Die „Schöne Höhe“ bei Dittersbach

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Autor: Friedrich Bernhard Störzner
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Titel: Die „Schöne Höhe“ bei Dittersbach
Untertitel:
aus: Was die Heimat erzählt. Sagen, geschichtliche Bilder und denkwürdige Begebenheiten aus Sachsen, S. 87–88
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Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Arwed Strauch
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Erscheinungsort: Leipzig
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39. Die „Schöne Höhe“ bei Dittersbach.

Zu den schönsten Punkten in der weiteren Umgegend Stolpens gehört die „Schöne Höhe“ bei Dittersbach. Das im reizenden Talgrunde gelegene Kirchdorf Dittersbach mit seinem bescheidenen Marktplatze und seinem geschmackvollen Schlosse schmiegt sich an den nordöstlichen Fuß dieses Berges. Mehrere Wege führen vom Dorfe aus hinauf zur anmutigen Höhe. Man wähle aber denjenigen, der anfangs durch das wildromantische Wesenitztal führt und sich dann steil im Zickzack emporwindet. Dieser Weg ist der beschwerlichste, jedoch auch der lohnendste. Oben auf der Höhe finden wir eine bescheidene Restauration und einen steinernen Turm mit reizender Architektonik.

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Dittersbach um das Jahr 1830.

Der Turm, den man ersteigen kann, erschließt von seiner Plattform aus, dem Auge ein gar anziehendes Landschaftsgemälde. Fast alle Berge der Sächsischen Schweiz liegen gleichsam vor dem Beschauer ausgebreitet. Nach Osten hin schweift der Blick hinüber zu den Lausitzer Bergen, unter denen der turmgekrönte Valtenberg bei Niederneukirch am deutlichsten hervorragt. Aus derselben Richtung herüber grüßt auch die altehrwürdige Bergfestung Stolpen, ferner im Hintergrunde der hohe Rücken des Unger bei Neustadt. Den südwestlichen Horizont schließt der lange Zug des Erzgebirges ab. Nach Norden hin überblickt das Auge den Karswald, hinter dem die Höhen bei Pulsnitz, Elstra und Kamenz emporragen.

Der Turm enthält schöne Restaurationsräume, dazu im Erdgeschoß einen herrschaftlichen Saal mit hübschen Wandgemälden von Professor Peschel, die verschiedene Gedichte Goethes illustrieren. Da finden wir die Bilder: „Der König in Thule“, „Erlkönig“, „Der Fischer“ und außerdem verschiedene Sinnsprüche. Zwei Nischen des Saales sind mit geschmackvollen byzantinischen Schränkchen, die zur Aufbewahrung von Trinkgefäßen dienen, geschmückt. Die [88] schöne Holzschnitzerei dieser Schränkchen stellt ineinander verschlungene Weinreben dar.

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Die Hubertuskapelle am Fuße der Schönen Höhe bei Dittersbach.

Dieser burgartige Turm hat eine Höhe von 20 Meter. Denselben ließ in den Jahren 1841 bis 1843 der kunstsinnige Johann Gottlob v. Quandt, der frühere Besitzer des Dittersbacher Hofes, durch den Amtsmaurermeister Herbert erbauen. In der parkähnlichen Umgebung der „Schönen Höhe“ errichtete v. Quandt sinnige und geschmackvolle Denkmäler. Das schönste derselben ist aber wohl die Sankt Hubertuskapelle unten im Lieblingsgrunde. Wer die „Schöne Höhe“ bei Dittersbach besucht, versäume nicht, auch die reizende Umgebung dieses Berges mit in Augenschein zu nehmen.