Die araner mundart/Wörterbuch/a

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a

ab-, s. ȷeŕĭm.

adrés, s. ādrés.

afr̥k, m., „sehn, sehkraft“, amharc; Keat.

1. verbalsubst. zu bŕȧn̄īm, feḱĭm, fiəxĭm, çīm. Vergl. bŕȧn̄ū, feḱāl, fešḱń̥c, fiəxń̥c, raiərk.
vī šē əǵ afr̥k əmáx æs ə wińōg, nuəŕ ə vī mišə gøl hart. „Er sah gerade zum fenster hinaus, als ich vorbeiging.“
2. „sehkraft“.
tā afr̥k ə ŋar ʒō. „Er ist kurzsichtig.“ Vgl. dāl̄ und kȳx. Scherzend sagt man zuweilen von einem kurzsichtigen: ńī eḱət šē paul̄ hŕī ȷŕēmŕə. „Er würde kein loch in einer leiter entdecken.“

agəs, gəs, əs, s, „und“, agus, auch ’gus, as, is, ’s und ⁊ [vgl. air.], aus acus, accus, ocus [zuweilen oc. geschrieben; vgl. Goid. 101], ocuis, as, is; St.-B. 328, 31, 14, Z.-E. 699, W. 717, A. 129, Atk. 834. An stelle der angeführten formen findet sich in den handschriften meist ⁊ oder et; vgl. Zmm. Gl. H. LVIII f. Im air. und mir. wird der folgende konsonant zuweilen aspiriert, wie Sg. 33a, LL. 173a, 183a; vgl. auch W. Gr. 25. Auf gelegentliches vorkommen der asp. im nir. deutet Molloy’s bemerkung: „Dhá láimh agus cheann should be dhá láimh agus ceann, because the conjunction agus never causes aspiration“ (A Grammar of the Irish language 186).

1. „und“.
tā mē fløx hŕīȷ əs hŕīȷ. „Ich bin durch und durch nass.“ – hug šē[A 1] klox wōr, agəs xȧ šē leš ə wińōg ī. „Er nahm einen grossen stein und warf ihn gegen das fenster.“
2. mit pron. ohne verb. zur anknüpfung eines umstandssatzes.[A 2]
hāniǵ šē əšcȧ́x, agəs kūx əŕ. „Er kam in wut herein.“ – ər īk šib mōrān əŕ ə mūn? gə ȷivn̥ ȷ īk, s ə l̄aiəd, ə wil ān̄ ji. „Habt ihr viel für den torf bezahlt? Freilich, wenn man berücksichtigt, wie wenig es ist.“ – tā ə xarəbəd atī, agəs ē ʒā haxtə lē šilə-šiān. „Seine kinnlade ist geschwollen, wobei er vor schleim nicht schlucken kann.“
3. „und doch, jedoch, aber“. Vgl. ax.
cȧgĭm ān̄ x ilə l̄ā, s əs miniḱ, n̄ax miən̄ mōrān fāĺcə rūm. „Ich komme jeden tag dorthin, und doch werde ich häufig nicht sehr freundlich empfangen.“ – tā mē klyšcāl a gøl harm̥, gə mai savrə fløx sə mliənə agń̥, agəs çītr̥ ʒom pēn, gr̥ æšcəx ə šḱēl ē šin. „Ich höre von einem gerede, dass wir in diesem jahre einen regnerischen sommer haben würden; mir aber scheint dies eine wenig glaubwürdige geschichte zu sein.“
4. nach xō, ən eŕəd, fad, ønn̥̄: „wie, als“.
wil nə fatī xō mŭȧ, s dūŕc šē? „Sind die kartoffeln so gut, wie er behauptet hat?“ – bī xō mŭȧ, s gə ĺȧnā, mišə. „Sei so gut und folge mir.“ – ḱŕeȷ mē, n̄ax ȷūrə šēd n̥ eŕəd ʒic əŕ, əs fuəŕ tū ō n vȧr elə. „Glaube mir, dass sie dir nicht soviel dafür geben werden, wie du von dem anderen manne bekommen hast.“ – buəl n̥ c-iərn̥̄ fad əs tā šē ce. „Schmiede das eisen, so lange es heiss ist.“ – ə ʒēĺǵə, l̄aurīr ə gūǵə mūn, ńī h-ønn̥̄ ī s ə ʒēlgə š agń̥ə. „Das irische, das in der provinz Munster gesprochen wird, ist nicht dasselbe wie das unsrige.“
5. nach avlə[A 3]: „und zwar, nämlich“.[A 2]
əs avl̄ə, a hāniǵ šē ə wælə, agəs a hrōn bŕišcə. „In einem solchen zustand kam er nach hause, mit zerbrochener nase.“

agət-, s. .

agī-, s. und hugm̥.

agm̥-, s. .

agń̥-, s. .

ahās, m., „zweiter wuchs, zweite ernte“, athfhás, O’Br., [O’R. athfás], aus a [æ], ath-, aith-, „wieder“, St.-B. 8, Z.-E. 869, A. 48, und fās.
wil mōrān fatī agī? gə ȷivn̥, is r̥ n-ahās ē. „Habt ihr viele kartoffeln? Freilich, es ist unsere zweite ernte.“

ahu, m., „ave“, aue, lat. ave; Donl. 382.

n̥ t-ahu māŕiȷə[1] nū fāĺcə n æŋ́ǵl̥. „Das ave maria oder der englische gruss.“

ai, s. aiə.

aibləgəȷ, f., „verbindlichkeit“, oibliogaid, O’R., aus engl. obligation oder lat. obligatio.

