Die Theerose

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Autor: Harriet Beecher Stowe
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Titel: Die Theerose
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 7, S. 67-70
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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[067]
Die Theerose.
Von
Harriet Beecher Stowe,
Verfasserin von Onkel Tom’s Hütte.


Da stand sie, in der kleinen grünen Vase auf einem Ständer von Ebenholz im Fenster des Wohnzimmers. Die reichen, seidenen Gardinen mit ihren kostbaren Franzen hüllten sie von beiden Seiten ein und rund um her im Zimmer glänzte alles Schöne und Kostbare, was Luxus bieten konnte, und doch war diese einfache Rose das Schönste von Allem. Sie sah so rein aus, ihre weißen Blätter hatten diesen wundervollen blaßrosigen Schimmer, der ihr so eigen ist: ihr Kelch war so voll und reich: ihr Haupt wiegte und beugte sich, als ob es in seinem eignen Reichthume niedersinken möchte - oh! wann schufen Menschen wohl jemals Etwas, das einer lebendig blühenden schönen Blume gliche.

Aber die Sonnenstrahlen, die durch das Fenster eindrangen, beleuchteten noch Etwas, das schöner war als die Rose. Auf einer Ottomane hingestreckt und tief versenkt in der Lektüre eines Buches, ruhte sie, die ein Seitenstück der so lieblichen Blume zu sein schien. Ihre bleiche Wangen, die geistvolle Stirn, die gedankenreichen Züge, die langen niedergesenkten[WS 1] Augenwimpern und der zwar schwermüthige doch milde und liebenswürdige Ausdruck des schönen Mundes - alles Das erschien wie ein Traumbild.

„Florence! Florence!“ rief eine heitere melodiöse Stimme in ungeduldigem Tone. Wende dein Haupt, Leser, und du wirst eine blühende strahlende Maid sehen, das echte Bild eines kleinen neckischen Elfen, mit leuchtendem Auge, einem Füßchen, das kaum den Boden berührt, und einem durch reizende Grübchen so vervielfältigten Lächeln, das es wie tausend Lächeln aussieht.

„Komm Florence,“ sagte der kleine Puck, „lege das vortreffliche gelehrte Buch bei Seite und steige von Deinem hohen Sitz hernieder, um mit mir armen Sterblichen zu sprechen.“

Die schöne Erscheinung folgte der Bitte und zeigte, aufblickend, gerade solche Augen, wie man sie unter solchen Wimpern erwartet hatte - Augen, tief, bedeutend und reich, wie die Klänge eines schönen ernsten Liedes.

„Hör’ mal, Cousine,“ sagte das heitere Fräulein, „ich habe darüber nachgedacht, was Du wohl mit der hübschen Rose anfangen wirst, wenn Du nach New-York gehst, wie Du leider zu unserm Bedauern entschlossen [068] bist; es wäre wirklich schade, wenn Du sie einem so zerstreuten Dinge, wie ich bin, lassen wolltest. Ich liebe zwar Blumen, aber nur in einem ordentlichen Bouquet, geschnitten und gebunden, so daß man sie mit in eine Gesellschaft nehmen kann; aber das ewige Pflegen, Aufpassen und Begießen ist Alles nichts für mich.“

„Mach’ Dir deshalb keine Sorgen, Ketty,“ sagte Florence lächelnd, „ich werde Deine Talente nicht in Anspruch nehmen; es ist schon ein Asyl für meine Favoritin gefunden.“

„O, dann weißt Du auch schon, was ich sagen wollte: Mrs. Marshall hat wahrscheinlich schon mit Dir gesprochen; sie war gestern hier und ich berichtete ihr sehr feierlich über den Verlust, der Deinem Lieblinge bevorstehe und so weiter; und da sagte sie, sie würde sich sehr glücklich fühlen, wenn sie sie in ihrem Treibhause haben könnte, weil sie jetzt so allerliebst ist und so schöne Knospen hat. Ich sagte ihr, Du würdest ihr die Blume sehr gern geben, weil Du doch die Mrs. Marshall so ungemein lieb hast.“

„Es thut mir sehr leid, Ketty, aber ich habe schon anderweitig darüber verfügt.“

„Wer soll sie denn bekommen, Du hast doch so wenig Freundinnen hier?“

„Oh, das ist nur eine meiner wunderlichen Grillen.“

„Ach sag’ es mir doch, Florence.“

„Nun, Cousine, Du kennst ja das kleine blasse Mädchen, der wir Näharbeit gegeben haben?“

