MKL1888:Berleburg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Vorheriger
Berle
Wikisource-logo.svg

Wikisource-Seite: Bad Berleburg

Tango style Wikipedia Icon.svg
Wikipedia-Artikel: Bad Berleburg
Wiktionary small.svg
Wiktionary-Eintrag:
Seite mit dem Stichwort „Berleburg“ in Meyers Konversations-Lexikon

Originalseite(n)
751

fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Empfohlene Zitierweise
Berleburg. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 2, S. 751. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Berleburg&oldid=- (Version vom 06.01.2012)


Berleburg, Standesherrschaft im preuß. Regierungsbezirk Arnsberg, Kreis Wittgenstein, dem Fürsten Sayn-Wittgenstein-Berleburg (s. Sayn) gehörig, 225 qkm (4 QM.) groß, mit bedeutenden Waldungen (10,714 Hektar) und über 8000 Einw., war bis 1806 reichsunmittelbares Fürstentum, stand bis 1815 unter hessen-darmstädtischer, seitdem unter preußischer Oberhoheit. Die gleichnamige Stadt, 452 m ü. M., Residenz des Fürsten und Sitz des Landratsamts und eines Amtsgerichts, hat ein Schloß, eine evangelische und eine kath. Kirche und (1880) 1885 Einw. In B. ward 1726 die sogen. Berleburger Bibel gedruckt, eine aus separatistischen Kreisen hervorgegangene Bibelübersetzung in 8 Bänden, die um ihrer chiliastisch-theosophischen Anmerkungen und Auszüge aus den Werken früherer Mystiker willen berühmt geworden ist. Eine neue Ausgabe derselben erschien in Stuttgart 1856–60. Vgl. Heppe, Geschichte der quietistischen Mystik (Berl. 1875).