MKL1888:Bertholletia

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Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Bertholletia“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 2 (1885), Seite 795
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Bertholletia. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 2, Seite 795. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Bertholletia (Version vom 15.04.2021)

[795] Bertholletia Humb. et Bonpl., Gattung aus der Familie der Myrtaceen, mit der einzigen Art B. excelsa Humb. et Bonpl., einem prächtigen, 30 m hohen, im östlichen Südamerika, besonders am Orinoko, auch in Brasilien und Guayana einheimischen, in Cayenne seit langer Zeit angepflanzten immergrünen Baum mit abwechselnden, wagerechten Ästen, deren Enden wie Seile herunterhängen und die Erde berühren, länglichen, lederigen Blättern und gelben, in ährenartigen Trauben stehenden Blüten. Die 16 bis 20 hartschaligen, 4–5 cm langen, dreikantigen Samen in großen, kugeligen Kapseln mit holziger Fruchtschale, die mit lautem Knall aufspringt, haben einen ölreichen und schmackhaften Kern; sie heißen in der Heimat auch Juvia und bei den Portugiesen, die einen starken Handel damit treiben, Almendron; man genießt sie roh oder preßt ein gutes Brennöl aus denselben; unter dem Namen Paránüsse, brasilische Nüsse oder Kastanien kommen sie auch nach Europa. Das Holz des Baums ist sehr hart und dauerhaft.