Diskussion:ADB:Nikolaus von Kues

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Wissenschaftlich überholter Stand[Bearbeiten]

Der Text des ADB beruht auf unsicheren Quellen und enthält frei phantasierte Angaben (übrigens mit klar erkennbaren nationalistischen Tendenzen 1870/71). Ist irgendwo vorgesehen, solche auf den Inhalt bezogenen kritischen Anmerkungen anzubringen? Hintergrund der Frage: wenn diese Texte bevorzugt als Quellen für Wikipedia verwendet werden (allein schon, weil sie digital vorliegen), werden solche Angaben als "belegt" mit übernommen, obwohl sie nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft längst überholt sind. --Projektautor 08:18, 9. Apr. 2009 (CEST)[Beantworten]

Entweder hier auf der Diskussionsseite anmerken oder als Fußnoten (in diesem Fall vll. besser) knapp erläutern, was falsch ist. Siehe auch die aktuelle Diskussion im Wikisource:Skriptorium. Gruß -- Finanzer 09:56, 9. Apr. 2009 (CEST)[Beantworten]
Fußnoten: ich glaube, dass es nicht in Ordnung wäre, Anmerkungen zum Text in Fußnoten direkt in der Quelle zu machen, denn zu vielen Quellen gibt es im Original Fußnoten, dann wären Fußnoten erster und zweiter Ordnung zu unterscheiden. Die Anmerkungen gehören in eine Metaebene, ob dabei die Diskussionsseite optimal ist, kann in im Moment nicht beurteilen. Leider habe ich im Skriptorium dazu nichts gefunden. --N. Enste 13:10, 23. Apr. 2009 (CEST)[Beantworten]

einzelne Stellen[Bearbeiten]

(Leider habe ich nicht die Zeit, das folgende an einzelnen Quellen zu belegen, aber es ist belegt und ich werde die Quellen bei Gelegenheit nachtragen.)

"von dem rauhen Vater übel behandelt, entfloh er und fand Aufnahme als Famulus bei einem Grafen Manderscheid, welcher bald den begabten Knaben in die Schule der „Brüder des gemeinsamen Lebens“ zu Deventer schickte." Freie Phantasie, der Vater war reich und finanzierte das Studium des Sohnes, NvK war als Jugendlicher nicht in Deventer.

"versuchte C. sich als Rechtsanwalt zu bethätigen, aber der tiefe Verdruß über einen beim Gerichte zu Mainz verlorenen Proceß bestimmte ihn, diese Laufbahn aufzugeben;" Dies ist eine gehässige Darstellung von Gregor Heimburg, die mit dem Lebenslauf des NvK nicht übereinstimmt.

"in Basel arbeitete, wohin er auf Cesarini’s Einladung als Mitglied des Concils im Aug. 1432 gegangen war." NvK war als Orator des Grafen von Manderscheid nach Basel gekommen, dort erst auch mit anderen Aufgaben betraut worden.

"das Wohl der Kirche für sich allein ohne Papst zu besorgen und selbst einen Papst abzusetzen;" Dies lässt sich aus DCC nicht belegen, NvK spricht im Gegenteil immer von der Notwendigkeit des Consensus: "absque auctoritate sedis apostolicae concilium universale esse non podest" (DCC II,115)

"mit nöthiger sophistischer Gewandtheit aus seinem früheren Standpunkte entgegengesetzte Folgerungen zu ziehen (s. hierüber Cl. Fr. Brockhaus") Gerade Brockhaus ist ein großer Fabulierer, der mit deutlich nationalistischen Tendenzen schreibt; die Wende des Cusanus erklärt sich eindeutig aus seiner Auffassung vom notwendigen Konsens, der - wie die turbulente Sitzung vom 7. Mai 1437 zeigt - im Konzil nicht mehr zu erzielen war.

"Von nun an zog in seine Seele allmählich der volle Fanatismus des Apostaten ein, und der vielversprechende Mann verlor sich, während er in äußeren Ehren stufenweise emporstieg, zugleich theils in phantastische Grübeleien theils in erfolglose kirchen-politische Reactionsgelüste." Typische tendenziöse Darstellung. Man kann NvK vieles vorwerfen, aber er ist sich immer treu geblieben in seinem Bestreben um eine Reform, die die Einheit der Kirche wahrte.

"Kloster Münster-Mainfeld (an der Eifel)," Von 1435-45 hatte NvK die Probstei inne an der Pfarrkirche von Münster-Maifeld, das in der Eifel liegt (die Eifel ist kein Fluss!)

"fanden die Streitigkeiten ihren Abschluß durch das von Aeneas Sylvius formulirte Frankfurter Concordat (1447)," Sehr eigenwillige Darstellung der Ereignisse, die zum Wiener Konkordat von 1448 führten.

In diesem Stil geht es im gesamten Beitrag weiter. --Projektautor 09:42, 10. Apr. 2009 (CEST)[Beantworten]

Du versteht offensichtlich nicht um was es hier bei Wikisource geht: nämlich die Quellen, also hier die ADB von anno 1800ungerade, 1:1 wiederzugeben. Und nicht zuletzt wegen der Fehler der ADB gibt es ja auch eine NDB. -- Matthead 16:08, 23. Apr. 2009 (CEST)[Beantworten]
Das verstehe ich sehr gut. Dennoch bleibt das Problem der unkritischen Übernahme aus den Quellen, kein theoretisches, sondern in der Praxis des Wikipedia immer wieder zu beobachten. Solche Stellen haben mich erst zu Wikisource geführt. Ich habe das Thema im Skriptorium angesprochen und warte die Reaktionen ab. Ich will kein Fass aufmachen. --N. Enste 08:20, 24. Apr. 2009 (CEST)[Beantworten]
Jedem Leser hier muss klar sein, dass Wikisource Quellen sammelt und nicht bewertet. Es mag hilfreich sein, wenn man auf der Disku-Seite auf krasseste Mißstände hinweist. Schon den Baustein im Artikel, dass es veraltetes Wissen sei, finde ich überflüssig. Der müsste ja beinahe in jeden Artikel gesetzt werden! Wikisource hat keinen Einfluß darauf, wie seine Angebote genutzt werden, das Wikipedia-Problem ist also nur in Wikipedia (bzw. in der Schulausbildung) zu lösen. Zabia 19:10, 18. Jul. 2009 (CEST)[Beantworten]