Beschreibung eines Ilmenauischen Steines, der die Figur eines Krebses in sich enthält

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Textdaten
Autor: Johann Andreas Schmid
Titel: Beschreibung eines Ilmenauischen Steines, der die Figur eines Krebses in sich enthält
Untertitel:
aus: Physikalische und medicinische Abhandlungen der Königlichen Academie der Wissenschaften zu Berlin, Erster Band, Zweite Abhandlung, S. 13–14
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum: 1710
Erscheinungsdatum: 1781
Verlag: Carl Wilhelm Ettinger
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Erscheinungsort: Gotha
Übersetzer: J. L. C. Mümler
Originaltitel: Lapis Ilmenaviensis cancri figuram in sinu gerens
Originalsubtitel:
Originalherkunft: Miscellanea Berolinensia ad incrementum scientiarum; I (1710), S. 99; Papen, Berlin 1710
Quelle: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Kurzbeschreibung: Früher gelehrter Beitrag über Fossilienfunde
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[13] J. A. Schmid, Beschreibung eines Ilmenauischen Steines, der die Figur eines Krebses in sich enthält

Dieser schwärzliche und sehr harte Stein, von der Größe einer Niere, zersprang durch Schlagen in zwey Stücke. (fig. 1 und 2.) Auf dem einen (fig. 1.) siehet man die Brust des Krebses a, die [14] Scheeren b, b b b, den Schwanz c, und diese Theile ragen über die Oberfläche merklich hervor. Auf dem andern Stücke (fig. 2.) siehet man die durch die vorigen Erhabenheiten entstandenen Vertiefungen. Eine Zeichnung kann die Natur in diesem Falle nicht lebhaft genug ausdrücken.

Bey Ilmenau fand man gleichfalls 2. Stücke, die dem Schiefersteine ähnlich waren, und Theilchen von Baumblättern in sich enthielten. Ich habe sie in der 3ten und 4ten Figur abgezeichnet. Die Lage des Ortes könnte vielleicht die Frage entscheiden, ob nicht ehemals die Baumblätter in eine Lehmerde gefallen sind, die sich nach und nach zu einem Steine verhärtet hat. Ich vermuthe es aus den Blätterchen a, b, c, d der 22ten Figur, und meine Vermuthung bestätigt sich durch andere Steine, in welchen man die feinsten Gräten kleiner Fische findet, deren Fleisch durch die Länge der Zeit sich verzehret hat.

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