Die Einsiedelei in Stockkämpen und ein Dichtergrab

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Autor: unbekannt
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Titel: Die Einsiedelei in Stockkämpen und ein Dichtergrab
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aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1863
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Die Einsiedelei in Stockkämpen und ein Dichtergrab.


Der Teutoburger Wald zieht sich in einer einfachen, mit Haidekraut bewachsenen Hügelreihe weit westwärts an einer Ebene dahin, welche jenseits der Städte Hamm und Soest durch die Gebirge des Sauerlandes begrenzt wird. Von der Ruine des Ragensberges, die auf einem vortretenden Hügel der Teutoburger Kette ruht, überblickt man die Fläche, in der zwar das Auge nirgends durch besonders auffallende Punkte gefesselt wird, aber doch gern auf der bunten Mannigfaltigkeit der westphälischen Landschaft verweilt. Denn baumumgebene Gehöfte mit ihren Feldern und Wiesen, Waldgruppen, bethürmte Edelsitze, Kirchdörfer bedecken den deutlich erkennbaren Vordergrand, während die Ferne sich in einen breiten, immer mehr verblauenden Saum zusammenschiebt.

Von dem alten Grafensitze ist außer niedrigem Gemäuer und einem schauerlich tiefen Brunnen nur noch der runde Hauptthurm erhalten, dem man eine kleine Försterwohnung angebaut hat, in der man freundliche Bewirthung findet. Wer am heißen Tage den kahlen Burgberg erklettert, dann aus den Mauertrümmern den Plan der Burg sich zu entziffern gesucht und endlich von den Zinnen des Thurms die weite Rundschau genossen hat, der mag am Fenster des Gaststübchens bei kühlem Rheinwein ausruhen und behaglich das Auge über die Bilder des Vordergrundes schweifen lassen.

Mir fiel an diesem Platze in der Fläche da unten eine bedeutende Buchenwaldung auf, aus deren Mitte ein Thürmchen ragte. Die Aufwärterin wußte mir nichts zu berichten, als daß in jener Waldung das Kloster Stockkämpen liege. – Ein Kloster! Und noch von Mönchen bewohnt? – Der alte Pater Isidor komme manchmal herauf, um sich eine Gabe auszubitten. – Das war genug, um mich zu bestimmen, die ziellose Wanderschaft nach jener Seite zu richten; war doch der Tag noch lang, und nach dem herrlichen Morgengewitter mußte der Abend köstlich werden.

Der Weg führte durch die erquickte Landschaft an manchem hübschen Gehöft vorbei. Hier wateten die barfüßigen Kinder mit [78] lauter Lust in den gefüllten Regenpfützen, und dort waren die Frauen und Mädchen beschäftigt, das bleichende Garn gegen den stechenden Sonnenstrahl umzubreiten; auf allen Höfen rüsteten sich die Männer zu der morgen beginnenden Heuernte, indem sie, im Schatten sitzend, die Sensen auf dem kleinen in die Erde getriebenen Ambos durch klingende Hammerschläge schärften.

Nun war ich dem Saume des Buchenwaldes nahe. Der Hauch erfrischender Kühle strömte mir aus ihm entgegen, und ich eilte dem belebenden Schatten zu. Eine breite, hochgewölbte Allee nahm mich auf, rechts und links unter dichten Buchen das liebliche Walddunkel; kein Blättchen regte sich. Wahrlich, ein Heiligthum des Friedens und der Stille! – Langsam wanderte ich tiefer in den Wald hinein; da näherte ich mich einem lichteren Raume, und zugleich erscholl ganz nahe ein Glöckchen, wie über den Gipfeln der Bäume. Wenige Schritte noch, und ich trat in einen von hohem Wald umschlossenen freien Raum, in dem ein niedriges, rebenumsponnenes Häuschen, von einem Garten umgeben, und nahe zur Linken ein Kirchlein mit spitzem Thürmchen lag. Vor der offenen Thür des Hauses ruhte ein alter Hund, der, als er mich gewahrte, ohne zu bellen, freundlich wedelnd auf mich zukam. Kein Mensch war zu sehen, aber noch immer klang das Glöckchen auf dem Thurme, von unsichtbaren Händen geschwungen. Ich setzte mich still auf eine Bank, neben dem lebensgroßen Bilde irgend eines Heiligen, das unter dem natürlichen Baldachin einer mächtigen Buche stand. Mir war’s, als hätte mich ein Zauber um viele Jahrhunderte in eine jener Waldlichtungen zurückversetzt, aus denen durch liebe- und glaubenreiche Boten das Christenthum und die Sittigung unter unseren Vätern verbreitet ward. – Nun schwieg das Glöckchen; ein Mönch in dem grauen Franziscanerkleide trat aus der Kirchthür; der Hund, wie um mich anzumelden, sprang auf ihn zu. Aber schon hatte mich der Alte bemerkt, trat grüßend heran und lud mich mit herzlicher Freundlichkeit ein, drinnen im Stübchen auszuruhen. „Wenn Sie sich abgekühlt haben, erquicken Sie sich an einer Schale saurer Milch; sie gerinnt jetzt herrlich bei dem schönen, warmen Wetter.“ So führte er mich, als wäre ich ein erwarteter lieber Gast, in seine Wohnung.

