Laß doch dein Singen, Nachtigall

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Textdaten
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Autor: Richard Leander
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Titel: Laß doch dein Singen, Nachtigall
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 28, S. 482
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1877
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[482] Laß doch dein Singen, Nachtigall!

     „Tiu! Tiu!
     Gott grüß dich, min Fru!
     Ach, wat sin wir doch hüt
     Für glückselige Lüt“

Laß doch dein Singen, Nachtigall!
Es macht mich gar zu trübe.
Was soll mir auch dein Schwätzen all
Von Lieb’ und nur von Liebe?

Ich weiß ja wohl, wie süß sie thut –
Du brauchst mir’s nicht zu sagen;
Hätt’ ich wie du so frischen Muth,
Viel heller wollt’ ich schlagen.

So lupf’ doch deine Federlein,
So flieg’ doch auf geschwinde,
Und sing’ vor ihrem Kämmerlein
Im grünen Ast der Linde!

Was auch in’s Ohr ihr raunt der Mai,
Sie will davon nichts wissen;
So sag’ ihr du, wie lieb es sei,
Das Herzen und das Küssen!

     „Tiu! Tiu!
     Gott grüß dich, min Fru!
     Ach, wat sin wir doch hüt
     Für glückselige Lüt“
          Zicküth!“

Richard Leander.