Gärtnerischer Schmuck der Bahnanlagen

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Textdaten
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Autor: R. Brand
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Titel: Gärtnerischer Schmuck der Bahnanlagen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 1, S. 36 d
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[36] Gärtnerischer Schmuck der Bahnanlagen. Zu den Vorzügen unserer Eisenbahnstationen im Vergleich mit manchen anderen Ländern darf man mit Recht den gärtnerischen Schmuck rechnen, welcher sie fast allenthalben umgiebt. Wo nicht echte Reben wachsen, ist es mindestens das sattgrüne Gerank des wilden Weines, welches die Dienstgebäude umhüllt. Oft findet man an Bahnhöfen ganze Parkanlagen, bisweilen von ausgesuchter Schönheit; immer aber zeigt sich das Bestreben, den Stationen ein möglichst freundliches Aussehen zu verleihen. Man findet Stationen, aus denen die Verwaltungen im Verein mit den dort wohnenden Beamten und den Inhabern der Bahnhofswirtschaften wahre Schmuckstücke geschaffen haben. Auch die am Bahndamm hausenden Wärter wetteifern mitunter, ihre Häuschen nach Möglichkeit herauszuputzen. In manchen Gegenden giebt es wahre Künstler unter den Eisenbahnern, welche den am Bahndamm entlang – zum Schutze gegen Schneeverwehungen – gepflanzten Weißdornhecken eine künstlerisch schöne Form zu geben wissen. Da sieht man Lokomotiven, Reiter, Tiergestalten, ja förmliche Jagdscenen mit Wild, Jägern und Rüden, welche durch ihre naturgetreue Darstellung die Aufmerksamkeit der Reisenden herausfordern.

In England fängt man auch an, für die gärtnerische Ausschmückung der Bahnanlagen etwas zu thun. Die Great Western und die Midland-Eisenbahn geben denjenigen Stationen besondere Prämien, die sich durch die Anlage und Pflege schöner Gürten hervorthun.
R. Brand.