Das Stübchen, durch dessen rebenumzogene Fenster nur ein gedämpftes Licht fiel, war halb Wohngemach, halb Capelle. Den Ehrenplatz an der Hauptwand nahm ein Hausaltar ein, auf den zahlreiche Bilder von heiligen Männern und Frauen, oft mit sehr scharf ausgeprägten Schmerzgebehrden, von der Wand herabschauten. Die übrigen Seiten des Zimmers waren mit Vogelbauern und allerlei Natur- und Kunstmerkwürdigkeiten geschmückt, wie sie der Alte auf seinen Wanderungen in der Nachbarschaft zusammengelesen haben mochte. Einen Plan konnte ich in dieser Sammlung nicht entdecken; es war ein buntes Allerlei von Bildern, Blumenvasen, ausgestopften Vögeln, Büsten, selbst Waffen und Jagdgeräthen. Eine Ecke am Fenster enthielt einen gewaltigen Lehnstuhl, und der massive Tisch vor diesem nebst einigen hölzernen Schemeln machte das ganze Stubengeräth aus.

Der lebendige, redselige Alte, einem Bäuerlein im Mönchskleide nicht unähnlich, schien sich über die Aufmerksamkeit zu freuen, die ich seinem Museum widmete, und erzählte ausführlich, wie er dieses und jenes erlangt habe, und daß oft eine nicht geringe Schlauheit und Ueberredungsgabe erforderlich gewesen sei, um die früheren Besitzer zum Abtreten so werthvoller Dinge zu vermögen. Am meisten belustigte mich sein Bericht über die Acquisition des lebensgroßen Heiligenbildes, an dessen Seite ich mich niedergelassen hatte. „Den heiligen Antonius,“ sagte er, „entdeckte ich vor Kurzem in einer Dorfkirche, bei Seite geworfen zu andern Gerümpel. Ich besah ihn mir genauer. Zwar waren ihm beide Arme abgefallen, und die Nase war auch weg, aber ich merkte doch, daß aus ihm noch etwas zu machen war, und erbat ihn mir. Zwei Bursche trugen ihn her, und als sie ihn vor der Thür auf die Erde warfen, fragten sie spöttisch, ob sie ihn auch gleich zersägen und zerspalten sollten; ein paar Mal einheizen könne ich im Winter mit dem Holze. Ich ließ sie lachen und ging den andern Tag zu einem geschickten Tischler, der nach meiner Anweisung ganz hübsche Arme und eine gehörige Nase zu Stande gebracht hat, und als er darauf vom Glaser angepinselt war, konnte gewiß Niemand mehr etwas an ihm auszusetzen haben. Sehen Sie nur selbst, wie ehrwürdig er dort auf seinem Rasenpostament im Schatten der Buche steht!“

Ich gab dem glücklichen Alten Recht und erkundigte mich, während ich die herrliche Milch genoß, nach der Geschichte seiner Siedelei und nach dem Leben, das er hier führe. „Würden Sie es glauben,“ rief er, indem er eine Prise nahm und mit besonderer Geschicklichkeit die Dose in die Kapuze auf seinem Nacken warf, „würden Sie es glauben, daß vor 60 Jahren dieser Wald eine öde, baumlose Sandfläche war? Der Landstrich gehörte den Grafen Schmiesing auf Totenhausen und wurde gar nicht geachtet. Da wußte Bruder Ambrosius aus dem Kloster zu Wahrendorf einen gewissen Bezirk von der frommen Gräfin als Geschenk zu erwerben; er war eines Försters Sohn und verstand sich noch aus der Jugendzeit auf das Waldwerk. An dem kleinen Berge entlang pflanze er Erlen an und gewann so den ersten Schatten und durch den Laubfall besseren Boden für edlere Bäumchen. Von Jahr zu Jahr erweiterte er seine Pflanzungen, und als er starb, waren schon mehrere Morgen mit lustigem Walde bedeckt. Er hat auch diese Kirche und das Häuschen aus dem Erlös der Gaben erbaut, die er auf seinen Bittfahrten weit in der Fremde zusammenbrachte. Der Anfang war klein, aber fromme Seelen, als sie sahen, daß das Werk gedieh, steuerten bei, und so ist dies Filial des Klosters Wahrendorf der Mittelpunkt einer zerstreuten Gemeinde geworden, die früher weite und beschwerliche Wege zum Gotteshause hatte. – „Da sollten Sie hier sein,“ rief er mit leuchtenden Augen, „wenn das Fest unseres Schutzpatrons gefeiert wird! Meilenweit kommt Alt und Jung herbei, und wenn der Morgengottesdienst zu Ende ist, lagert sich die Menge, Männer, Weiber, Kinder, unter den Bäumen um die Kirche her; die Reicheren haben Lebensmittel die Fülle mitgebracht, Alles schmaust, trinkt, lacht, und wenn ich von Gruppe zu Gruppe wandere, um Beisteuer für die Speisung der Armen zu erbitten, so wird mir mit vollen Händen gereicht, und ich vertheile dann die Gaben unter die, welche nichts mitbringen konnten und doch auch satt und fröhlich werden.“