tā mē fȳ wōrān aibləgəȷ ʒic. „Ich bin dir sehr verbunden.“ – tōŕ m aibləgəȷ gə də wāhŕ̥! „Empfiehl mich deiner mutter!“ „Grüsse deine mutter von mir!“ – ȷīnī n aibləgəȷ, ə ȷ iər mē, agəs bai mē ān wīx. „Erweist mir die gefälligkeit, um die ich gebeten habe, ich werde sehr dankbar sein.“ Vgl. bŭīxəs, ḱiəl̄.

aibŕān, m., „april“, aibrean [O’Br. abran abraon, O’R. abran aibrean], aus lat. aprilis. [I.-M.-S. I 94, 90, 100 aipril, apreil, april.] Vgl. mī, bȧltənə, mārtə, savn̥.

aibŕə-, s. obŕ̥.

aibŕīm, „arbeite“, oibrighim, von obŕ̥; Keat. Vgl. Atk. 836.

dūŕc mē leš, mārəx gə n-aibŕīx šē, n̄ax ń-īkń̥ ē. „Ich habe ihm gesagt, falls er nicht arbeitete, würde ich ihn nicht bezahlen.“

aiə, ai, m., „gesicht“, aghaidh, aus agaid, aiged, aged, agad. St.-B. 48, Z.-E. 657, W. 349, A. 43, Atk. 525, fast nur in verbindung mit praep. [s. 2, 3], sonst meist durch ēdn̥ ersetzt.

1. „gesicht“. Vgl. ēdn̥.
vī mark əŕ ə aiə [häufiger: əŕ ə ēdn̥]. „Er hatte ein kennzeichen im gesicht.“ – kā rø tū bŕȧn̄ū? vī m ai əŕ n̥ trā. „Wohin blicktest du? Ich stand dem strand zugewandt.“
2. mit i [ə]: „gegen“.
gax uəŕ, dā veḱn̥̄ šēd ə çēlə, biən̄ šēd ə n-ai ə çēlə. „Jedesmal, wenn sie sich sehn, streiten sie mit einander.“ – tā šēd ə n-ai ə çēlə. „Sie stehn auf gespanntem fuss.“ – vī mē eǵ ə gūŕc əńḗ, vī n imr̥kə menī ə m ai, agəs buəlū[A 4] mē sə gūš. „Ich war gestern am gericht. Es wurden zuviele eide gegen mich abgelegt, und so habe ich den prozess verloren.“
3. mit [əŕ, ŕ]: „vorwärts, voran“ oder „vor, gegenüber“, je nach dem verbum.
[A 5] šē əŕ m ai. „Er stand vor mir.“ – xuə mē ȷīŕəx əŕ m ai. „Ich ging geradeaus.“ – ḱē n āc ə rø šē šin? əŕ ai ən cȧmpl̥ gāl̄də. „Wo war das? Gegenüber der protestantischen kirche.“ – caiŕə ŕ ai, ȷīnə mē suəs lȧt ə n-iməxt. „Gehe schon voran, ich werde dich im augenblick einholen.“ – cȧr əŕ t ai bĭøgān! „Komme ein wenig näher heran.“

aiəl̄,[A 6] „hitze“, von der hündin gesagt, adhall; O’Br. und O’R. „sin, corruption“, O’Don. S. [adall] „corrupt, adulterous“, zu air. adall, n. „transitus“? Z.-E. 459, W. 344, A. 55, St.-B. 43.

ʒā ȷȧgəx aiəl̄ əŕ ə mitš ə n-ām, vērət šī kuən əníš. „Wenn die hündin zu ihrer zeit läufig gewesen wäre, so würde sie jetzt junge werfen.“ – tā aiəl̄[A 7] əŕ ə mitš. tā n vitš fȳ aiəl̄. „Die hündin ist heiss [läufig].
Vgl. ȧxmŕ̥c, dāŕ, katəxəs, ḱlī, rēhəxt [rēwəxt].

aiən, f., „kessel“, oighean, aus aigen „patena, patella“; St.-B. 7, A. 43; auf den Araninseln nur noch im nom. propr. āl̄ nə h-ainə, all na h-oighne, „kesselfels“, erhalten. In Clare bezeichnet aiən einen grossen kessel, in dem futter für vieh gekocht wird.

Vgl. ketl̥, potə, korkān.

aiərk,[A 8] f., „horn, geweih“, adharc, aus adarc; St.-B. 18, Z.-E. 812, W. 344, A. 46. – gen. aiəŕḱə aiŕḱə, pl. aiərkə airkə.

aiərk bō, tæŕəv, gauəŕ, kȳrə, fiə. „Das horn [bzw. geweih] der kuh, des ochsen, ziegenbocks, schafbocks, rehbocks [oder hirsches].

aiərkə, s. aiərk.

aiəŕḱə, s. aiərk.

ail̄əḱĭm, ain̄əḱĭm, āləḱĭm, „bestatte, begrabe“, adhlaicim [Donl.], adhnaicim [Keat.], aus adnacim; St.-B. 31, Atk. 524; vgl. Z.-E. 768. Allgemein verstanden, da es im glaubensbekenntnis vorkommt, in der umgangssprache jedoch nicht gebraucht. Man sagt kiŕĭm sn̥ uə „ich lege in’s grab“ oder nur kiŕĭm. Vgl. kiŕĭm und kørə.

ain̄əḱĭm, s. ail̄əḱĭm.

ainə, s. aiən.

aiodain, jod, engl. iodine. Vgl. fȧmn̥ und ḱeləp.

airkə, s. aiərk.

aiŕȷə, s. ārd und āŕȷə.

aiŕə,[A 9] f., éirghe, verbalsubst. zu aiŕīm, aus éirge; St.-B. 231, 26, Z.-E. 870, W. 526, A. 196, Atk. 684.