„Wie, die kleine Mary Stephens? wie komisch! Siehst Du, Florence, das ist wieder einmal eine von Deinen altjüngferlichen Ideen - Du machst Puppen für kleine Kinder zurecht und arbeitest Mützchen und Strümpfe für alle schmutzigen Bälge rund umher. Ich glaube wahrlich, Du bist häufiger in den zwei dunklen häßlichen Gassen hinter unterm Hause, als je auf der Promenade gewesen, obwohl Du weißt, daß dort sich jeder halb todt sehnt, mit Dir zusammen zu kommen; und nun, um Allem die Krone aufzusetzen, willst Du dies kleine Bijou einer Nätherin schenken, während eine Deiner intimsten Freundinnen, aus gleichem Stande mit Dir, es so werth halten würde. Was sollen Leute in ihren Verhältnissen mit Blumen machen?“

„Dasselbe, was ich damit thue,“ entgegnete Florence ruhig. „Hast Du nicht bemerkt, daß das kleine Mädchen jedesmal, wenn sie herkommt, sehnsüchtig die geöffneten Knospen betrachtet? und entsinnst Du Dich nicht, wie sie mich letzthin so hübsch fragte, ob ich wohl erlaubte, daß ihre Mutter herkomme und sie sich ansähe, sie liebe die Blumen so sehr?“

„Aber, Florence, denke Dir nur einmal diese schöne Pflanze auf einem Tisch mit Schinken, Eiern, Käse und Mehl stehen, und in dem kleinen Zimmer erstickt, wo Mrs. Stephens und ihre Tochter gewöhnlich waschen, plätten und kochen und Gott weiß was sonst noch alles.“

„Nun, Ketty, wenn ich gezwungen wäre, in einem kleinen Zimmer zu leben, und daselbst zu waschen, zu plätten und zu kochen, wie Du sagst - wenn ich jeden Augenblick meines Lebens schwere Arbeit thun müßte, und von meinem Fenster aus nichts weiter sähe, als Dächer und schmutzige Gassen, so würde eine solche Blume mir unsägliche Freude bereiten.“

„Bah, Florence - Sentimentalität: arme Leute haben keine Zeit, sentimental zu sein, und dann glaube ich auch gar nicht, daß die Blume bei ihnen gedeihen wird; es ist eine Treibhauspflanze und muß sehr zart behandelt werden.“

„Oh, was das betrifft, so fragen die Blumen nicht darnach, ob ihre Besitzer reich oder arm seien; und mag Mrs. Stephens auch sonst nichts haben, so hat sie doch eben so schönen Sonnenschein als der ist, der durch unsere Fenster strahlt. Die schönen Gaben, die von Gott kommen, sind Gaben für alle Menschen. Du wirst sehen, daß meine schöne Rose in Mrs. Stephens Zimmer eben so gesund und munter blüht, wie in dem unsrigen.“

„Nein, wie thöricht! wenn man armen Leuten etwas giebt, so sollte man ihnen doch etwas Nützliches geben - einen Korb voll Kartoffeln, einen Schinken oder so etwas.“

„Gewiß, Kartoffeln und Schinken müssen auch gegeben werden; wenn man aber für die dringendsten Bedürfnisse gesorgt hat, warum nicht auch kleine Freuden bereiten, wenn dies in unsrer Macht steht? Ich weiß, es giebt viele Armen, die ein feines Gefühl und einen klaren Sinn für das Schöne haben, aber er stirbt ab, weil sie in zu bedrängter Lage sind, um ihm irgend Nahrung zu geben. Da ist z. B. die arme Mrs. Stephens: ich weiß, daß sie Vögel und Blumen und Musik eben so liebt, wie ich. Ich habe ihr Auge leuchten gesehen, wenn sie die Dinge in unserm Wohnzimmer betrachtete, und doch kann sie sich nichts Aehnliches anschaffen: die Noth zwingt sie dazu, ihr Zimmer, ihre Kleidung und Alles, was sie hat, einfach und schlecht zu halten. Du hättest nur sehen sollen, wie sie und Mary entzückt waren, als ich ihnen meine Rose anbot.“

„Ach Gott, Beste, das mag Alles wahr und schön sein, aber ich habe nie früher daran gedacht. Es ist mir nie eingefallen, daß solche Arbeitsleute eine Idee von Geschmack hätten.“

„Woher käme es denn, daß man bei ihnen den Geranium oder die Rose so sorgfältig in dein alten Scherben in dem ärmlichsten Zimmer gepflegt oder den Epheu in einem Kasten um das Fenster gewunden sieht? Beweist das nicht, daß das menschliche Herz in allen Verhältnissen des Lebens nach dem Schönen dürstet? Entsinnst Du Dich nicht, Ketty, daß unsere Wäscherin einmal nach harter Tagesarbeit die ganze Nacht aufsaß, um ihrem ersten Kinde ein hübsches Taufkleid zu machen?“

„Ja, und ich weiß auch, wie ich Dich ausgelacht habe, daß Du ein so geschmackvolles Mützchen dazu machtest.“

