Drei Kirchlein unter einem Dach

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Textdaten
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Autor: Heinrich Schreiber
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Titel: Drei Kirchlein unter einem Dach
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch I, S. 369–370
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Commons und Google
Kurzbeschreibung:
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[369]
3.
Drei Kirchlein unter Einem Dach.

Jetzt ist es auf dem Lorettoberglein bei Freiburg still und ruhig; nur durstige Brüder erheben ihre Stimmen bisweilen [370] nach einem Glase Bier, vom Platze unter den Linden oder aus dem Bruderhäuschen. Wenn du aber Schüsse hörst, unter und neben dir, so erschrick nicht, sie sprengen nur die Felsen in den Steingruben, so daß das arme Berglein bald daliegen wird, wie ein ausgenommener Karpfen oder Hecht, von dem nur nach Grähte übrig sind. Im Schreckenkriege aber war es anders; da wurde im Ernst geschossen und gehauen, gestritten und gestürmt, daß sogar Denen in Freiburg Sehen und Hören verging. Das Blut aber floß wie ein Bach das Berglein hinunter. Da möcht’ es auch oben dem kaiserlichen General bange geworden seyn, als die Franzosen und Schweden gar so wüthend waren; denn er gelobte im Stillen, der Mutter Gottes drei Kirchlein unter Einem Dach bauen zu lassen, wenn sie die Feinde zurücktriebe. Und siehe da! er ward erhöht. Denn andächtige Bürgerinnen von Freiburg sahen die Jungfrau Maria hoch über dem Pulverdampfe schweben und die Kugeln in ihren Mantel auffangen. Die Feinde aber wichen voll Entsetzen zurück und der General ließ später das Kirchlein so bauen, wie er es gelobt hatte.