aiŕə nə ǵŕēnə, „Sonnenaufgang“. – tā šē əǵ aiŕe.[A 10] „Er steht gerade auf.“ „Er erhebt sich gerade.“

aiŕə, m., „erbe“ m., oighre, aus oigir; Atk. 836 – pl. aiŕəxə.

aiŕə, oighreadh, s. ĺȧk-aiŕə.

aiŕə-, verb., s. aiŕīm.

aiŕəxə, s. aiŕə „erbe“.

aiŕiəx, s. aiŕīm.

aiŕiəxt, f., „erbschaft“, oighreacht, aus óigrecht; Atk. 836. Vgl. aiŕə „erbe“.

hic aiŕiəxt wōr əŕ. „Es erhielt ein grosses erbteil.“

aiŕī-, s. aiŕīm.

aiŕīm, „erhebe mich“, éirghim, aus érigim, érgim, éirgim; St.-B. 231, 26, W. 526, A. 196, Atk. 684.

1. „erhebe mich, stehe auf“.
aiŕə suəs! aiŕī suəs! „Stehe auf! Steht auf!“ – ḱē n t-ām ə n-aiŕīn̄[A 11] šib? aiŕīn̄ myȷ eǵ ə šē ō xlog. „Um welche zeit pflegt ihr aufzustehn? Um sechs uhr.“ – aiŕō mē əŕ mŭȧȷn̥ əmā́rəx eǵ ə crī ō xlog. „Ich werden morgen früh um drei uhr aufstehn.“ – ȷ aiŕə īsə ḱŕīst n̥ cŕȧs l̄ā ō wæŕəvə. „Jesus Christus ist am dritten tage von den toten auferstanden.“
2. mit der spezialisierten bedeutung „sich zu jems. gunsten erheben“ in der redensart: sl̄ān lȧt, gə n-aiŕī t æšcŕ̥ lȧt! „Leb wohl, glückliche reise!“
3. „es geschieht, ereignet sich“.
ḱērd ȷ aiŕī[A 12] ān̄? „Was ist vorgefallen?“ – ḱērd ȷ aiŕī ʒic? „Was ist dir zugestossen?“ – ər aiŕī døxr̥ əŕ bi ʒō? „Ist ihm etwas unangenehmes passiert? – mā š ē də hil ē, cūrə tū fis dm̥, mā aiŕīn̄ ńī əŕ bi ān̄. „Nicht wahr, wenn irgend etwas vorfällt, wirst du es mir mitteilen?“ – šē ən rød, ə ȷ aiŕə ʒō, gr̥ hic šē ə vȧrəg rō wōr. „Thatsache ist, dass er in eine übertriebene wut geriet.“

aiŕḱə, s. aiərk.

aiŕō-, s. aiŕīm.

aivńə-, s. auən̄.

aivnə-, s. auən̄.

akə-, s. .

ax,[A 13] „aber, sondern“, acht; Z.-K. 709, W. 343, A. 43, Atk. 522. Vgl. agəs 3.

ax unterscheidet sich von agəs im allgemeinen dadurch, dass es die aussage einschränkt, während agəs dieselbe ergänzt. Unter umständen kann freilich beides zusammenfallen. Vgl. die beisp. unter 1.
1. „aber, sondern“.
xuə šī ə l̄agə, ax s ǵǡr, gə dāniǵ šī eḱə hēn. „Sie fiel in ohnmacht, jedoch nach kurzer zeit kam sie wieder zu sich.“ – ər iəx šib ḱē mar hæńə n obŕ̥ ūd lib? nīr iəx, ax fiəxfr̥ ē. „Habt ihr versucht, wie euch jene arbeit gefällt? Nein, aber es wird noch geschehn.“ – vī šē ə tōŕc n̥ æŕəǵəȷ ʒō, ax [oder agəs] ńīr ʒlak šē ē. „Er bot ihm das geld an, aber er nahm es nicht an.“ – ńī ʒau mē ān̄, ax fanə mē sə mūȧlə.[A 14] „Ich werde nicht hingehn, sondern zu hause bleiben.“
2. nach positivem verb. im kond., vor negativem verb. meist durch „wenn“ zu übersetzen.
jīnń̥ ē šin gə fōnūr, ax ńī ēdĭm ə jīnə niš. „Ich würde das gern thun, aber ich kann es jetzt nicht thun [oder: wenn ....].“ – hōkəx šib n̥ bal̄ə, ax ńīl kløxə agī. „Ihr würdet die mauer bauen.[A 15] wenn ihr steine hättet.“ – warōȷīš n̥ xȳrə, ax ńī wuərədr̥ ī. „Sie würden das schaf getötet haben, wenn sie es bekommen hätten.“
3. nach neg. verb.: „ausser, nur“.
d ākń̥ n̥ cīŕ fad ō hin, marəx mē ve pōstə; ńīl ēn ńī eǵ mə væn n̄ā n xlȧń lē hȧxt suəs əŕ ax sȳrū mə lāvə, s kȧĺfī iəd gə n okrəs, ʒā ń-imīń. „Ich würde das land lange verlassen haben, wenn ich nicht verheiratet wäre; aber meine frau und die kinder haben nichts zu leben als den ertrag meiner hände, und sie würden vor hunger sterben, wenn ich fortginge.“ – ńīl agm̥ ax bĭøgān æmšəŕə ʒom pēn. „Ich habe nur wenig zeit für mich selbst übrig.“ – ńīl orm̥ ax ȧfēr fȳ n æmšŕ̥, ə tā kȧĺc orm̥. „Ich bedaure nur die zeit, die ich verloren habe.“
4. in fragesätzen auch ohne negation, wenn diese ergänzt werden kann: „nur“.
ə ńīnn̥̄ tøsə brōgə n̄ū ə ńīnn̥̄ tū ax ə ńȧsū? ȷīnĭm əs ȷȧsīm iəd. „Fertigest du schuhe an oder besorgst du nur das flicken von solchen? Ich mache sie und flicke auch.“

axə, „ackerfeld“, achadh, aus achad; A. 43. Vgl. Joyce I 232 ff. Verstanden, aber nicht mehr gebraucht. Vgl. garī, gort, pāŕḱ.

axr̥, m., „entfernung“, achar, aus ochar „ecke, rand“, St.-B. 6.