„Nun, Ketty, ich glaube, der Ausdruck der reinsten Freude, mit dem die Mutter ihr Kind in dem neuen Anzuge betrachtete, belohnte wohl hinreichend die Mühe, daran gearbeitet zu haben: ich glaube nicht, daß sie dankbarer gewesen wäre, wenn ich ihr einen Sack Mehl geschenkt hätte.“

„Nun, mir ist’s früher nie eingefallen, den Armen irgend etwas Anderes zu geben, als was sie wirklich brauchten, und das that ich immer sehr gern, wenn es mir nicht zu viel Mühe machte.“

„Liebste Ketty, wenn unser himmlischer Vater nach denselben Grundsätzen bei seinen Gaben verführe, so würden wir nur rohe, ungestaltete Haufen von Lebensmitteln [069] statt der herrlichen Abwechslung von Bäumen, Blumen und Früchten auf Erden finden.“

„Ja, ja, Florence, ich glaube, Du hast Recht – aber habe Gnade mit meinem armen Kopf; er ist zu klein, um so viel neue Ideen auf einmal aufzunehmen – thue was Du willst.“ Und das kleine Fräulein fing mit großem Eifer an, vor dem Spiegel ein neues Pas zu versuchen.


Wir treten in ein sehr kleines Zimmer, das sein Licht nur durch ein Fenster erhielt. Der Boden war nicht mit einem Teppich bedeckt; in einem Winkel stand ein sauberes, aber dürftiges Bett; in dem andern ein Küchenschrank mit wenigen Schüsseln und Tellern, an der Wand eine Komode; und vor dem Fenster stand ein ganz kleines neues Tischchen von Kirschholz, das freilich aber der einzige neue Gegenstand in dem ganzen Zimmer zu sein schien.

Ein blasses, krank aussehendes Weib von ungefähr vierzig Jahren lag in ihrem Sorgenstuhl mit geschlossenen Augen und die Lippen wie im Schmerz zusammengepreßt, zurück gelehnt. So lag sie wenige Minuten, drückte dann die Hand fest auf die Augen und nahm langsam wieder ihre feine Näharbeit vor, mit der sie vom frühen Morgen an beschäftigt gewesen war. Da ging die Thür auf und ein kleines, schlankes Mädchen von etwa zwölf Jahren trat herein; ihre großen blauen Augen strahlten vor Freude, als sie ihrer Mutter den Rosenstock, den sie in Händen trug, zeigte.

„Oh, Mutter, sieh doch! da ist eine aufgeblühte und hier sind zwei halb offene Knospen, und dann noch so viele kleine reizende Knöspchen, die zwischen den Blättern hervorgucken.“

Das Antlitz der armen Frau leuchtete, als sie erst die Rose und dann ihr bleiches Kind betrachtete, auf deren Wangen sie seit Monden nicht so frische Farben gesehen hatte.

„Gott segne sie!“ rief sie unwillkürlich aus.

„Miß Florence – ja ich wußte, daß es Dich freuen würde. Thut es Deinem Kopf nicht wohl, eine so schöne Blume zu sehen? Nun wirst Du auf dem Markt nicht mehr so sehnsüchtig auf die Blumentöpfe hinblicken, denn wir haben eine Rose hier, die schöner ist, als sie alle. Mir ist sie eben so viel werth, wie der kleine Garten, den wir früher hatten. Sieh nur die vielen hübschen Knöspchen! Ich will sie ’mal zählen – ach, und wie schön sie riecht! Wo sollen wir sie nur hinstellen?“ Und Mary sprang umher, stellte ihre Blume bald so bald so, und trat dann zurück, um zu sehen, wie sie sich ausnähme, bis die Mutter sie lächelnd darauf aufmerksam machte, daß die Rose nicht gedeihen könne, wenn sie kein Sonnenlicht habe.

„Ach ja, das ist wahr,“ sagte Mary, „nun, dann muß sie auf unserm neuen Tischchen stehen. Wie freue ich mich, daß wir einen so hübschen neuen Tisch dafür haben, sie wird um so schöner aussehen.“ Und Mrs. Stephens legte ihre Arbeit fort und faltete ein Stück Zeitungspapier zusammen, worauf der Schatz sorgfältig hingestellt wurde.

„So,“ sagte Mary, Alles noch mit sorgfältigem Blicke prüfend, „so ist’s gut – nein, doch noch nicht; die beiden offenen Knospen sind so nicht zu sehen; wir müssen den Topf noch ein bischen mehr herum drehen – so ist’s besser;“ und nun ging Mary rund um den Tisch, um die Rose in den verschiedensten Stellungen zu betrachten, worauf sie die Mutter nöthigte, mit ihr hinaus zu gehen, um die Blume von außen anzuschauen.

