Literarisches (Die Gartenlaube 1853/41)

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Titel: Literarisches (Die Gartenlaube 1853/41)
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 41, S. 451
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1853
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[451] Literarisches. Die Cotta'sche Buchhandlung hat mit der Lieferungsausgabe ihrer Classiker eine unheilbare Verwirrung angerichtet. Der Begriff classisch wird in Folge des guten Absatzes von den verschiedenen Verlegern nun auf Autoren übertragen, die Alles, nur keine Classiker sind. Alle Achtung z. E. vor Rotteck und seiner trefflichen Geschichte. Er verdient die Anerkennung, die ihm thatsächlich durch die Verbreitung seines Buches in mehr als 100,000 Exemplaren geworden; deshalb aber ist er noch immer kein classischer Autor, wie uns Herr Westermann, sein Verleger, der jetzt eine „Classiker-Ausgabe“ seiner Geschichte bringt, glauben machen will. Herr Westermann wird recht gut wissen, daß die große Anerkennung, welche dem Rotteck’schen Geschichtswerke gezollt wurde und noch wird, mehr der liberalen freimüthigen Auffassungsweise als der tüchtigen Geschichtsforschung galt. Die Gesinnung allein aber macht in der Literatur noch keine Classiker. Deshalb aber wünschen wir doch, daß diese sehr billige Ausgabe des Rotteck’schen Buches recht zahlreich in das Volk dringe, denn es ist ein Werk, das mit Geist und Wärme geschrieben wenigstens die vielen Dummheiten und Lügen der meisten Geschichtsbücher von sich ferngehalten. – Ein neues Lieferungswerk: Walhalla. Deutsche Schriftsteller des 18. und 19. Jahrhunderts in Biographien und charakteristischen Proben, herausgegeben von Kletke, wird von Berlin aus angekündigt. Der Herausgeber verspricht ein „Compendium der classischen Literatur zu liefern, „eine Quellensammlung, wie noch keine existirt, versehen mit Briefwechseln, Selbstschilderungen etc., die zum Theil noch nirgend veröffentlicht sind.“ – Wie kömmt Herr Kletke in Besitz aller dieser Quellen, Briefwechsel etc.? Der Prospekt dieses Unternehmens ist übrigens sehr schwülstig geschrieben.