1. vom raum.
ḱē n t-axr̥, ə tā ən drehəd šin æš šo? „Wie weit ist jene brücke von hier entfernt?“
2. von der zeit.
ə wakə tū n bĭaiəx ūd lomsə, a çȧn̄ə mē tā axr̥ gȧŕəȷ? xøn̄əḱəs [ńī akəs]. „Hast du das tier gesehn, das ich mir vor kurzem gekauft habe? Ja [nein].“

al̄trəxə, s. æl.[A 16]

albənəx, „schottisch, schotte“, albanach, A. 23. Vgl. aləbn̥.

alēm, s. ȧlēm.

aləbn̥, f., „Schottland“, Alban [O’Br.: Alban, Albain; O’R.: Alba, Albain], aus Alba, gen. Alban; St.-B. 21, Z.-E. 264 ff. A. 23.

alt, m., „gelenk“, alt; St.-B. 41, Z.-E. 303, W. 359, A. 23, Atk. 537 [„finger-joint“], Keat.: „section of a book“.

tā alt m aurdōǵ ĺūntə. „Mein daumen ist verrenkt.“

altrəxə, s. æl.

am, s. ām „zeit“ und .

amḗn, „amen“, amen, W. 263.

amədān. m., „thor, narr“, amadán, von aməȷ; Keat., Ps. V 5.

əs amədān ānwōr[A 17] ē. „Er ist ein erz-narr.“ – ńīl šē xō mōr n̥ amədān agəs vŕȧnīn šē ə ve. „Er ist nicht so dumm wie er aussieht.“

aməȷ, f., „albernes altes weib“, amaid [Sprichw. XI 1: „thörichtes weib“], aus ammait „altes weib, amme“, St.-B. 16. – pl. aməjəxə[2].

ūnšəxī s aməȷəxə „alberne und schlottrige weiber“.
Vgl. aməjəx,[A 18] amədān.

aməjəx[A 18], „nachlässig“ [im anzug], amaideach, von aməȷ, vielleicht unter einfluss von ūnšəx, da die unter aməȷ angeführte redensart nur noch als ganzes verstanden wird. O’R. silly etc.

n̄ax aməȷəx tā tū ǵlēstə? „Wie schlottrig du angezogen bist!“

aməȷəxə, s. aməȷ.

amənī, s. ām „zeit“.

amsə, s. .

an̄inə, m., „bösewicht“, anduine. St.-B. 12. Vgl. rōgəŕə.

anxrə, m., „übelwollen“, anchroidhe aus ancride, n.; St.-B. 13, 95, Z.-E. 180, Atk. 540. Vgl. krī.

anm̥, „seele“, anam, m. f., aus anim, f.; St.-B. 13, 95, Z.-E. 264–268, W. 367, A. 33, Atk. 541. – pl. anm̥naxə.

tā anm̥ inm̥ xo bŕīvr̥, əs tā ə n̄in ŕ̥ bi elə. „Ich habe eine so mächtige seele, wie nur irgend ein andrer sie hat.“ – əs l̄āȷŕ[A 19] nə h-anm̥naxə tā inń̥. „Starke seelen wohnen in uns.“

anm̥n-, s. anm̥.

anr̥t, „grobe leinwand“, anart [O’Br.: anairt „bandle-cloth, or linen of small breadth“; O’R.: anairt, f., „bandle-cloth, narrow linen, fine linen“], St.-B. 32, Atk. 539 „leinenes gewand“. Arm. „linteum magnum“. – Vgl. ĺīn-ēdəx.

anvəs, s. ænəš.

anvrəs-, s. avrəs und avrəsəx.

aŋkəŕə, f., „anker“, angeaire[A 20], Keat., aus engl. anchor.

is done[A 21] n aŋkəŕə ī šin. „Das ist ein schlechter anker.“ Vgl. ǵlēs-aŋkəŕə.

apstl̥,[A 22] m., „apostel“, apstal; Z.-E. 223, 1005, A. 54, W. 368, Atk. 542. – pl. apstələ.

kŕē[A 23] nə n̄-apstl̥. „Das glaubensbekenntnis.“ – n̥ t-apstl pȧdr̥. „Der apostel Petrus.“ – nə nȳv apstələ. „Die heiligen apostel.“

arī, ȧrī, ærī, p. p. von arīm, mit entsprechender bedeutung, athruighthe. Vgl. arīm und arū.

