MKL1888:Iynx

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Iynx“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 9 (1887), Seite 110111
Wikisource-logo.svg Wikisource-Seite: Griechische und römische Mythologie
Wikipedia-logo-v2.svg Wikipedia-Artikel: Iynx (Mythologie)
Wiktionary small.svg Wiktionary-Eintrag:
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Iynx. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 110–111. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Iynx (Version vom 03.05.2021)

[110] Iynx, Tochter des Pan und der Echo oder Peitho, verführte den Zeus zu dem Liebeshandel mit der Io und ward deshalb von Hera in einen Vogel, den sogen. Wendehals (Jynx torquilla L.), verwandelt, welchem man die Kraft zuschrieb, Liebe einzuflößen. Als mythischer [111] Urheber der magisch-aphrodisischen Verwendung des Vogels wird Iason angeführt, welchen Aphrodite lehrte, den nach vier Seiten auseinander gespannten Vogel unter Zaubersprüchen herumzudrehen, um dadurch Medeas Liebe zu gewinnen. Der Name I. ward dann auf magischen Liebesreiz überhaupt ausgedehnt. Die bildende Kunst eignete sich den Vogel I. als Symbol der Liebesverlockung an.