Es sprach eine so reine Freude aus seinen Augen, daß ich ihm herzlich gut werden mußte, und ich hätte ihn sehen mögen, den fröhlichen Geber unter seinen fröhlichen Gästen.

Der Tag neigte sich, und ich wollte dem Pater für freundliche Bewirthung danken. „Ei, nein!“ rief er, „Sie dürfen nicht weggehen, ohne mein Kirchlein gesehen zu haben; vielleicht auch noch etwas, das Sie interessiren könnte,“ setzte er mit bedeutungsvollem Lächeln hinzu. Die Kirche war zwar klein, aber außerordentlich sauber. Auch hier schien der kunstreiche Glaser, welcher den heiligen Antonius mit den lebhaftesten Farben ausgestattet hatte, nach Herzenslust gewaltet zu haben, denn sie war aus Holzmerk mit dem blausten Blau, wunderschön gelb gerandet und marmorirt, übermalt; der Altar war mit allerlei Rippwerk, von dem oft schwer zu sagen gewesen wäre, wie es hierher paßt, reichlich besetzt. Der Alte sah mir aufmerksam in’s Gesicht, um zu beobachten, welchen Eindruck seine Herrlichkeiten auf mich machten. Ich weiß gewiß, daß er keinen ketzerischen Zug von Lächeln darin bemerkt haben wird; er war meinem Herzen zu ehrwürdig geworden, als daß ich in seine kleinen Liebhabereien nicht gern hätte eingehen sollen. Wir traten aus der Kirche, gegenseitig mit einander wohl zufrieden, und er führte mich auf den keinen Friedhof hinter der Kirche.

Es stand da, dicht an der Kirche, ein wucherndes Jasmingebüsch, welches drei Grabsteine ganz umhüllte. Der Pater bog es auseinander, damit ich die Inschriften lesen konnte. Auf dem Steine in der Mitte las ich: „Friedrich Leopold, Graf zu Stolberg.“ Darunter: Sume, Psyche, immortalis esto! (Nimm, o Psyche, den Becher der Unsterblichkeit! Unsterblich sollst du sein!) Auf dem zur Rechten stand: „August, Graf zu Stolberg. Todeswund vom Schlachtfeld zu Waterloo heimgetragen, durfte er in den Armen seiner Lieben sterben!“ Der dritte trug die Inschrift: „Auguste, Gräfin zu Stolberg.“

Welch ein wundersames Zusammentreffen. Gestern hatten mich Gedanken über denselben Mann, an dessen Grabstätte ich mich heute so unerwartet finden sollte, lebhaft beschäftigt! Zu Sondermühlen, einem Edelhofe im Amte Groenerberg, hatte mir ein alter Mann von dem Grafen erzählt, der dort die letzten Jahre seines Lebens zubrachte. Ihm war der schlanke, leutselige Herr noch wohl erinnerlich, der, in Sinnen vertieft, die lange Allee auf- und abzuwandeln pflegte; kein Armer, sagte er, sei ungetröstet und unbeschenkt von ihm gegangen. Es hatte um den Herrn beständig eine Sabbathstille geherrscht; in Religionsübungen sei er mit seiner Familie sehr eifrig gewesen; viele Stunden habe er täglich einsam gelesen und geschrieben. „Und doch,“ schloß der Erzähler, „so reich [79] und fromm der Herr war, konnte ich ihn nie ohne Bedauern sehen; er schien mir im Herzensgrunde nicht froh und glücklich zu sein; ob es Krankheit war, oder ein inneres Leid, wer konnte es wissen?“ –

