Eine deutsche Humanitätsbestrebung im Ausland

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Eine deutsche Humanitätsbestrebung im Ausland
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 22, S. 376
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1876
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[376] Eine deutsche Humanitätsbestrebung im Auslande. Wir sind immer erfreut. wenn wir über eine frische Bethätigung deutschen Lebens und Strebens im Auslande berichten können. Hierzu giebt uns diesmal das an deutschen Elementen nicht arme Antwerpen eine willkommene Veranlassung. Unsere dortigen Landsleute haben in zugleich nationaler und kosmopolitischer Humanität zum Besten der Ueberschwemmten in Deutschland und Belgien am 20. und 22. April im vlämischen Stadttheater von Antwerpen zwei echt deutsche Stücke. „Hans Lange“ von Paul Heyse und „Doktor Wespe“ von Roderich Benedix, unter der Mitwirkung von Frau Polyxena Rocke. Fräulein Toni Jenke und Fräulein Louise Hagen. Alle von der Mannheimer Hofbühne, zur Aufführung gebracht.

Es ist ein gewagtes Unternehmen für Theaterliebhaber, auf öffentlicher Bühne neben erprobten und berühmten Künstlern aufzutreten, aber die Antwerpener Dilettanten haben sich, wie uns von kompetenter Seite geschrieben wird, mit seltenem Geschicke, ja mit unbestrittenem Erfolge dieser schwierigen Aufgabe entledigt. Fast die ganze deutsche Colonie Antwerpens wohnte den Vorstellungen bei. Auch mancher Flamländer hatte sich eingefunden. Der Stadtrath sandte einen besondern Deputirten mit dem Auftrage, den Deutschen seine Sympathien für das von ihnen unternommene Werk auszusprechen.

Der Reinertrag der Vorstellungen, zusammen mit den eingesammelten Beträgen, beläuft sich auf ungefähr 2700 Franken, von denen die Hälfte nach Deutschland an die Nothleidenden in Ingelheim und die andere Hälfte für Belgien nach Lüttich an die in dortiger Umgegend durch Ueberschwemmung Heimgesuchten gesandt worden ist.