Der Rothackergeist und der wilde Jäger

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Textdaten
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Autor: Unbekannt
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Titel: Der Rothackergeist und der wilde Jäger
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 384–385
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Quelle: Commons und Google
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Der Rothackergeist und der wilde Jäger.

Wo man von Hochstetten nach Liedolsheim geht, liegt rechts an der Straße der „rothe Acker“ und eine Ziegelhütte darauf. Ein Fußpfad führt über den rothen Acker, und wo er an die Wiesen grenzt, da stehen zwei Rickel,[1] die man überschreitet, und die das Vieh vom Acker abhalten. Auf dem rothen Acker geht ein Geist, der oft als ein schwarzer Mann auf dem Rickel sitzt. Dort hat er schon einem Mädchen einen Korb Wälschkorn aufgeholfen, sie hat ihn aber an den Pferdefüßen erkannt und ist ganz verstört nach Haus gekommen. Auch haben ihn Andere gesehen, wie er auf dem Rickel saß und Funken von [385] sich sprühte, und wieder Andere, wie er dort ganz lichterloh brannte. Einige Leute sahen ihn einst bei Nacht als einen schwarzen Mann am Wege und mußten ihm ausweichen, aber er ging ihnen immer zur Seite, so daß sie bis in den Wald, die lange Hecke, sich verirrten, und erst morgens wieder auf den Weg kamen. Niemand weiß, wo der Rothackergeist seinen Ursprung hat und was sein Wesen ist. In der langen Hecke, nicht weit vom rothen Acker, jagt manchmal der wilde Jäger; man hört die Jagdhörner und das Hundegebell oft ganze Nächte hindurch.

(Siehe Mone’s „Anzeiger etc.“ 1834.)

  1. Eine Art Schranken aus Baumstämmen.