Der Edelste

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Gottfried Herder
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Edelste
Untertitel:
aus: Zerstreute Blätter (Vierte Sammlung) S. 18
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1792
Verlag: Carl Wilhelm Ettinger
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Gotha
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
De Zerstreute Blätter IV (Herder) 036.jpg
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[18]

 Der Edelste.

Als Chatem-Tai, der Freigebige,
gepriesen ward, er sei der Edelste
der Menschen, über ihn sei keiner mehr!
sprach er: „Der bin ich nicht. Als Ich einmal

5
vierzig Kameele meinen Gästen gab,

fand auf dem Feld’ ich einen armen Mann,
der Dorn und Disteln sammlete, dafür
sich Mittagbrot zu kaufen. Unbekannt
sprach ich ihn an: „Warum, Mühseliger,

10
arbeitest du, und gehest lieber nicht

zu Chatem-Tai’s Haus, wo jeder jetzt
im Ueberfluße speiset?“ „Wer das Brot,
antwortet’ er, sich selbst erwerben kann,
hat Chatem-Tai’s Haus nicht nöthig.“ Der,

15
ihr Freunde, war ein Edlerer als ich.