Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (SPD-Plakat von 1919)

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Textdaten
Autor: unbekannt
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Titel: Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg
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Herausgeber: wahrscheinlich die SPD[1]
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Entstehungsdatum: 1919
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Scan auf commons
Kurzbeschreibung:
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Bild
Bundesarchiv B 145 Bild-P046276, Berlin, Flugblatt der USPD.jpg
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Zum Jahreswechsel 1918/19 waren Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands, in der die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands und der Spartakusbund aufgingen, maßgeblich beteiligt. Kurz nach der Niederschlagung des sogenannten Spartakusaufstands wurden beide am 15. Januar 1919 von Angehörigen des Freikorps Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet.

Text des Flugblatts

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Karl Liebknecht
und
Rosa Luxemburg

die Führer des Spartakusbundes, sind am 15. Januar den aufgestachelten Leidenschaften zum Opfer gefallen. Noch herrscht Dunkel über den genauen Hergang. Fest steht nur, daß dieses entsetzliche Ereignis geboren wurde aus einer Stimmung wüster Volksverhetzung, die die Gefahr der Gegenrevolution in ihrem Schoße birgt.

Wer trägt die Schuld?

Das Organ der Unabhängigen, die „Freiheit“, hat diese Frage bereits beantwortet. Kein geringerer als Karl Kautsky schreibt über diese gegenrevolutionäre Stimmung, wie sie sich nach den blutigen Ereignissen der zweiten Januarwoche herausgebildet hatte, wörtlich: „Leider ist sie heraufbeschworen worden gerade durch

die Politik der Spartakusse“.

Wer aber hat diese Politik mit verschuldet, sie Tag für Tag durch Zeitungsartikel, Resolutionen, Aufrufe, durch eine wüste Hetze gegen die bis zum letzten Augenblick um Einigung bemühte Regierung gestützt, gefördert, vorwärtsgetrieben und alle Stimmen der Vernunft durch den Appell an die brutale Gewalt überschrie?

Die Unabhängigen

und ihre Berliner Vertrauensmänner,

die revolutionären Obleute.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Auf dem Flugblatt ist kein Herausgeber angegeben. Das der hier veröffentlichten Version zugrundeliegende Foto des Bundesarchivs nennt in der Beschreibung die USPD als Herausgeberin. Das ist offensichtlich falsch, da der Verfasser der USPD und den beiden Mordopfern eine Mitschuld am Geschehen gibt, weil sie durch ihre Aufrufe zur revolutionären Gewalt selbst zum gewalttätigen politischen Klima beigetragen haben. Der Begriff "Gegenrevolution" verortet den Verfasser im Milieu der sozialistischen Arbeiterbewegung. Es ist davon auszugehen, dass die im Januar 1919 alleinregierende SPD die Herausgeberin ist.