Das ist mein Oesterreich (Bekk)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
Autor: Adolf Bekk
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Das ist mein Österreich
Untertitel: Dort wo im Firnenglanz
aus: Vaterländisches Ehrenbuch. Poetischer Theil. Geschichtliche Denkwürdigkeiten aus allen Ländern und Ständen der österreichisch-ungarischen Monarchie in Gedichten. S. 980–981
Herausgeber: Albin Reichfreiherr von Teuffenbach zu Tiefenbach und Maßwegg
Auflage: Volks-Ausgabe
Entstehungsdatum: 1879
Erscheinungsdatum: 1879
Verlag: Heinrich Dieter
Drucker:
Erscheinungsort: Salzburg
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Teuffenbach: Google-USA*, Dieter: Google-USA*
Kurzbeschreibung:
Mit Noten von Suppé in: Heinrich Dieter (Hrsg.): Soldaten-Liederbuch für das kaiserlich-königliche Heer, 4. unveränderte Auflage (Ausgabe mit Noten), Verlag: Heinrich Dieter, Drucker: Anton Pustet, Salzburg 1884 (Erstausgabe 1881), S. 169–171
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
Das ist mein Österreich - Bekk -Suppé.jpg
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


 III.

 Das ist mein Oesterreich

Dort wo im Firnenglanz die reinen Berge steh'n,
Der Gipfel Sonnenpracht sich malt in dunklen See'n,
Wo hoher Andacht Geist auf Felsaltären thront,
Wo Kraft und Heldensinn bei schlichter Einfalt wohnt,
Dort wo der Treue Lied noch tönt von Wand zu Wand:
Das ist mein Oesterreich, das ist mein Vaterland,
Das ist mein Oesterreich, mein Vaterland.

Wo in den Schluchten wild ein ew'ger Donner grollt,
In Thälern friedensreich die klare Woge rollt,
Wo sich im Jubel hebt die Seele himmelwärts,
Wo vor der Schlünde Grau'n nicht bebt des Jünglings Herz,
Wenn ihm ein holder Preis dort winkt vom Felsenrand:
Das ist mein Oesterreich, das ist mein Vaterland,
Das ist mein Oesterreich, mein Vaterland.

Wo sich der Wälder Schutz um rauhe Höhen legt,
Der Halme Segensfluth die sanften Wellen schlägt,
Wo Ros' und Myrthe blüh'n an blauer Meeresbucht,
Im Land der Beere glüht, an Bäumen gold'ne Frucht,
Ein Garten reich und schön, vom Fels zum Meeresstrand,
Das ist mein Oesterreich, das ist mein Vaterland,
Das ist mein Oesterreich, mein Vaterland.

Wo in der Berge Schacht des Hortes Zauber schwillt,
Aus milder Erde Schooß den Kranken Heilung quillt,
Wo Rad und Spindel saust, die Esse Funken sprüht,
Des Lebens reichster Hort im Volkesherzen glüht;
Der Fremde stimmt mit ein, der hier die Heimat fand:
Das ist mein Oesterreich, das ist mein Vaterland,
Das ist mein Oesterreich, mein Vaterland.

Wo mächt'ger Ströme Lauf vereinet Süd und Nord,
Des Dampfers Riesenkraft sich bahn durch Felsen bohrt,
Wo Burgen ragen stolz und mancher heil'ge Dom,
Der Städte Perle glänzt am schönen Donaustrom,
Der Land und Volk umschlingt mit seinem Silberband:
Das ist mein Oesterreich, das ist mein Vaterland,
Das ist mein Oesterreich, mein Vaterland.

Wo stolz in Lüften weht das Banner goldig klar,
Darauf zum Sonnenlicht sich schwingt der Kaiserpaar,
Wo kühner Jugend Herz in edler Lust entbrennt,
Wenn ihm des Ruhmes Buch der Väter Thaten nennt
Des Rechtes Felsenburg geschützt von Gottes Hand:
Das ist mein Oesterreich, das ist mein Vaterland,
Das ist mein Oesterreich, mein Vaterland.


„Das vorstehende tiefempfundene, schöne Gedicht wurde bei der am 17. April 1879 in Salzburg durch die Uebungsschule der Lehrerbildungsanstalt stattgefundenen Feier der silbernen Hochzeit des Kaisers von den Schülern der Uebungsschule unter Musikbegleitung schwungvoll mit großem Erfolge vorgetragen und es wurde sowohl dieses erhebende Fest als auch die aus gleichem Anlasse abgehaltenen Schulfeste der verschiedenen Lehranstalten dieser Stadt durch die Anwesenheit der Erzherzoge Leopold und Josef von Toscana ausgezeichnet. - Das Gedicht ist seither durch C. Santner[1] in Musik gesetzt worden und hat die vollste Eignung, ein echt österreichisches Volkslied zu werden.“

Albin von Teuffenbach


Im Soldaten-Liederbuch:

 92. Das ist mein Oesterreich

 Mäßig bewegt | Nach Franz v. Suppé


  1. Es ist nicht bekannt inwiefern Santner die Melodie von Suppé verwendet hat, er also nur arrangiert hat. In Berichten aus dieser Zeit wird sowohl ein Lied „Mein Österreich“ von Santner erwähnt, als auch das gleichnamige Lied von Suppé.