əs mōr tā šē ȧrī, ō xønik[A 24] mē gə ȷeŕnəx ē. „Er hat sich sehr verändert, seit ich ihn zuletzt gesehn habe.“ – tā n ʒȳ arī. „Der wind hat sich gedreht.“

arīm, ȧrīm, ærīm, „wechsle, ändere“, athruighim, Donl., A. 201. Vgl. arī und arū.

vī šē ǵ īncń̥ eǵ ə ʒøl gə meŕikā, ax b ēȷŕ̥ gr̥ ȧrī[A 25] šē ə īncń̥. „Er beabsichtigte nach Amerika zu gehn, vielleicht aber hat er einen andren entschluss gefasst.“ – d arī n ʒȳ. „Der wind drehte sich.“

arm̥, m., 1. „werkzeug, gerät“, arm, A. 27, n., „arma“, Atk. 546, m., „weapon“. – pl. æŕm̥.

kā l nə h-æŕm̥, ə vī ən̄šó? tā šiəd agń̥. „Wo ist das werkzeug, das hier lag? Wir haben es.“ – ə ȷūrə šib iesəxt[3] ne[A 26] n-ærm̥ šə ʒom gə ḱǡn̄ tamĺ̥? „Wollt ihr mir diese geräte für eine gewisse zeit leihen?“ – ə gońō mišə nə h-æŕm̥ šə? końōŕ, gə ȷigə mē ʒā ń-iərə. „Kann ich diese instrumente behalten? Du kannst sie behalten, bis ich sie zurückfordere.“
2. engl. „army“, „arms“.
ən t-arm̥ ȷȧrəg. „Das englische heer“ [„The red army“]. – tā šēd fȳ arm̥. „Sie sind im dienst“ [„They are under arms“].

arō-, s. arīm.

arū,[A 27] m., verbalsubst. zu arīm, mit denselben bedeutungen, athrughadh. Donl.

hāniǵ arū mōr əŕ, ō xøn̄iḱ mē ē gə ȷeŕnəx. „Er hat sich sehr verändert, seit ich ihn zuletzt gesehn habe.“ – xuədr̥ əmū́ ə n-arū n dā wuələ šə. „Diese beiden pakete sind verwechselt worden. – tā miən lm̥ mə xiȷ ēdə arū. „Ich wünsche meine kleider zu wechseln.“
Vgl. arū-mā́rəx, arū-ńḗ.

aru-mā́rəx[A 28], „übermorgen“, athrughadh-amárach, s. arū und əmā́rəx. møšə, cugə tū ərǽš arū-mā́rəx. „Du wirst also übermorgen zurückkommen.“

Vgl. arū-ńḗ.

arū-ńḗ, „vorgestern“, athrughadh-andé, s. arū und əńḗ.

vī šē rǽš ŕīšc hŕēš n̥ l̄ē arū-ńḗ. „Er ist seit vorgestern wieder zurück.“
Vgl. arū-mā́rəx.[A 29]

arūr, m. f., „korn“, arbhar, aus arbar, arbur, m.; A. 30, W. 372. Vgl. St.-B. 16. – gen. arūŕ.

kruəx arūŕ. „Ein haufen korn.“ – kruəȷr̥[A 30] n̥̄ arūr sn̥ ā. „Das korn wird auf dem darrofen gehärtet.“ – tā mōrān arūŕ agń̥ ə mliənə. „Wir haben in diesem jahre viel korn.“ aruŕ, s. arūr.

asət-, s. æs.

asī-, s. æs.

asl̥, m., „esel“, asal; air. assan, St.-B. 24, Atk. 548. Vgl. hinsichtlich des l im nir. Paul’s grundriss[A 31] d. germ. phil. I 783.

wil n̥ t-asl̥ nə stāblə? tā. „Ist der esel im stall? Ja.“

asm̥-, s. æs.

asń̥-, s. æs.

asn̄ə, „rippe“, asna, easna, aus asna; St.-B. 24, A. 32, W. 376. – pl. asn̄əxe.[A 32]

bŕišəv asn̄ə n-ə hȳv ȷȧs. „Es brach eine rippe an seiner rechten seite.“ – vŕiš pāriǵ ḱǡn̄ dā xiȷ asn̄əxə. „Patrick brach eine rippe.“ – wȧn n̥ būšcērə asn̄ə æs ə mō lē n-ə huə. „Der fleischer schlug mit seinem beil eine rippe aus der kuh heraus.“

asn̄əxə, s. asn̄ə.

astə-, s. æs.

at [ausser at „geschwulst“] s. .

at, m., „geschwulst, geschwür“, at, aus att; St.-B. 24, Z.-E. 67. A. 52.

tā at ə l̄āv m inīnə. „Meine tochter hat eine geschwulst an der hand.“ – tā šȧxt n-at i n-ə wunāl. „Er hat sieben geschwüre am hals.“ – kiŕ də lāv ə n̄-isḱə[4] leš n̥ t-at ə wȳlū. „Stecke deine hand in wasser, um dadurch die geschwulst zurückzutreiben.“
Vgl. atī.

atī, p. p. zu einem nicht belegten atīm „schwelle“, von at, wie basī von bās, atuighthe.

tā ə h-ēdn̥ atī. „Ihr gesicht ist geschwollen.“ – tā mə lāv atī. „Meine hand ist gesckwollen.“[A 33]

atsə, s. .

auən̄,[A 34] f., „fluss“, abhann, aus abann; St.-B. 10, Z.-E. 649, W. 342, A. 52, Atk. 521. – gen. aivńə, aivnə, uəvńə, pl. aivńəxə, aivnəxə, uəvńəxə.

