Feuerfestes Holz

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Titel: Feuerfestes Holz
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 3, S. 98
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1898
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Datei:Die Gartenlaube (1898) b 0098.jpg

Eine Brandprobe mit feuerfestem Holze.
Nach einer photographischen Aufnahme.

Feuerfestes Holz. (Mit Abbildung.) Versuche, das zu Bauten verwendete Holz feuerfest zu machen, reichen in weite Ferne zurück. Schon die Völker des Altertums suchten ihre hölzernen Schlachttürme schwer entzündbar zu machen, indem sie dieselben mit Alaunlösung bestrichen. In der Neuzeit hat die Chemie den Menschen bessere Mittel gegeben und in den letzten Jahrzehnten wurde eine ganze Reihe von Verfahren erfunden, mittels welcher das Holz mehr oder weniger feuerfest gemacht werden kann. Die Theaterbrände wirkten in dieser Hinsicht besonders anspornend, und nach dem furchtbaren Brande des Ringtheaters in Wien wurde diese Frage überall lebhaft erörtert. Um jene Zeit trat auch der deutsche Techniker Conrad Gautsch mit einem Imprägnierungsverfahren hervor, das sich im Laufe der Zeit auch bewährt hat. Im vergangenen Jahre wurde die allgemeine Aufmerksamkeit von neuem auf diesen Gegenstand gelenkt. In New York hatte sich eine „Fire Proofing Company“ gebildet, die Bauhölzer aller Art nach einem besonderen Verfahren feuerfest macht und dieselben zum Bau von Wohnhäusern, Kriegs- und Handelsschiffen etc. empfiehlt. Der Herzog von Sachsen-Koburg-Gotha ließ im August vorigen Jahres eine Feuerprobe mit diesem Holze veranstalten. Es wurden zwei kleine Häuser errichtet, das eine aus gewöhnlichem, das andere aus feuersicherem Holze. Alsdann schichtete man um beide mit Petroleum getränktes Brennmaterial und steckte es in Brand. Das aus gewöhnlichem Holze gezimmerte Häuschen brannte rasch nieder, während das andere, wie unsere Abbildung zeigt, unversehrt blieb. Die Imprägnierung des Holzes geschieht auf die Art, daß zunächst aus demselben vermittelst Dampfs und Luftpumpen alle löslichen Stoffe, sowie die Luft, entfernt werden und das Holz darauf mit bestimmten Chemikalien versetzt wird. Es ist alsdann nicht nur feuer-, sondern auch wetterfest. – Es wäre zu wünschen, daß die Verwendung von derart nach einem der bewährten Systeme imprägnierten Holze zu Bauzwecken sich mehr und mehr einbürgern möchte. *