MKL1888:Abbinden

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Nächster
Abbisse
Wikisource-logo.svg

Wikisource-Seite: [[{{{Wikisource}}}]]

Tango style Wikipedia Icon.svg
Wikipedia-Artikel: Abbinden
Wiktionary small.svg
Wiktionary-Eintrag: abbinden
Seite mit dem Stichwort „Abbinden“ in Meyers Konversations-Lexikon

Originalseite(n)
17

fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Empfohlene Zitierweise
Abbinden. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 1, S. 17. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Abbinden&oldid=- (Version vom 12.09.2014)

Abbinden, chirurg. Operation, wodurch Weichgebilde, z. B. Polypen des Rachens, Ohrs und der Nase und andre kleine Gewächse, auf unblutige Weise entfernt werden. Man legt einen starken Faden aus Seide oder Hanf um die Basis oder den Stiel des zu entfernenden Gebildes und zieht die Schlinge fest zu. Hierbei wird der Stiel der Geschwulst entweder sofort abgeschnürt, oder die in ihm enthaltenen Blutgefäße werden so stark zusammengedrückt, daß sie abstirbt und nach einigen Tagen als trockner brauner Schorf losgestoßen wird. Größere, mit breiter Basis aufsitzende oder schwer zugängliche Aftergebilde werden nicht abgebunden, sondern mittels eines Schlingenschnürers (Ekraseurs, s. d.) abgequetscht; vgl. auch Galvanokaustik. — In der Technik heißt A. (Abpinnen) mit dem Abbindhammer Figuren aus Blech treiben.