ńīl ēn auən̄ sn̥ ilān. „Es giebt keinen einzigen fluss auf der insel.“ – dā ȷehā gə gȧĺə əńḗ, ȷ ētā ə ʒøl əšcȧ́x ən auən̄ gə rē, mar n̄ax rø ēn trø mōr. „Wenn du gestern nach Galway gegangen wärest, würdest du mit leichtigkeit den fluss haben hinauffahren können, da durchaus keine starke strömung war.“ – vī n auən̄ rōcə. „Der fluss war zugefroren.“ – bruəx nə h-aivńə [oder nə h-uəvńə]. „Das ufer des flusses.“ – vī l̄ār nə h-aivńə rōcə. „Der fluss war bis zur mitte zugefroren.“ – vī nə h-aivńəxə əlúg rōcə. „Alle flüsse waren zugefroren.“ – ʒā mĭøx ən t-æŕəgəd[A 35] agń̥, ʒaux myȷ gə h-aivńəxə çiĺā́rnə. „Wenn wir das geld hätten, würden wir nach den seeen von Killarney gehn.“
Vgl. l̄ox.

aurd, m., „hammer“, ord, aus ordd; St.-B. 52, W. 724, A. 123, Atk. 839. – pl. aurȷ. Vgl. kasūr.

kā giŕcr̥ ə dæšḱə n t-aurd ə viəs[A 36] agī ə bŕišə nə glox? fāktr̥ sə skaləp wōr ə ḱǡn̄ nə ḱŕeǵ ē. „Wo wird der hammer aufbewahrt, den ihr zum zerbrechen der steine habt? In der grossen spalte am ende der klippe.“ – fāȷīš nə h-aurȷ. „Lass sie die hämmer holen.“

aurdōg, m., „daumen“, ordóg. ableit. vom air. orddu [orddu lámae „pollex“ Sg. 68 b]; Z.-E. 765, W. 725, A. 123, Atk. 839. – gen. aurdōǵ.

tā ə h-aurdōg bŕišcə. „Ihr daumen ist gebrochen. – tā alt ə h-aurdōǵ ĺūntə. „Ihr daumen ist verrenkt.“

aurdōǵ, s. aurdōg.

aurdū, m., 1. „ordnung, ordnen“, ordughadh, aus mir. ordogud ordugud, W. 724, Atk. 839, verbalsubst. zu air. ordaigim „ordino“, A. 123.

tā mə ʒølə æs aurdū. „Mein magen ist nicht in ordnung.“ – qirə[A 37] šib ər ŋøla æs aurdū. „Ihr werdet euch den magen verderben.“ – qir[A 38] ə n-aurdū ē. „Bringe das in ordnung.“
2. „auftrag“, nach engl. order.
ə ńīntr̥ nə brōgə šə eŕ n̥ ilān n̄ū ȷȧgn̥̄ šiəd ȷīntə har fŭærəǵə? ȷīnfr̥ ēd mā veŕ tū aurdū ʒōb ə jīnə. „Werden diese schuhe auf der insel gemacht, oder kommen sie fertig über see? Sie werden hier angefertigt werden, wenn du sie bestellst.“

aurl̄ār, m., „flur, fussboden“, urlár, aus orlár; W. 725, A. 145. n̄ā fāg n[A 39] l̄ampə əŕ n̥ aurl̄ār! „Lasse die lampe nicht auf dem boden stehn.“

auŕȷ, s. aurd.

auŕńiš, f., „werkzeug“, oirnéis Keat.: „expedient, means“.

d ākət šib n̥ auŕńiš n-ə ńiə agń̥ə, ax tā sūl agī hēn lē obŕ̥ āl, søl hukəs šib ərǽš əŕī́šc. „Ihr würdet das werkzeug bei uns zurücklassen, wenn ihr nicht selbst hofftet, vor eurer rückkehr noch arbeit zu finden.“
Vgl. arm̥.

auŕńī, s. āŕńə.

avl̄ə, zuweilen awl̄ə, „derart, so“, amhlaidh, aus amlaid; Z.-E. 610, W. 362, Atk. 538. Vgl. A. 229, St.-B. 293.

is avl̄ə tā šē. „So ist es.“ – ȷerĭm gə wil šē avl̄ə. „Ich behaupte, dass es sich so verhält.“ – ȷ ētəx šin ə ve avl̄ə. „Das mag sein.“ – bə cig leš šin ə ve awl̄ə. „Das mag sein. Das ist möglich.“
Vgl. agəs.

avĺȧs, avlȧs, ȧvĺȧs, ȧvlȧs, m., „nachteil“, aimhleas, aus amless; St.-B. 12, W. 362, Atk. 528. Vgl. ĺȧs.

is t avĺȧs ē ə ȷīnəs tū. „Zu deinem schaden thust du das.“

avlȧs, s. avĺȧs.

avrəs, ąvros,[A 40] anvrəs, m., „zweifel“, amhras, wie aimhireas f. aus amairess f. unglaube; St.-B. 13, 36, A. 257, Atk. 538.

gon anvrəs. „Ohne zweifel.“ – ḱērd šin? wil ąvrəs agət? „Was? Du bezweifelst es?“ – ńīl ēn avrəs ān̄. „Das unterliegt keinem zweifel.“

avrəsəx, ąvrəsəx, anvrəsəx, „zweifelnd“, amhairseach, aus air. amairessach „incredulus“; A. 257, Atk. 538.

tā mē anvrəsəx, n̄ax ńīnə šē ē. „Ich bezweifle, dass er das thun wird.“

awl̄ə, s. avl̄ə.

awl̥, s. āwul.

awul, s. āwul.

ąvrəs-, s. avrəs und avrəsəx.

