Gesammelte Schriften über Musik und Musiker/Aphorismen (1)

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Charakteristik der Tonarten Gesammelte Schriften über Musik und Musiker (1854) von Robert Schumann
Aphorismen (1)
Das Komische in der Musik


Aphorismen.


Das Beherrschende.

Schon längst war es mir aufgefallen, daß in Field’s[H 1] Kompositionen so selten Triller vorkommen, oder nur schwere, langsame. Es ist so. Field übte ihn tagtäglich mit großem Fleiß in einem Londoner Instrumentmagazin, als ein stämmiger Geselle sich über das Instrument lehnt und stehend einen so schnellen, runden schlägt, daß Jener das Magazin verläßt mit der Aeußerung: kann der es, brauch’ ich es nicht zu lernen. – Sollte aber hierin und in ähnlichem nicht der tiefere Sinn zu erkennen sein, daß der Mensch sich eigentlich nur vor dem beugt, was mechanisch nicht nachzuahmen ist?

F–n.




Dilettantismus.

Hüte Dich, Eusebius, den vom Kunstleben unzertrennlichen Dilettantismus (im bessern Sinn) zu gering anzuschlagen. Denn der Ausspruch: „kein Künstler, kein Kenner“ muß so lang als Halbwahrheit hingestellt werden, als man nicht eine Periode nachweist, in der die Kunst ohne jene Wechselwirkung geblüht habe.

R–o.[H 2]




Anmerkungen (H)

  1. [WS] John Field (1782–1837), irischer Komponist und Pianist.
  2. [GJ] Die Zeitschrift brachte am Schluß derselben Nummer folgende
    Erklärung.
    Es gehen mannichfache Gerüchte über die unterzeichnete Bündlerschaft. Da wir leider mit den Gründen unsrer Verschleierung noch zurückhalten müssen, so ersuchen wir Herrn Schumann (sollte dieser einer verehrlichen Redaction bekannt sein) uns in Fällen mit seinem Namen vertreten zu wollen.
    Die Davidsbündler.
    Ich thu’s mit Freuden.
    R. Schumann.
    [WS] Neue Leipziger Zeitschrift für Musik, 1. Jg. 1834, Nr. 37, S. 152.
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