Die Ursache des Einschlagens vom Blitze:Seite 104

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Die Ursache des Einschlagens vom Blitze
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ren könnte *): und alsdenn würde die Zerstörung desto grösser seyn, weil er allenthalben solchen Widerstand anträfe, den er zersprengen müßte. Ja, ich fürchte, die Gefahr würde durch diese Anstalt auf ähnliche Weise vermehret werden, als in dem bekannten Leydenschen Versuche, da man an der einen Seite einer mit Wasser gefüllten Flasche, oder einer Glasplatte **), die electrische Materie anhäufet, welche hernach, wenn sie zu der entgegengesetzten Seite dieser Körper, dadurch sie nicht dringen konnte, einen Uebergang gewinnet, desto grösseren Schlag und Gewalt äussert. Die Erfahrung bezeuget aber auch, daß die electrische Materie, sowohl beym Blitze, als wenn sie bey Versuchen in Bewegung gesetzt ist, oft durch Wachstuch, bemahltes Leinewand, Glas, und


*) Wenn ein Glas, oder Schwefelkuchen, damit man das Durchfahren der electrischen Materie bey den Versuchen hindern will, einen kleinen Riß bekommen hat; so lassen sie solche durchhinstreichen.

**) Auch mit gewärmten gehauenen Steinen läßt sich dieser Versuch machen, wie Herr Delaval berichtet. (Phil. Trans. Vol. LI. p. 87.[1]). Es ist vermuthlich eine Eigenschaft aller Körper, welche die Electricität nicht leicht durchlassen, da Herr Aepinus[2] es sogar mit einem Zwischenraume von Luft, zwischen zwey grossen

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Phil. Trans. Vol. LI. p. 87. – Benjamin Wilson: A Letter from Mr. Benjamin Wilson, F. R. S. to the Rev. Tho. Birch, D. D. Secret. R. S. [Relating] a Letter from Edward Delaval, M. A. and Fellow of Pembroke-Hall Cambridge, to Mr. Benjamin Wilson, F. R. S. Containing Some Electrical Experiments and Observations, in: Philosophical Transactions 51 (1759/1760), S. 83–88, hier S. 87.
  2. Herr Aepinus – …