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Anmerkungen des Autors[Bearbeiten]

  1. S. 1 z. 28: „hug šē lies hōg šē zu tōgĭm; hug ist nur ‚gab‘.“ Pedersen. Hierzu habe ich zu bemerken, dass hug nicht etwa durch einen druckfehler in den text geraten ist. Es ist das perf. von veŕĭm, das häufig die bedeutung von beŕĭm annimmt, trotz Pedersen’s einspruch. [Vgl. im folg. bem. z. s. 41 z. 12.] Aus der grossen zahl von beispielen, die ich gesammelt habe, führe ich einige an, für die ich volle gewähr leisten kann: tōr mə hrøŋk suəs ə staiŕə! = ømpr̥ etc. 209. – hȧfə myȷ ryd lē n-ī ə hōŕc liń. „Wir werden etwas zu essen mitnehmen müssen.“ – tā potə lipšə n̄šó; tōŕ ə wȧlə wæń ē! „Hier ist ein topf, der euch gehört; bringe ihn fort nach hause!“ – hāniǵ mē ǵ iərə nə ǵlēv; hug t æhŕ̥ wæm iəd. „Ich komme, um die körbe zu bitten; dein vater hat sie von mir bekommen (bei mir geholt etc.).“ – tōŕ ām n̥ tnād tā eḱəšə! Hole mir ihre nadel!“ – [Aber tor m̥ n̥ šḱiən tā agətsə! „Gieb mir dein messer!“] – tōŕ ām nə knugī tā eǵəsn̥! Hole mir seine ruderpflöcke!“ – ńī ēdn̥̄ dynə madrī ə hōŕc n̥̄šó. „Man darf keine hunde hierherbringen.“ – Vgl. auch die beispiele unter āc und bākālĭm.

  2. a b

    S. 2. Die angaben unter 2 und 5 sind zu erweitern, wie sich aus folgenden beispielen ergiebt: n̄ax mōr tā šē gøl hŕīb, s gon əs ŕ̥ bi ḱē n fā? „Was für eine betrübnis euch ergreift, ohne dass ihr sie zu begründen wüsstet!“ – kivnīm n̥ l̄ā, ə dāniǵ šē ə døsəx, s vī šē n-ə wāšcə. „Ich erinnere mich des tags, an dem er zum ersten male kam; es regnete.“

  3. S. 2 z. 29 lies avl̄ə statt avlə.

  4. S. 4 z. 6: „buəlū, lies būəĺuw, dagegen ū in ǵŕȧmū s. 135 u. s. w.“ Pedersen. Die endung uw [əv nach meiner schreibung] ist nach meiner erfahrung durchaus nicht die allein gebräuchliche. Aus meinen sammlungen ergiebt sich, dass əv meist vor vokalen gebraucht wird, ū meist vor konsonanten, dem entsprechend hier ū, aber ruəgəv iəd s. 20 z. 5. Ausnahmen hiervon sind allerdings nicht selten und auch nicht von mir unterdrückt worden, z. b. s. 150 z. 33 [wo jedoch irrtümlich n-ə kūŕc statt nə kūŕcə geschrieben ist].

  5. S. 4 z. 11: „ ist allerdings die aussprache in diesem fall (vor š), jedoch der deutlichkeit wegen hȧs zu schreiben“. Pedersen. Die form gehört zu šȧsĭm „stehe“ s. 230 [šȧšĭm ist druckfehler].

  6. S. 4 z. 18: „aiəl̄ ist einsilbig (mir von Martin mitgeteilt); einsilbig sind gleichfalls aiərk s. 4, auən̄ s. 11, bauər s. 33, dauəx s. 62, dauən s. 62, l̄uə unter bĭøg s. 44, siə s. 221 und unter bruəx, dəlíə s. 65. Zweisilbig ist bākijə s. 35, bæn̄ijə s. 38, bøskijə s. 58 unter buskə. Das intervokalische h ist stumm; für bohān s. 47 lies bān, für bŕehūvnəs s. 54 lies bŕaunəs, wie Sie ganz richtig unter fāī haben (wo das wort auch mit der wirklich volkstümlichen bedeutung vorkommt; die phrase unter bŕəhūvnəs ist offenbar ein produkt von Mark O’Flaherty’s gelehrsamkeit).“ Pedersen. Die stete einsilbigkeit der bezeichneten wörter kann ich nach dem, was ich gehört habe, nicht zugeben, wenn ich anerkennen kann, dass einsilbigkeit zuweilen vorkommt, vielleicht am häufigsten bei l̄uə und dauəx. Dass wörter wie bākijə etc. auch zweisilbig gesprochen werden, also bākī, ist mir bekannt. Bei denjenigen participien von verben auf īm, die mir nur mit der endung ī begegnet sind, wie bāsī, bŭȧlī beispielsweise, habe ich auch nur diese form angeführt, bei denen, deren zweisilbige aussprache ich oft genug gehört habe, um sie für mehr als okkasionell halten zu müssen, habe ich die form ja auch angeführt, wie bei bæn̄ī, das ich in der verbindung tobr̥ bȧn̄ī stets zweisilbig gehört habe. In dem von mir gebotenen zitat aus dem ave Maria dagegen habe ich bæn̄ijə geschrieben, weil ich in diesem zusammenhang stets bæn̄ijə gehört habe. Da ich während der vier monate, die ich ohne unterbrechung auf den Araninseln zugebracht habe jeden sonntag dem gottesdienste beigewohnt habe, da vor beginn jedes messopfers ein aus mindestens 50 Ave Maria bestehender rosenkranz gebetet wurde, da endlich das in frage kommende wort in jedem Ave Maria zweimal enthalten ist, so habe ich, wie die meisten inselbewohner eidlich bezeugen können, mindestens 1600mal gelegenheit gehabt, das wort „gebenedeit“ auf irisch zu hören. Da ich ausserdem mir das auch dem ungebildetsten der irisch sprechenden bekannte gebet hunderte male habe vorsprechen lassen, um einen stets gleichen text für die beobachtung von ausspracheverschiedenheiten zu haben, so glaube ich auf dem gebiete des irischen ave Maria allerdings nicht ganz laie zu sein. – Den schwund des intervokalischen h, den Pedersen als gesetz aufstellt, kann ich ebenfalls nicht für alle fälle anerkennen. Dass ich ihn in manchen fällen selbst annehme, ergiebt sich aus dem wörterbuche. Wo ich aber ein h gehört habe, habe ich es verzeichnet, ohne rücksicht darauf, ob sich die, die an ausnahmslos wirkende lautgesetze glauben, damit abzufinden verstehn oder nicht. Pedersen’s bemerkung zur form bŕehūvnəs ist vielleicht nicht unbegründet, da das beispiel allerdings von dem nicht immer zuverlässigen Mark O’Flaherty stammt. Ich hätte mindestens das von mir selbst unter fāī belegte bŕaunəs neben bŕehūvnəs anführen sollen.