„Wie hübsch war es von Miß Florence, daß sie daran gedacht hat, uns die Rose zu schenken,“ sagte Mary; „obwohl sie so viel für uns gethan und uns so schöne Sachen gegeben hat, so scheint mir dieses doch das Beste von Allem, weil es zeigt, daß sie an uns gedacht hat und weiß, wie wir fühlen; und das thun so Wenige, nicht wahr, Mutter?“

Welch’ einen schönen lichten Nachmittag bereitete diese kleine Gabe in dem bescheidenen Zimmer. Wie viel schneller flogen Mary’s Finger bei ihrer anhaltenden Arbeit, und Mrs. Stephens vergaß über der Glückseligkeit ihres Kindes, daß sie Kopfschmerzen habe, und meinte, als sie Abends ihren Thee trank, sie fühle sich viel kräftiger als seit langer Zeit.

Diese Rose! ihr wohlthuender Einfluß schwand nicht mit dem ersten Tage. Den langen, kalten Winter hindurch weckte die Wartung, Pflege und Liebkosung der Blume tausend heitere Gedanken und Empfindungen, die die Einförmigkeit und die Last ihres täglichen Lebens auf erquickende Weise schwinden machten; jeden Tag zeigte die holde Blume einen neuen Reiz - bald hier ein Blättchen, dort eine Knospe oder einen frischen Schößling und Alles weckte immer wieder Lust und Freude in dem Herzen ihrer Eigenthümerin. Wenn die Blume so im Fenster stand, blieb mancher Vorübergehende stehen und betrachtete sie voller Bewunderung, und dann fühlte Mary sich stolz und glücklich; und selbst die ernste sorgenbeladene Wittwe war nicht unempfindlich für dergleichen, ihrem Lieblinge dargebrachten Huldigungen.

Florence aber, als sie das Geschenk machte, glaubte wohl nicht, daß ein unsichtbarer Faden sich um die Blume schlinge, der weit und stark mit dem Gewebe ihres Geschickes verflochten sei.

An einem kalten Nachmittage im Frühjahr trat ein großer, eleganter Herr in das niedrige Zimmer, um den Bewohnerinnen eine Rechnung für angefertigte Arbeit zu zahlen. Es war ein Reisender, dem sie durch die Freundlichkeit eines ihrer Gönner empfohlen waren. Als er gehen wollte, ruhte sein Auge bewundernd auf dem Rosenstock, und er blieb stehen, um ihn zu betrachten.

„Wie schön!“ sagte er.

„Ja, und die, welche sie uns schenkte,“ entgegnete die kleine Mary, „ist eben so schön und hold wie die Blume.“

„So,“ sagte der Fremde, angenehm durch die Antwort berührt, indem er ein Paar schöner, schwarzer Augen auf sie richtete, „und wie kam sie denn dazu, sie Dir zu schenken, mein Kind?“

„Oh, weil Mutter arm und krank ist, und weil wir uns nie etwas Hübsches anschaffen können. Früher hatten wir einen Garten und liebten die Blumen so sehr, und das wußte Miß Florence, und da gab sie uns die Rose.“

„Florence!“ wiederholte der Fremde.

„Ja, – Miß Florence l’Estrange – eine schöne Dame. Sie soll eine Fremde sein, spricht aber Englisch wie die anderen Damen, nur noch weicher.“

„Ist sie noch hier? Lebt sie in dieser Stadt?“ fragte der Fremde ungestüm.

„Nein, sie ist vor einigen Monaten fortgereist,“ entgegnete die Wittwe, und bemerkte hierbei, wie ein Schatten [070] der Enttäuschung sich über seine Züge legte; „aber,“ fuhr sie fort, „Sie können nähere Nachricht über sie bei ihrer Tante, der Mrs. Carlyle, erhalten.“

Kurze Zeit darauf erhielt Florence einen Brief, dessen Züge sie erbeben machten. Während der vielen vergangenen Jahre, die sie in Frankreich verlebte, hatte sie diese Handschrift wohl kennen gelernt - hatte sie geliebt, wie ein Weib ihrer Art nur einmal liebt; aber Hindernisse, hervorgerufen durch Freunde und Verwandte, lange Trennung, langer Aufschub waren eingetreten, und nach manchem trüben Jahre hatte sie geglaubt, daß die Wogen des Oceans sich über dieser Hand und diesem Herzen geschlossen hätten[WS 2]", und das hatte so trübe sinnige Züge in ihr liebliches Antlitz gezeichnet.

Dieser Brief aber sagte, daß er lebe, daß er ihr gefolgt sei und sie entdeckt habe, wie man wohl ein verborgen rinnendes Bächlein entdeckt, durch die Herzensfrische und die duftigen Blüthen, die ihre guten Thaten überall zurückgelassen hatten, wo sie gewandelt war. - Und nun wird es meinen Lesern nicht schwer werden, sich die Geschichte selbst zu beendigen.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. vermutlich, anhand der Vorlage nicht eindeutig zu identifizieren
  2. Vorlage: härten