Dereinst (Die Gartenlaube 1875/14)

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Textdaten
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Autor: G. v. D.
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Titel: Dereinst
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 14, S. 231
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1875
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Dereinst.


Das ist im Feld derselbe Rain,
Wo wir gegangen Hand in Hand,
Als in der Sommersonne Schein
Der Halme Goldfluth wogend stand;
Kornblumen wandst in’s Haar Du ein,
     Die Lerchen lustig sangen: – –
Das ist im Feld derselbe Rain,
     Wo wir dereinst gegangen.

Das ist im Wald derselbe Ort,
Wo wir gesessen manches Mal;
Durch’s grüne Laubdach fort und fort
Glitt glänzendweiß des Mondes Strahl.
Hier Haidekraut, Wildfarren dort –
     Ich werd’ es nie vergessen: – –
Das ist im Wald derselbe Ort,
     Wo wir dereinst gesessen.

Das ist vor’m Dorf die stille Statt,
Wo oft die Schrift gelesen wir,
Die Liebe eingegraben hat
Auf Kreuz und Steinen weinend hier;
Bin wandernsmüd und todesmatt
     Alleine dort gewesen. – –
Am frischen Grab an stiller Statt
     Die Schrift konnt’ ich nicht lesen.

G. v. D.