MKL1888:Kaledonĭen

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Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Kaledonĭen“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 9 (1887), Seite 380
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Kaledonĭen. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 9, Seite 380. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Kaledon%C4%ADen (Version vom 22.07.2021)

[380] Kaledonĭen (Caledonia, kelt., „Walddickicht“), der nördlich vom Clota (Clyde) und Boderia (Firth of Forth), jenseit des Antoninuswalles, gelegene Teil Schottlands, welcher nie von den Römern unterworfen wurde, wenn sie auch unter Agricola siegreich in denselben eindrangen. Die Bewohner (Kaledonier), zum keltischen Stamm gehörig, waren ein Urvolk Britanniens und neben den Briten das mächtigste der Insel; es bestand bei ihnen Vielweiberei und die Sitte, den Körper mit Tierfiguren zu tättowieren. Seit dem 4. Jahrh. erscheinen sie unter dem Namen Pikten, mit denen sich am Ende desselben Jahrhunderts die aus Irland eingewanderten Skoten verbanden. Häufig, aber unrichtig wird mit dem Namen K. auch ganz Schottland bezeichnet.