Kriegeszeichen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Jodocus Donatus Hubertus Temme
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Kriegeszeichen
Untertitel:
aus: Die Volkssagen der Altmark
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Nicolaische Buchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[132]
7. Kriegeszeichen.

Unser deutsches Vaterland wurde von sehr schweren und schädlichen Kriegen heimgesucht unter seinem Kaiser Heinrich, dem Vierten dieses Namens, welcher regierte vom Jahre 1065 bis zum Jahre 1105. Diesen Kriegen gingen aber auch ganz besondere Anzeigen vorher, absonderlich im Erzbisthum Magdeburg. Denn nicht allein, daß man überall zwei Monate lang einen großen Cometen gesehen, und daß in der Luft sich feurige Kriegsheere zeigten mit blutigen Waffen, brennenden Fackeln, glühenden Pfeilen, und belagerten Städten, so wie ein Krachen in den Lüften gehört wurde, als wenn dort große Feldschlachten geliefert würden; eben so geschahen noch ganz besondere Wunder im Magdeburgischen. So versammelten sich eines Tages auf dem Marsch bei Magdeburg ein großer Haufen Raben, welche also heftig mit einander gestritten, daß eine große Menge von ihnen todt zur Erde niederfielen. Solcher Streit hat einen ganzen Tag gewähret. Ferner haben mehrere Bischofsstäbe, die in ihren Capellen standen, am hellen Tage, da es lauter und klar Wetter gewesen, Wasser [133] geschwitzet, geschwitzet, und denen, die sie angefaßt, die Hände mit Wasser gefüllet. Eben so ist Blut aus gebackenem Brodte, wenn man dasselbe zerschnitten, häufig herausgeflossen, und Kinder haben im Mutterleibe geredet. - Solche und dergleichen Wunder sind jenen schweren Kriegen vorhergegangen.

Alte Magdeburgische Chronik (nicht paginirt).