MKL1888:Elektrische Versuchsstationen

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Meyers Konversations-Lexikon
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Seite mit dem Stichwort „Elektrische Versuchsstationen“ in Meyers Konversations-Lexikon

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232, 233

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Elektrische Versuchsstationen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 18, S. 232. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Elektrische_Versuchsstationen&oldid=- (Version vom 03.03.2020)

Elektrische Versuchsstationen, Institute, welche unabhängig von den elektrotechnischen Fabriken die Erzeugnisse derselben eingehend prüfen. Für die Fabrikanten hat es einen großen Wert, wenn ihre Apparate von unparteiischer Seite in ihrer Leistungsfähigkeit geprüft und begutachtet werden können. Einerseits besitzen die Fabriken oft nicht die Einrichtungen, um wissenschaftliche und technische Versuche mit ihren Apparaten anzustellen, oder sie sind nicht in der Lage, die für irgend einen Apparat notwendigen Vorversuche selbst zu machen, anderseits gereicht es ihren Erzeugnissen zu besonderer Empfehlung, wenn sie auch von uninteressierter Seite für gut befunden und als brauchbar öffentlich bekannt gegeben werden. Es bestehen gegenwärtig e. V. in München, Wien, Frankfurt a. M. und Magdeburg. Zur Untersuchung gelangen Leitungsmaterialien (Bruch-, bez. Zugfestigkeit, Leitungsfähigkeit), galvanische Elemente, Akkumulatoren, Thermoelemente, Glühlampen, Bogenlampen, Lampenkohlen, Maschinen, Meßinstrumente u. a. Außerdem wird die Begutachtung im Betriebe befindlicher Anlagen, Beurteilung von Kostenanschlägen, Überwachung der Ausführung von Anlagen übernommen. Endlich werden noch neue Erfindungen auf ihre Verwertbarkeit geprüft. Die Einrichtung einer solchen Versuchsstation ist wegen der großen Zahl der Hilfsmittel mit nicht geringen Kosten verknüpft. [233] So wird z. B. die für London geplante elektrotechnische Versuchsstation, welche den weitestgehenden Anforderungen genügen soll, zu 200,000 Mk. veranschlagt.