  7. S. 4 z. 24 lies aiəl̄ statt aiəl.

  8. S. 4 z. 33 aiərk: vgl. d. bem. zu s. 4 z. 18.

  9. S. 5 z. 17: „aiŕə éirghe lies aiŕī. So auch für Connacht bezeugt,“ Pedersen. Dass ich aiŕə gehört habe, weiss ich bestimmt. Es kommen also wohl beide formen vor.

  10. S. 5 z. 19 lies aiŕə statt aiŕe.

  11. S. 6 z. 3: „aiŕīn̄ lies airīn.“ Pedersen. Die bemerkung bezieht sich natürlich auf alle verba, deren praesens auf īn̄ endigt. Ich glaube gehört zu haben, muss aber die entscheidung darüber, wer recht gehört hat, anderen überlassen.

  12. S. 6 z. 13: „ȷ aiŕī lies ȷ aiŕə.“ Pedersen. Ich habe beides gehört, wie sich schon aus z. 6, 13, 14, 18 ergiebt. Vgl. d. gramm.

  13. S. 6 ax; „ganz richtig; daneben kommt aber n̄ax vor, was wohl häufiger ist.“ Pedersen.

  14. S. 7 z. 5 lies mŭȧlə statt mūȧlə.

  15. S. 7 z. 11 hinter „bauen“ komma statt punkt.

  16. S. 8 zwischen al̄trəxə und albənəx ist einzuschieben: al̄uəxrə alpluachra (Cois na teineadh 20), eine eidechsenart. Wem es gelingt, ein solches tier zu fangen und zu belecken, verleiht dadurch nach dem volksglauben seiner zunge die kraft, brandwunden durch berührung zu heilen.

  17. S. 8 z. 18 lies ān wōr statt ānwōr.

  18. a b

    S. 8 z. 25. 26 lies aməȷəx statt aməjəx.

  19. S. 9 z. 8 lies l̄āȷŕ̥ statt l̄āȷŕ.

  20. S. 9 z. 17 lies angcaire statt angeaire.

  21. S. 9 z. 18 lies donə statt done.

  22. S. 9 z. 20 apstl̥: „entschieden nur gelehrte form. Ich habe nur aspl̥, ein interessantes zeugnis für eine volkstümliche (lautgesetzliche) tradition auf religiösem gebiete.“ Pedersen. Mir ist aspl̥ nie begegnet, auch ausserhalb des inselgebietes nicht. Um so dankenswerter ist mir Pedersen’s zeugnis. Dass apstl̥ gelehrte form ist, gebe ich gern zu. Das glaubensbekenntnis hat das wort aber doch bis zu einem gewissen grade populär gemacht.

  23. S. 9 z. 22 lies ḱŕē statt kŕē.

  24. S. 9 z. 27 lies xøn̄iḱ statt xønik.

  25. S. 9 z. 32 ȧrī: „lies ȧrə“. Pedersen. Vgl. meine bem. zu s. 6 z. 13, ȷ aiŕī.

  26. S. 10 z. 7 lies statt ne.

  27. S. 10 z. 16 lies arū, ȧrū statt arū.

  28. S. 10 z. 24 lies arū-mā́rəx statt aru-mā́rəx. „arū-mā́rəx lies arū-mā́ŕəx. So Martin und M. O’Flaherty. Eine andere aussprache habe ich nicht gehört. Bekanntlich ist das r auch in Connacht und Schottland mouilliert.“ Pedersen. Für Pedersen spricht Molloy’s orthographie a máireach [A grammar of the Irish Language, p. 115], was ins gewicht fällt, da Molloy verhältnismässig gut beobachtet. Ich glaube əmā́rəx gehört zu haben, habe mich aber vielleicht getäuscht.

  29. S. 10 z. 31 zwischen arū-ńḗ und arūr einzuschieben arū-nǿrə. „Vor zwei jahren.“ Vgl. ənǿrə.

  30. S. 10 z. 34: lies kruəjr̥ statt kruəȷr̥.

  31. S. 11 z. 5 lies grundris statt grundriss.

  32. S. 11 z. 10 lies asn̄əxə statt asn̄əxe.

  33. S. 11 z. 30 lies geschwollen statt gesckwollen.

  34. S. 11 z. 32: Vgl. d. bem. zu s. 4 z. 11.

  35. S. 12 z. 10: lies t-æŕəǵəd statt t-æŕəgəd.

  36. S. 12 z. 16: viəs „wahrscheinlich eine künstliche form; ich kenne nur vīn̄s.“ Pedersen. Ich habe viəs und vīn̄s gehört. Die form viəs mag eine künstliche sein. Ich bin jedenfalls nicht der künstler.

  37. S. 12 z. 31 lies kiŕə statt qiŕə.

  38. S. 12 z. 32 lies kiŕ statt qiŕ.

  39. S. 13 z. 5: lies statt n.

  40. S. 13 z. 26: lies ąvrəs statt ąvros.

Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]

  1. Sic; māŕijə
  2. Sic; aməȷəxə
  3. Sic; iəsəxt
  4. Sic; n̄-išḱə