Gesang der Frauen an den Dichter

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Textdaten
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Autor: Rainer Maria Rilke
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Titel: Gesang der Frauen an den Dichter
Untertitel:
aus: Neue Gedichte, S. 22
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1907
Verlag: Insel-Verlag
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
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GESANG DER FRAUEN AN DEN DICHTER


Sieh, wie sich alles auftut: so sind wir;
denn wir sind nichts als solche Seligkeit.
Was Blut und Dunkel war in einem Tier
das wuchs in uns zur Seele an und schreit

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als Seele weiter. Und es schreit nach dir.

Du freilich nimmst es nur in dein Gesicht
als sei es Landschaft: sanft und ohne Gier.
Und darum meinen wir, du bist es nicht

nach dem es schreit. Und doch, bist du nicht der

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an den wir uns ganz ohne Rest verlören?

Und werden wir in irgend einem mehr?

Mit uns geht das Unendliche vorbei.
Du aber sei, du Mund, daß wir es hören,
du aber, du Uns-sagender: du sei.