Goldgewinnung der Alten

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Textdaten
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Titel: Goldgewinnung der Alten
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 67
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[67] Goldgewinnung der Alten. Der alte Plinius, welcher bekanntlich. im 1. Jahrhundert n. Chr. eine dicke Naturgeschichte geschrieben hat, war der Meinung, daß das Gold in Indien nicht durch der Menschen Fleiß gesammelt werde, die hierzu unvermögend seien, sondern daß große fliegende Ameisen die Goldkörner zusammentragen. Wahrscheinlich glaubte er, man finde dann die letzteren in den Ameisenhaufen, wie man heutzutage in denselben die Ameiseneier findet. Torquemadus, ein mittelalterlicher Schriftsteller, ist noch weit phantastischer als Plinius; er stellte sich die Goldgewinnung so vor, daß in dem schwarzen Fluß von Lappland ein Fisch Namens „Trevion“ gefangen werde, der im Winter schwarz, im Sommer weiß sei. Das Schmalz dieses Fisches wirke auf das Gold magnetisch; werde es nun an einem Seile auf den Grund dieses Flusses niedergelassen, so ziehe es die dort zahlreich lagernden Goldkörner an sich und so sei das Gold in Menge gefischt worden.