.
  • 16) Oberzell, kath. Pfarrweiler mit 141 Einw., an der Schussen und dem daselbst einfließenden Gillenbach, 21/2 St. nördlich von Tettnang. Das Patronat ist Königlich. Die Felder sind gut, Obst, besonders Kirschen, werden viel gezogen. Der Ort hat eine Schildwirthschaft. Die freundliche Pfarrkirche zur h. Maria wurde 1749 von Weißenau gebaut, nur der Thurm ist alt. Die Baulast trägt nun der Staat. Es ist weder Pfarr- noch Schulhaus im Orte. Der Pfarrer wohnt in dem Meßner-Lehenhaus. Die Pfarrei wurde früher von Weißenau aus versehen. Der Pfarrsprengel besteht aus 6 Parzellen von Thaldorf. Oberzell, Cella superior, im Gegensatze zu den weiter unten an der Schussen gelegenen Zellen genannt, beurkundet sich schon durch seinen Namen als einen alten Ort. Es gehörte mit dem Patronatrechte dem Kl. Weißenau. In ältern Zeiten gehörte der Ort nebst Zugehör den Grafen von Werdenberg und dem Kloster Reichenau, dessen Antheil die von Waldburg zu Lehen hatten. 1309 verkauften die Brüder Hugo und Albert v. Werdenberg mit Eschach auch ihre Besitzungen und das halbe Patronatrecht zu Oberzell an das Kl. Weißenau (s. Ravensburg S. 192), die andere Hälfte des Dorfs und Patronats kaufte Weißenau 1313 mit allen Rechten und Zugehörungen um 193 Mark Silber und 12 Schilling Constanzer Münze von dem Truchsessen Johannes von Waldburg; und| Abt und Convent von Reichenau verzichteten noch in demselben Jahre auf ihre Lehens- und Eigenthumsrechte in oppido Celle gegen Güter zu Hinzinstobel und anderwärts, welche der Truchseß dem Kloster Reichenau überließ. Ebenso verzichtet aber auch noch 1331 Berthold, Graf zu Graispach und Marstetten, gen. v. Neuffen, auf alle Lehens- und andere Rechte zu dem halben Dorf etc. Im Jahr 1343 verkaufen und vertauschen die Truchsessen Eberhard und Otto von Waldburg abermals die halbe Kirche und Kirchensatz an Weißenau. Wie dieß zu erklären ist, wollen wir nicht zu erforschen suchen. Im Jahr 1344 wurde die Kirche dem Kloster incorporirt. In zweien der angeführten Urkunden wird Zell, Städtchen, oppidum – befestigter Ort genannt, und im Jahr 1459 wurde ein Vertrag darüber abgeschlossen, wer das Thor zu Zell bei der Bruck machen soll. Nach der Aufhebung des Klosters Weißenau wurde Zell von Östreich sequestirt, in späterer Zeit aber von Würtemberg an Sternberg übergeben.
  • 17) Renauer, H. mit 5 k. Einw., Fil. von Bavendorf, ein nunmehr zinseigener, früher Kl. Salmannsweilischer Hof.
  • 18) Reute bei Ober-Zell, H. mit 15 k. Einw., Filial von Ober-Zell, ein vormals Kl. Weißenauischer Lehenhof, den das Kloster 1313 als Theil des Kirchensatzes zu O. erwarb.
  • 19) Reute bei Thaldorf, W. mit 25 kath. Einw., Filial von Thaldorf. Das Kloster Weißenau hatte 2 Güter daselbst; die anderen Güter gehörten der Kirchenfabrik Thaldorf.
  • 20) Riesen, H. mit 7 kath. Einw., Fil. v. Bavendorf, ein großer Lehenhof des Spitals Ravensburg.
  • 21) Schaufel, vormals auch Niederweiler genannt, H. mit 8 k. Einw., Fil. von Bavendorf, früher von Oberzell, ein vormals Weißenauischer Lehenhof.
  • 22) Schumacher, H. mit 7 k. Einw., Fil. von Bavendorf, vormals ein Spital Ravensburgisches Schupflehen, nun ein zinseigener Hof.
  • 23) Sederlitz, W. mit 19 kath. Einw., Filial von Thaldorf, vormals Weißenauisch.
  • 24) Segner, H. mit 6 k. Einw., Fil. von Bavendorf, gehörte noch 1707 dem Baron Schindelin zu Unter-Raitenau, später war er ein Schupflehengut der Klosterfrauen zu St. Michael in Ravensburg.
  • 25) Vogler, W. mit 21 k. Einw., Fil. v. Weißenau, Oberamts Ravensburg, vormals Kloster Weißenauisch, früher auch zur Hub, zur goldenen Hub genannt. 1339 kauft W. den Hof zu der Hub von Heinrich Wolfegger um 200 Pfd. Denare.
  • 26) Wernsreute, W. mit 60 k. Einw., Fil. v. Thaldorf, an der Straße von Ravensburg nach Markdorf, bestehend aus 7 zinseigenen und 2 Lehengütern; 1806 waren daselbst noch 5 oranische Schupflehen, 1 Spital Ravensburgisches und 1 Stift Markdorfisches Schupflehen; die oranischen Lehen waren bis 1804 Weissenauisch (siehe oben). In W. ist eine Kapelle zum heil. Gallus mit einem Gottesacker; ihr Einkommen besteht aus einigen Grundabgaben. Der Weiler war früher Filial von Markdorf und wurde commissarisch von Thaldorf versehen, wofür der Pfarrer 21/2 Würtemb. Eimer Wein jährlich erhielt; 1820 wurde er definitiv der Pfarrei Thaldorf zugetheilt.

  1. Der in dem Gemeindebezirk Thaldorf eingeschlossene Weiler Adelsreute war eine Besitzung des Klosters Salem. Das Kloster war auch sonst in unserem Bezirke begütert, in Adelsreute aber hatte es auch Nieder-Gerichtsbarkeit und Collectation, und darum kam der Ort unter Großh. Badische Hoheit. In dem Weiler saßen einst die Herren von Adelsreute, welche das Kloster Salem gestiftet haben.