Es sind nicht besonders große Verdienste um die Förderung unserer Literatur, noch weniger ausgezeichnete Thaten oder Schicksale auf anderen Gebieten, welche dem Grafen Fr. Leopold zu Stolberg die Theilnahme der Nachlebenden erhalten haben. Es ist vielmehr das Interesse, welches wir für Alles fühlen, das mit der Jugend unserer zweiten glänzenden Literaturperiode irgendwie in Verbindung gestanden hat, was ihm unter den Gebildeten unserer Nation ein freilich getrübtes Andenken sichert. Wir haben wenig, Ursache, mit Stolz auf den Lauf unserer Geschichte zurückzublicken. Nur eines Zweiges an dem Lebensbaume unseres Volks können wir uns von Herzen erfreuen, weil er zu einer vollen, prächtigen Krone ausgewachsen ist, welche selbst die Verkümmerung der übrigen Zweige versteckend zu hüllen vermag; das ist unsere Literatur, die nicht durch künstliche Pflege und hochgeneigte Protection, sondern aus eigener Kraft des Volksgeistes entsprossen, erblüht und zu unsrer Freude und zu unserm Stolz erwachsen ist. Wie gern versetzen wir uns in die Zeit zurück, da dieser Zweig unsres Volkslebens die ersten Knospen in die herbe Lenzluft hinaustrieb! Wie verehren wir die, welche, kühn die Fesseln der Fremde abwerfend, den Muth hatten, zu sagen und zu singen, wie ihnen um’s Herz war! Wie freuen wir uns, wenn nach der hundertjährigen Dürre und Selbstvergessenheit dem vernachlässigten Boden solche ungeahnte Schätze entsprießen, und wenn das deutsche Aschenbrödel plötzlich als so liebliche, blühende Jungfrau vor den Augen der erstaunten Welt steht!

Und in dieser Erstlingszeit schien Stolberg berufen, unter den Strebenden in vorderster Reihe zu stehen. Er war der geliebte, vielleicht von Anfang an überschätzte Genosse des Göttinger Dichterkreises, welcher sich auf das Innigste an Klopstock anschloß, der am glücklichsten und kühnsten den Reichthum der deutschen Brust zu Tage förderte. Denn aus Allem, was Voß in der Schrift: „Wie Fritz Stolberg ein Unfreier wurde,“ dargelegt hat, geht hervor, daß man Stolberg nicht Unrecht thut, wenn man ihn mit dem treffenden Worte Goethe’s eine „problematische Natur“ nennt. Es war nicht in ihm, mit festem, unbeirrtem Gange einem hohen Ziele sein Leben hindurch zuzustreben, er schwankte hin und her, wie äußerliche Einflüsse ihn bestimmten, und glaubte am Ende gegen den Zustand innerlicher Unbefriedigung, der die Frucht seiner Haltlosigkeit sein mußte, im Schooße der alleinseligmachenden Kirche ein Heilmittel zu finden. So verschieden, je von verschiedenen Standpunkten aus, man über diesen Schritt urtheilen mag, des Eindrucks wird man sich nicht erwehren können, daß das Leben dieses Mannes nicht ein vollwüchsiges, gesundes gewesen ist, und daß sein Abend nicht wahr gemacht hat, was der Morgen verhieß.

Der Pater bemerkte wohl den großen Antheil, welchen ich an dem Todten nahm, der hier ruhte; er erzählte Alles, was er von ihm wußte. Weil ich aber fühlte, daß meine Gedanken über den Verstorbenen nie des Paters Gedanken werden könnten, so hielt ich es für das Beste, ihm schweigend zuzuhören, und bat ihn endlich, mich auf den Weg nach Totenhausen zu geleiten, wo ich übernachten wollte.

Als wir aus dem Walde traten, lag die weite, sandige Ebene, nur hie und da von Fichtenwäldchen unterbrochen, im rothen Abendschimmer vor uns. Im Osten stieg der Vollmond am reinen Himmel auf, und hinter uns stand der westliche Horizont noch in der vollen Gluth des Abendroths. „Morgen giebt’s wieder einen herrlichen Tag!“ sagte der Pater. „Sie können nun nicht irren. Gott sei mit Ihnen!“ Ich drückte ihm herzlich die Hand und ging. Noch lange sah ich ihn am Eingange des Waldes stehen und segnend die Hand gegen mich erheben, so oft ich mich umwandte. Aber im Gehen mußte ich immer wieder denken: „Möchte doch der Abend jenes Todten dem heutigen ähnlich gewesen sein! So still und friedlich niedersinkend und voll Verheißung eines schöneren Morgens!“