MKL1888:Abomé

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Abomé“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 1 (1885), Seite 4950
Wikisource-logo.svg Wikisource-Seite: [[{{{Wikisource}}}]]
Wikipedia-logo-v2.svg Wikipedia-Artikel: Abomey
Wiktionary small.svg Wiktionary-Eintrag:
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Abomé. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 1, Seite 49–50. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Abom%C3%A9 (Version vom 14.04.2021)

[49] Abomé, Hauptstadt des Königreichs Dahomé, auf der Sklavenküste von Guinea, liegt mitten im Land, hat über 11 km im Umfang und ist mit einer Erdmauer umzogen. A. ist besonders bekannt als Stätte der scheußlichsten Menschenschlächterei, die als religiöses Zeremoniell bei den Hoffesten stattfindet, daher die sechs Thore der Stadt, die Paläste des Königs und öffentlichen Plätze mit Tausenden von Menschenschädeln verziert sind. A. hat zwischen 50–60,000 [50] Einw., die lebhaften Handel, durch maurische Kaufleute sogar mit Tripolis, treiben. Der Hafen der Stadt ist das 156 km entfernte Whydah, an der Guineaküste. Eine 1860 in A. von den Jesuiten errichtete Missionsstation ist wieder eingegangen.