Die großen Steine bei Ballerstedt

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Textdaten
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Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
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Titel: Die großen Steine bei Ballerstedt
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aus: Die Volkssagen der Altmark
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Google und Scans auf Commons
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39. Die großen Steine bei Ballerstedt.

Nachdem der Markgraf Huder schon einmal bei Krumke von dem Markgrafen Albert aus Anhalt, mit dem er sich um die Altmark stritt, geschlagen war, schlug ihn dieser zum anderen Male bei den Dörfern Groß- und Klein-Ballerstedt. An dem Orte, wo diese Schlacht vorgefallen, sieht man noch jetzt grausam große Steine, darunter die erschlagenen Wenden begraben sind. Mehrere dieser Steine liegen in einem Dornenbusche zwischen jenen beiden Dörfern, besonders sind viele hinter dem Dorfe Groß-Ballerstedt auf dem sogenannten Hundsrücken; deren sind zwölf und sie liegen unordentlich durcheinander. Ein anderer Haufen ist nicht weit davon auf den sogenannten Hasenäckern, diese liegen in der Länge, aber gleichfalls etwas unordentlich. Der größte Haufen liegt nach dem Dorfe [34] Grebenitz zu; sie sind sehr ordentlich in die Länge gesetzt, und oberwärts befindet sich in der Mitte ein Altar von zwölf, in einem länglichen Viereck gelegten Steinen.

Bei allen diesen Steinen sieht man noch jetzt, bei Tage sowohl wie bei Nacht, allerlei seltsame Gespenster; auch hört man dort häufig ein ganz sonderbares Geschrei. Von den Steinen auf den Hasenäckern nahm vor mehreren Jahren ein Müller aus der Gegend einen, um ihn auf seiner Mühle zu gebrauchen. Er spaltete ihn ab und fertigte einen recht schönen Mühlstein daraus. Allein er konnte kein Mehl darunter fertig bekommen, und das Getreide blieb wie zerquetscht darunter liegen.

Beckmann histor. Beschr. von Brandenburg. Th. 1. S. 350. 351.